Auf der Bacula Konferenz letztes Jahr hatte ich einen Vortrag gehalten, wie sich Bacula und vor allem auch Bacula Jobs und Pools durch Nagios oder Icinga überwachen lassen. In diesem Vortrag habe ich auch zwei Monitoring Plugins vorgestellt, die wir zum internen Einsatz entwickelt haben. Die beiden Plugins stehen auf unserem Community Portal netways.org zum Download zur Verfügung.
Mit dem Plugin check_bacula lassen sich einzelne Jobs überwachen, insbesondere ob ein Job in den letzten x Stunden erfolgreich abgeschlossen werden konnte. Wenn man den Jobnamen in Bacula gleich dem Nagios/Icinga Hostnamen wählt, spart man sich gleichzeitig auch etwas Konfigurationsarbeit. So wird das ganze konfiguriert:
# Bacula Checkcommand
# -H: hours; -w: Warning; -c: Critical; -j: Job (Jobname=Hostname)
define command {
command_name check_bacula
command_line $USER1$/check_netways_bacula.pl -H $ARG1$ -w $ARG2$ -c $ARG3$ -j $HOSTNAME$"
}
# bacula jobs
define service {
use bacula-template
hostgroup_name bacula-win, bacula-linux
host_name another_client
service_description backup-jobs
check_command check_bacula!27!1!1
servicegroups backup
}

Das zweite Plugin count_bacula dient der Überwachung von Poolauslastungen, bzw. Poolgrößen. Damit lässt sich automatisch feststellen, wenn der Platz in einem definierten Pool zur Neige geht. Das Ergebnis kann man dann auch sehr aussagekräftig mit NETWAYS Grapher visualisieren:
define command {
command_name check_backup_poolsize
command_line $USER1$/count_bacula -pool $ARG1$ -w 75 -c 90
}
define service {
use generic-service
host_name Bacula_Server
service_description backup-pool PoolName
check_command check_backup_poolsize!PoolName
}

Am letzten Montag ist in der Online Ausgabe der Computerwoche ein kleiner Artikel von mir zu Bacula erschienen. Bacula ist eine sehr professionelle Open Source Backup Lösungen. Soweit ich weiss, soll der Artikel auch in einer der nächsten Druckausgaben kommen. Freut mich natürlich.
Dazu passt auch sehr gut die Meldung von Bacula Systems, dass die Software inzwischen mehr als eine Million mal bei Sourceforge heruntergeladen wurde.

Das Linux Technical Review (LTR) ist eine Publikation von Linux New Media, Herausgeberin des sehr bekannten Linux Magazins. Im Gegensatz zur Monatszeitschrift wird im Technical Review immer ein spezielles Themen adressiert und vor allem sehr viel tiefergehend behandelt. Beispielsweise drehten sich bisherige Ausgaben, im buchähnlichen Format, jeweils komplett um Themen wie Storage & Backup, Monitoring, Virtualisierung oder Performanceoptimierung. Auch wir haben schon einige Artikel zum LTR beigesteuert, beispielsweise MySQL-Überwachung, und -Tuning, GlusterFS und verschiedene Monitoring Themen.
Um die hohe Qualität der Beträge sicherzustellen, stützt sich das Technical Review auf ein Gremium namhafter Experten, die die Redaktion fachlich beraten und teilweise auch eigene Beiträge zusteuern. In dieses Editorial Board bin ich nun aufgenommen worden und werde die Redation bei der Auswahl und Verbesserung von Artikeln unterstützen. Andere Mitglieder des Boards sind beispielsweise Volker Lendecke vom Samba Team, Prof. Wolfgang Schröder-Preikschat von der Uni Erlangen-Nürnberg oder Klaus Knopper von Knoppix. Ich freue mich schon auf die Zusammenarbeit.
Das Technical Review wurde bis vor kurzem noch als buchähnliche Publikation herausgegeben, wird aber seit neuestem online verlegt. So lassen sich neue Inhalte viel schneller bereitstellen oder aktualisieren. Gleichzeitig wurde auf ein monatliches Abonement umgestellt, so dass die Inhalte nun auch günstiger zur Verfügung stehen. Für jeden, der sich professionell mit Linux beschäftigt, ist die Monatspauschale sicher gut investiert.

Aus dem fantastischen Blog Geek And Poke
Die Open Source Expo in Karlsruhe ist schon ein paar Tage her. Um genau zu sein fand sie am 15. und 16. November in den ehemaligen Hallen und Räumen des Linux Tages statt, aber ich hatte leider noch keine Zeit darüber zu bloggen. Die Veranstaltung war recht interessant und gut besucht. Wir werden also nächstes Jahr gerne wiederkommen.
Im Rahmen des Vortragsprogramms hatte ich ein Referat mit dem Thema “Netzwerkmonitoring mit Nagios & Icinga“. Die Folien stelle ich hier gerne zum Download zur Verfügung:

