Wenn man eine Ausbildung beginnt, lernt man eigentlich an zwei verschiedenen Orten gleichzeitig: in der Berufsschule und im Ausbildungsbetrieb. Beide haben ihre eigene Atmosphäre, ihre eigenen Methoden und ihre eigenen Stärken. In meinem ersten Jahr als Azubi zum Fachinformatiker für Systemintegration bei NETWAYS möchte ich meine persönlichen Eindrücke teilen – ohne zu sagen, dass eines besser ist als das andere. Beides gehört dazu, und beides hat seinen Platz.
Der Betrieb: Lernen mit Freiheit
Was mich bei NETWAYS von Anfang an überrascht hat, ist das Lernmodell. Es gibt keine starre Struktur nach dem Prinzip „Aufgabe erhalten, Aufgabe erledigen“. Stattdessen arbeiten wir mit einer Mischung aus internen Schulungen und eigenen Projekten. Man bekommt Themen, kann aber auch selbst mitbestimmen, womit man sich beschäftigt und welche Tools man benutzt. Das fühlt sich für mich wie eine sehr natürliche Art zu lernen an – man hat ein Ziel, aber auch den Freiraum, den eigenen Weg dahin zu finden.
Besonders viel habe ich dabei mitgenommen, weil es mein erster richtiger Job nach der Schule ist. Vieles, was vorher nur Theorie war, bekommt plötzlich einen echten Kontext. Man merkt schnell, warum bestimmte Dinge so gemacht werden, wie sie gemacht werden – nicht weil es im Buch steht, sondern weil man es selbst erlebt.
Ankommen im Team
Was mich am ersten Tag wirklich überrascht hat: Wir haben nicht sofort angefangen zu arbeiten. Stattdessen haben wir zusammen gekocht, Karten gespielt und gemeinsam gegessen und andere Team Building Aktivitäten gemacht. Dieser Einstieg hat viel bewirkt – man lernt die Kolleg:innen als Menschen kennen, bevor man überhaupt am ersten Ticket sitzt. Dieses Gefühl hat sich durch die gesamte Ausbildung gezogen. Die Kolleg:innen helfen einander, niemand wird mit Fragen allein gelassen, und es gibt kleine Dinge, die viel ausmachen: frisches Obst im Büro, ein lockerer Umgang miteinander und Unterstützung.
Besonders in Erinnerung geblieben ist mir auch der Azubi-Stammtisch – ein gemeinsames Essen im Restaurant, das NETWAYS organisiert. Klingt nach einer Kleinigkeit, ist es aber nicht. Man sitzt zusammen, redet über alles Mögliche und merkt, dass man nicht nur Kolleg:innen hat, sondern echte Ansprechpartner:innen. Ähnliches gilt für Events wie LAN-Partys oder die Retro Party – genau dort habe ich gemerkt, dass ich wirklich Teil des Teams bin.
Die Berufsschule: Theorie als Fundament
In der Berufsschule ist das Prinzip ein anderes. Hier steht Theorie im Vordergrund – Netzwerktechnik, Betriebssysteme, Wirtschaft, Lernfelder. Vieles davon klingt im ersten Moment abstrakt, aber ich merke, dass es trotzdem wichtig ist. Ein gutes Beispiel: In der Schule haben wir ein Projekt im FU-IT-Bereich gemacht, bei dem ich verstanden habe, wie Geräte in einem Netzwerk miteinander verbunden sind – wo Router stehen, wie Server eingebunden werden, wie eine Netzwerkstruktur aufgebaut ist. Als ich später im Betrieb mit ähnlichen Themen konfrontiert wurde, hatte ich sofort ein Bild im Kopf. Die Theorie hatte plötzlich einen Kontext.
Außerdem habe ich in der Schule gelernt, wie man eine Projektdokumentation im IHK-Stil schreibt – strukturiert, nachvollziehbar und professionell. Auch das ist etwas, das im Betrieb direkt nützlich ist.
Blockunterricht: intensiv, aber notwendig
Der Unterschied liegt vor allem im Tempo und in der Atmosphäre. Durch den Blockunterricht häufen sich Tests und Lernstoff in kurzer Zeit. Das fühlt sich manchmal anstrengender an als der Alltag im Betrieb. Man ist viel im Lernmodus, hat weniger Spielraum für eigene Interessen und verbringt die meiste Zeit damit, Stoff aufzunehmen. Auch das soziale Miteinander ist anders: Als Klasse trifft man sich hauptsächlich im Blockunterricht und hat weniger Gelegenheiten, echte Dynamik zu entwickeln.
Das ist kein Vorwurf – es ist einfach eine andere Lernumgebung mit einem anderen Zweck.
Mein Fazit
Beide Seiten der Ausbildung ergänzen sich. Die Berufsschule gibt mir das theoretische Verständnis, der Betrieb gibt mir den Kontext dazu. Wer nach der Schule das Gefühl hat, endlos Theorie aufzunehmen ohne zu wissen, wozu – dem würde ich eine duale Ausbildung empfehlen. Man merkt schnell, dass das Wissen einen Sinn ergibt, sobald man es wirklich anwendet.
Was ich persönlich als besonders stark empfinde, ist die Kombination aus Schulungen und Projekten bei NETWAYS. Man lernt viel, aber es fühlt sich leichter an – weil man selbst mitgestaltet, weil man echte Aufgaben löst und weil die Umgebung stimmt.
Am Ende ist es genau diese Mischung, die eine duale Ausbildung so wertvoll macht. Und ich bin gespannt, was in den nächsten Monaten noch dazukommt.


























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