Im ersten Lehrjahr bei NETWAYS haben wir Azubis viele Schulungen und eigene Projekte. Eines davon kam direkt nach unserer GitLab-Schulung: Knapp zwei Wochen sollten wir ein selbst gewähltes Thema komplett in GitLab organisieren, um die Features der Plattform in der Praxis auszuprobieren.
Das Projekt: eine eigene Turnier-Software
Entschieden haben wir uns schnell – für eine Turnier-Software. Die Idee: ein Tool, mit dem man bei LAN-Partys oder Firmenfeiern den Fortschritt von Spiele-Turnieren übersichtlich verfolgen kann, mit verschiedenen Spielen und Spielmodi. So sieht jeder auf einen Blick, wer gerade gegen wen antritt.
Weil mehrere Kolleg:innen in diesen zwei Wochen Urlaub hatten, kam für die Rolle eigentlich nur jemand infrage, der durchgehend da war. Übrig blieb ein kleiner Kreis – und ich hatte Lust, mich auszuprobieren. Die anderen waren sofort einverstanden. Eine solche Rolle hatte ich vorher noch nie übernommen, entsprechend war es erst mal ein Sprung ins kalte Wasser. Spannend fand ich es trotzdem.
Aufgaben und Herausforderungen
Als Team Lead habe ich die Aufgaben verteilt, den Fortschritt im Blick behalten und das Produkt am Ende vor den Ausbildern – unseren „Kunden“ – präsentiert. Dazu kam, dass das Team GitLab sauber nutzt: Issues anlegen, Milestones planen, den Plan aktuell halten, damit alle wissen, wer woran sitzt. Nebenbei war ich auch noch Tester.
Zwei Dinge waren knifflig. Erstens hatte ich vor der Schulung selbst noch nie mit GitLab gearbeitet und musste mich erst sicher fühlen. Zweitens war fast die halbe Mannschaft abwechselnd im Urlaub – ich musste Aufgaben also so verteilen, dass das Projekt nicht stockt, wenn jemand fehlt.
Zusammenarbeit im Team
Ich hatte großes Glück mit meinen Kolleg:innen. Die Zusammenarbeit war einfach, auch wenn die Rolle für mich neu war – alle waren hilfsbereit und motiviert, und in eine echte Sackgasse sind wir nie geraten. Am Anfang gab es kleine Reibungspunkte: Einmal hatte jemand vergessen, sich ein Issue zu öffnen, und der Rest wusste nicht, woran die Person gerade arbeitete. Das hatten wir dann aber schnell wieder im Griff.
Was ich mitgenommen habe
Zwei Wochen sind kurz, aber intensiv. Gelernt habe ich vor allem, dass gute Planung von Anfang an den Unterschied macht – und dass man dafür die Stärken und Schwächen im Team kennen muss. Sonst wird Planen schnell zum Ratespiel.
Am meisten habe ich beim Thema Kommunikation mitgenommen. Manche arbeiten am besten mit konkret zugeteilten Aufgaben, andere ziehen sich lieber selbst ein Ticket aus der Liste. Man muss sein Team eben kennen.
Am besten gefallen hat mir, Entscheidungen zu treffen, den Prozess zu steuern und die nächsten Schritte zu planen. Die Erfahrung hat mir gezeigt, dass mir Verantwortung liegt – und ich freue mich auf die nächsten Projekte





























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