Vor einer Weile kamen die Kollegen von Icinga auf mich zu und wollten ein Interview zum Thema Migration von Nagios zu Icinga führen, um daraus ein Whitepaper zu bauen. Da es in einer guten Partnerschaft ein stetes Geben und Nehmen ist, hab ich mich natürlich gerne bereit erklärt. Mittlerweile ist das aus dem Interview entstandene englischsprachige Whitepaper verfügbar.
Was kannst du von dem Whitepaper erwarten?
Wer sich mit mir schon mal zu dem Thema Migration oder allgemein dazu unterhalten hat, warum man ein Monitoring aufbauen sollte, wird schnell gemerkt haben, dass für mich nicht das Monitoring als Selbstzweck, sondern die damit zu lösenden Herausforderungen aus dem IT-Betrieb im Fokus stehen. Und hier sehe ich die Stärken von Icinga, das mit Flexibilität und Anpassungsfähigkeit, Automatisierung, Integrationsmöglichkeiten und Skalierbarkeit glänzen kann.
Um bei einer Migration nun aus diesen Stärken das Meiste herauszuholen, empfehle ich statt der direkten 1:1-Migration die aus der bestehenden Umgebung gewonnene Erfahrung zu nehmen und für ein Setup mit den modernen Ansätzen von Icinga zu planen. Die Lösungsansätze sind für mich insbesondere die regelbasierte Konfiguration, der Agent mit der Möglichkeit zentralisierter Konfiguration und die Integration einer CMDB oder ähnlichen Lösung als Quelle für die Konfiguration.

Eine weitere Lektion, die ich in vielen Projekten gelernt und hier weitergegeben habe: wie wichtig Kommunikation ist. So ist es leider nicht gang und gäbe, dass frühzeitig alle Stakeholder eingebunden werden. Um aber wirklich einen vollständigen Überblick über die IT-Landschaft zu bekommen, braucht es oftmals viele Akteure neben den Monitoring-Admins wie die Netzwerkadministration oder die für Anwendungen verantwortlichen Kollegen. All diese wollen nicht nur aus technischer Sicht eingebunden werden, sondern sollten durch Schulung oder eine andere Art von Wissenstransfer abgeholt werden, damit das Monitoringsystem auch die benötigte Akzeptanz bekommt.
Und selbst wenn dies alles gegeben ist, erscheint für die Akzeptanz auch immer ein Parallelbetrieb sinnvoll, der aufzeigt, dass die neue Umgebung mindestens das leistet, was das Altsystem geleistet hat. Wenn davon alle überzeugt sind, heißt es dann in einem ersten Schritt die Alarmierung um- und in einem zweiten dann das Altsystem abzustellen.
Im Whitepaper haben die Kollegen von Icinga all dies schön ausführlich aufbereitet, lassen auch noch Kunden zu Wort kommen und liefern so eine runde Hilfestellung zum Thema Migration auf Icinga ab.

Nächster Schritt
Das Whitepaper ist also ein guter Schritt um sich Anregungen zu holen, für die eigentliche Umsetzung der Migration lohnt sich dann entweder der Knowhow-Aufbau über Schulungen oder du greifst direkt auf die umfangreiche Erfahrung unseres Consulting-Teams zu. Solltest du dann doch mal Probleme mit der neuen Umgebung haben, stehen dir unsere tatkräftigen Support-Kollegen zur Verfügung.


























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