Q2 2026 hat den NWS-Stack an mehreren Stellen ordentlich bewegt: neue Storage-Klasse fürs schmale Budget, feingranulare Rate-Limits im AI-Portfolio, ein neues Flagship-Modell fürs Coding, Multi-Cloud-Kubernetes mit Claudie und ein High Performance Backend für Nextcloud Talk. Hier die technischen Neuigkeiten aus dem Quartal, kompakt sortiert:
Storage: S3 Eco
Mit S3 Eco gibt es eine neue, günstigere Klasse im Storage-Portfolio, die gezielt für Backup, Archive, Log-Files und KI-Trainingsdaten gedacht ist. Technisch setzt sie auf Ceph mit Enterprise-HDDs statt SSDs und nutzt Erasure Coding statt der 3-fach-Replikation, außerdem läuft alles in einem einzigen Rechenzentrum statt Multi-RZ. Damit fährt man den Preis für Write-once-read-seldom-Workloads deutlich runter, bleibt aber weiterhin S3-API-kompatibel und DSGVO-konform.
AI: Rate-Limits, IDE-Integration, neues Modell, neuer Agent
Im April sind in MyNWS Rate-Limits für die Managed AI Models dazugekommen. Sie lassen sich global oder pro API-Key setzen, jeweils getrennt für Input- und Output-Token in einem rollierenden 60-Sekunden-Fenster – ergänzt um eine Usage-Ansicht, die Verbrauch und Kosten pro Modell aufschlüsselt.
Wer die Modelle direkt in der IDE einsetzen möchte, findet in LLMs in der IDE eine Anleitung: über die OpenAI-kompatible NWS-API mit gpt-oss-120b und Embeddings via BAAI/bge-m3, eingebunden in RooCode oder Cline und ergänzt um Qdrant für RAG-Workflows.
Neu im AI-Portfolio ist außerdem Qwen3.6-27B. Anders als die aktuell verbreiteten MoE-Modelle bringt es eine Dense-Architektur mit, dazu ein 262K Context Window und multimodalen Input für Text, Bilder und Videos. Im Vergleich zu Claude Sonnet 4.5 liegt es beim Intelligence Index bei 45,8 vs. 43,0 und deutlich vorne in agentischen Aufgaben (GDPval-AA 1406 vs. 1320) – zum Preis einer etwas höheren Latenz, dafür ohne Routing-Overhead.
Passend dazu stellt Joshua OpenCode vor, einen Open Source-KI-Coding-Agent fürs Terminal, der anbieteragnostisch arbeitet und sowohl mit den NWS Managed AI Models als auch mit OpenAI, Claude, Gemini oder lokal via Ollama läuft. Praktisch ist der zweistufige Workflow: Im Plan-Modus darf der Agent nur lesen und einen Vorschlag entwerfen, erst im Build-Modus schreibt er.
Kubernetes: Multi-Cloud mit Claudie
Wer Kubernetes über mehrere Provider hinweg betreiben will, findet in Multi-Cloud-Kubernetes über NWS und AWS mit Claudie einen konkreten Bauplan – gemeinsam mit Berops. Der Cluster besteht aus 7 Nodes, davon 3 Control-Plane verteilt auf 1× NWS und 2× AWS für ein tragfähiges etcd-Quorum, vernetzt über ein WireGuard-Overlay. So bleiben die Kernworkloads in der EU, während Services wie Route 53, RDS oder Lambda einen Hop entfernt bleiben. Wer sich ergänzend für die aktuellen Themen der Cloud-Native-Szene interessiert, findet im KubeCon-2026-Review die Team-Favoriten aus Amsterdam – u. a. zum Kubernetes Network Stack, EVPN-Overlays für Multi-Cluster KubeVirt und dem sinnvollen Umgang mit Telemetry.
Managed Nextcloud: HPB und 1 TB
Auch bei Managed Nextcloud hat sich einiges getan: Die Pläne Advanced und Premium haben jetzt 1 TB Speicher und das High Performance Backend (HPB) für Nextcloud Talk, das stabile Calls auch mit vielen Teilnehmern erlaubt. Bestandskunden bekommen das HPB automatisch kostenlos nachgerüstet, für Neukunden startet Advanced bei 49,99 €/Monat – weiterhin auf der Kubernetes-Plattform, mit 3-fach repliziertem Speicher und DSGVO-konform.
Zum Weiterlesen: Strategie, Compliance, Team
Rund um die Produkt-News sind im Quartal einige Beiträge entstanden, die sich gut zum Teilen mit Management, Security oder Fachbereichen eignen. CEO Bernd Erk argumentiert in Warum souveräne Clouds das Hyperscaler-Buffet nicht brauchen, dass eine echte Alternative nicht 200 Hyperscaler-Services klonen muss. Ergänzend dazu räumt DSGVO & Cloud mit typischen Missverständnissen rund um Speicherort, Cloud Act und Rollenverteilung auf.
Auf der Managed-Services-Seite gibt es zwei kompakte Einordnungen: Standardisiert vs. maßgeschneidert hilft bei der Entscheidung, welches Modell zu welchem Use Case passt, und Managed Services als Antwort auf den IT-Fachkräftemangel liefert Argumente fürs nächste Budget-Gespräch. Cybersecurity-as-a-Service gibt einen strukturierten Überblick über MDR, SOC-as-a-Service, SIEM und IAM als externe Bausteine.
Als Nachschlagewerke für Onboarding und Kollegen aus angrenzenden Bereichen taugen das Cloud-Glossar und der Einstieg zu Backup & Recovery in der Cloud. Und wer wissen möchte, wer bei NWS eigentlich hinter dem Kubernetes-Betrieb steht, findet Antworten im Interview mit Justin Lamp.
Seit Kurzem online: Talk & Workshop und Mail Archiv
Ebenfalls in Q2 an den Start gegangen sind zwei Seiten, die als Nachschlagewerk dienen: Auf Talks & Workshops bündeln wir Slides und Infomaterialien zu allen gehaltenen Vorträgen und Workshops. Und alle bisher versendeten NWS-Newsletter sind jetzt zentral im Mail-Archiv zum Nachlesen verfügbar.


























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