
Letzte Woche war es wieder so weit: Vom 27. bis 29. Oktober 2026 drehte sich auf der it-sa Expo & Congress in Nürnberg drei Tage lang alles um IT-Sicherheit, Compliance und moderne Infrastrukturen. In unserem Rückblick findest du die Themen, die uns beschäftigt haben, und ein paar Eindrücke von der Messe.
Ein Stand, zwei Teams
Die it-sa ist die führende Fachmesse für IT-Security in Europa, und das merkt man spätestens beim ersten Gang durch die Hallen. Über 20.000 Fachbesuchende kamen dieses Jahr ins Messezentrum Nürnberg, von Security-Spezialist:innen über Admins bis zu IT-Verantwortlichen aus allen Branchen.
Mittendrin standen wir mit unseren Teams von NETWAYS Professional Services und NETWAYS Web Services.


NETWAYS Professional Services
Viele Gespräche an unserem Stand fingen mit einem Satz an wie: „Bei uns ist das alles über die Jahre gewachsen …“. Dann ging es meist schnell ins Detail, zum Syslog-Server, den irgendwann mal jemand aufgesetzt hat, oder zu den Dashboards, die eigentlich nur eine Person im Team wirklich versteht. Dazu kommt bei vielen inzwischen die Frage, wie man das alles NIS-2-tauglich bekommt. Gemeinsam haben wir dann überlegt, wo man am sinnvollsten ansetzt. Fünf Lösungen hatten wir dafür im Gepäck.
Bedrohungen erkennen mit Wazuh
Einen Angriff zu übersehen ist das eine Problem, ihn hinterher nicht belegen zu können das andere. Wazuh erkennt verdächtige Aktivitäten auf deinen Systemen, prüft Dateien und Konfigurationen und hilft dir gleichzeitig, Vorgaben wie NIS-2 nachzuweisen.
Observability mit OpenTelemetry
Wenn jedes Team mit einem anderen Agent instrumentiert, entsteht schnell ein Flickenteppich. OpenTelemetry sammelt Traces, Metriken und Logs über einen offenen Standard, unabhängig davon, wo die Daten später landen.
Suche & Analyse mit Elastic

Um einen verdächtigen Login oder ungewöhnlichen Traffic einzuordnen, musst du Ereignisse aus vielen Quellen zusammenbringen. Elastic führt Logs, Metriken und Security-Events zusammen und bildet die Basis für SIEM und Threat Detection.
Monitoring mit Grafana
Wenn Betrieb und Management über dieselben Zahlen reden sollen, müssen sie auch dieselben sehen. Grafana holt Daten aus unterschiedlichen Quellen in gemeinsame Dashboards.
Log-Management mit Graylog
Bei einer Störung willst du nicht erst von Server zu Server springen, um die richtige Logzeile zu finden. Mit Graylog laufen alle Logs an einer Stelle zusammen, sauber sortiert und mit Alarmierung, sobald etwas auffällig wird.
Nicht jede Umgebung braucht übrigens alle fünf Tools. Graylog und Elastic können beide Logs zentral sammeln, und Wazuh bringt bereits ein eigenes Dashboard mit. Welche Kombination sinnvoll ist, hängt davon ab, was bei dir schon läuft und wo die größte Lücke ist.
Sag uns, was du brauchst und wir setzen die Lösung gemeinsam mit deinem Team um und unterstützen dich auf Wunsch mit individueller Beratung, Support oder Outsourcing im Betrieb.

NETWAYS Web Services

Auch bei unseren Cloud-Kolleginnen und -Kollegen war einiges los. Was sie von der Messe mitgenommen haben, liest du hier.
Ein Thema hat sich dieses Jahr durch fast jedes Gespräch gezogen: digitale Souveränität. Und zwar nicht mehr als abstraktes Schlagwort, sondern mit ganz konkreten Fragen. Wer hat Zugriff auf meine Daten? Was passiert mit meinen Daten, wenn ein ausländisches Gesetz greift? Und wie komme ich wieder raus, wenn ich einmal drin bin?
Souveränität ist eine Frage der Architektur
Ein Rechenzentrum in Deutschland allein macht noch keine souveräne Cloud. Entscheidend ist, auf welcher Technologie deine Infrastruktur läuft, wer den Quellcode prüfen kann und welche Gerichtsbarkeit am Ende gilt. Genau das haben wir auf unserem Messeflyer zusammengefasst und OpenStack an sechs Kriterien mit proprietären Clouds verglichen:
- Datenstandort: Bei uns ausschließlich Deutschland. Bei proprietären Clouds hängt das von den genutzten Services und der Konfiguration ab.
- Schlüsselmanagement: Eigene Keys über OpenStack Barbican statt Anbieter-KMS, bei dem das Key-Custody-Risiko bleibt.
- Lizenzmodell: Apache 2.0 ohne Per-Core-Gebühren statt Subscriptions oder Abrechnung nach Cores, Sockets oder vRAM.
- Open Source: Der Quellcode ist offen und prüfbar.
- Vendor Lock-in: Offene APIs und portable Daten statt Data Gravity.
- Jurisdiktion: Vollständig deutsche Gerichtsbarkeit, kein Fremdzugriff etwa über den US CLOUD Act.
Kurz gesagt: Souveränität braucht Kontrolle und Transparenz.
Ehrlich verglichen: unsere Cloud-Vergleichstabelle

„Und wie steht ihr im Vergleich zu den Großen da?” Diese Frage kam am Stand regelmäßig. Unsere Antwort war die Cloud-Vergleichstabelle. Darin stellen wir NWS den großen Hyperscalern und europäischen Alternativen gegenüber, von Compute über Storage und Backups, Managed Kubernetes, Networking und Security bis hin zu IAM, AI und Support.
Was uns dabei wichtig ist: Die Tabelle zeigt ehrlich und übersichtlich, was die jeweiligen Cloud-Anbieter liefern.
Open Source vom Fundament bis zur Anwendung
Auf unserer OpenStack-Infrastruktur bauen alle weiteren Services auf: klassisches VM-Hosting, Managed Kubernetes als Kubernetes Certified Service Provider und S3 Storage.
Mit unseren Managed Services bekommst du souveräne Alternativen zu proprietären Tools: GitLab für Versionsverwaltung und CI/CD, Prometheus und Icinga für Monitoring und Observability sowie Nextcloud für Dateiablage und Zusammenarbeit. Wir kümmern uns um Updates, Backups und Betrieb, du dich um dein Kerngeschäft.
Und wenn dein Projekt mehr braucht als einen Service von der Stange, unterstützt dich unser MyEngineer®-Team bei Consulting, Implementierung und Support.
Souveräne AI aus Deutschland
Auch beim Thema AI muss niemand auf Kontrolle verzichten. Mit Free Open WebUI und unseren Managed AI Models inklusive MCP und RAG nutzt du Sprachmodelle, ohne dass deine Daten Deutschland verlassen. Für eigene ML- und AI-Workloads stehen dir unsere GPUs zur Verfügung. Auf unserer Seite zur digitalen Souveränität findest du alle Infos.
Noch Fragen?
Du willst eines der Themen für dein Setup durchsprechen? Dann schreib unserem Team an sales@netways.de. Wir schauen uns deine Umgebung an und klären gemeinsam, welche Lösung passt.
Bis nächstes Jahr!
Kaum sind wir von der it-sa zurück, steht schon das nächste Event vor der Tür: die OSMC vom 17. bis 19. November in Nürnberg. Wer Lust auf noch mehr Monitoring hat, ist dort genau richtig. Und spätestens auf der it-sa 2027 sehen wir uns hoffentlich wieder!





























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