Am 9. November 2009 (heute in einer Woche) findet wieder ein Webmontag für Franken statt. Gastgeber ist diesmal unser Kunde Stayfriends in Erlangen. Beginn der Veranstaltung ist 19:30. Ab 20:00 Uhr finden voraussichtlich die Präsentationen statt und danach ist nochmals Socializing angesagt. Anmeldungen zu der Veranstaltung sind möglich im Webmontag Wiki oder auf der XING Eventseite.
Folgende Vorschläge für Präsentationen sind bereits vorhanden:
Es werden aber noch weitere Topics gesucht, wer etwas präsentieren möchte, trägt sich am besten im Wiki ein oder meldet sich kurzfristig noch vor Ort.
Definition Webmontag: Web Montag ist ein informelles, nicht-kommerzielles, dezentral organisiertes Treffen, das zum Ziel hat, all diejenigen miteinander zu verbinden, die die Zukunft des Internet gestalten. Inspiriert von der Kultur Silicon Valleys startete der Web Montag gegen Ende 2005 in Köln als Versuch, ein bisschen “kalifornischen Sonnenschein” nach Deutschland zu bringen.Seitdem hat sich der Web Montag schnell weiterverbreitet: Treffen finden mittlerweile in mehr als 30 Städten überall in Deutschland, in Österreich, Schweden, Silicon Valley sowie auf Second Life statt. Als Treffpunkt und Anlaufstelle der verschiedenen lokalen Web 2.0- und Startup-Szenen hat der Web Montag mit seinen bisher 100+ Veranstaltungen bereits 1.000+ Teilnehmer angezogen, mit teils sehr erfreulichen Auswirkungen.Alle, die mit Web 2.0 und benachbarten Themen zu tun haben und interessiert daran sind, ihr Wissen zu teilen und sich miteinander auszutauschen, sind herzlich willkommen. Ob Erfinder, Ingenieur, Designer, Gründer oder Finanzier – Web Montag ist die Gelegenheit, sein neues Produkt, Service, Startup, oder die nächste große Idee einem stetig wachsenden Publikum von Webbegeisterten vorzustellen.
Gerade startet unser Kollege Bernd Erk mit seiner Präsentation Verteilte Monitoring-Umgebungen unter Verwendung eines Enterprise Service Bus (ESB). In der Einführung zum Thema stellt er die wichtigsten Konzepte und Definitionen eines ESB vor, wie sich der Bus in eine Service Orientierte Architektur (SOA) einfügt und vor allem welchen Sinn ein solcher Bus in einer Monitoring Architektur machen kann: Aktuell haben viele verteilte Monitoringumgebungen das Problem, dass eine Vielzahl von Daten, beispielsweise Checkresults zwischen verschiedenen Servern verschoben und vielleicht sogar transformiert werden müssen. Dazu kommen in der Regel oft selbstgeschriebene Scripte zu Einsatz, die zwar schnell erstellt werden können, aber langfristig in einem Wildwuchs enden und vor allem schwer zu debuggen sind. So kann man mit NSCA beispielsweise nicht sicherstellen, dass ein abgesendetes Checkresult auch wirklich am Masterserver angekommen ist.
Mit einem ESB, wie beispielsweise Mule lässt sich dieses Problem elegant lösen, den dort existieren bereits fertige Transports, Router und Transformationen, die genau diese Aufgaben zentralisiert in einer Anwendung durchführen. Dennoch ist für den ESB keine komplizierte Java Programmierung notwendig, denn alle Einstellungen lassen sich sehr einfach in XML Definitionen konfigurieren und sogar automatisiert verteilen. Die entsprechenden Konfigurationseinstellungen um External Commands zu verteilen und Performancedaten zurückzusenden, stellt er kurz vor und zeigt die entsprechenden Aktionen anschliessend in einer Live Demo.
Gegenüber selbstgeschriebenen Scripten bietet der ESB eine wesentlich bessere Erweiterbarkeit und vor allem Transaktionssicherheit. Denn alle Aktionen innerhalb des ESB lassen sich überwachen und werden gespoolt, so dass beispielsweise bei unterbrochener Kommunikation alle Nachrichten vom ESB gecacht und später nachgeführt werden. So stellt der ESB sicher, dass keine zu übertragenden Daten verloren gehen. Natürlich lässt sich auch der ESB selbst wieder gut überwachen. Gerade in großen Umgebungen kann der ESB so auch innerhalb des Monitorings oder des Netzwerkmanagements sinnvoll eingesetzt werden.
Unser Kollege Michael Streb hält gerade seinen Vortrag über das Tool LConf zur Speicherung von Konfigurationen für Nagios oder Icinga in einem LDAP Backend. Das Tool ist im Rahmen unserer Projekts bei der AUDI AG entstanden und wird unter der GPL veröffentlicht. Vor der Entscheidung ein eigenes Tool mit LDAP stand der Vergleich verschiedener Lösungsmöglichkeiten, wie direkte Pflege von Konfigurationsdateien, Verwendung eines bereits bestehenden Konfigurationstools oder sogar Subversion. Für die gegeben Anforderungen, insbesondere Benutzerrechte auf unterschiedliche Teile der Konfiguration vergeben zu können, erwies sich LDAP als beste Wahl.
Nach einem kurzen Abriss der Features und Möglichkeiten geht es gleich in die technischen Details: Wie wird der LDAP Server installiert, wie das Schema importiert und mit welchen Tools lässt sich die Konfiguration dann auch wirklich verwalten. Das Tool selbst besteht nur aus einigen Scripten, so dass es selbst nicht installiert werden muss, aber es müssen einige Einträge im LDAP Verzeichnis selbst eingerichtet werden. Danach kann eine bestehende Nagios oder Icinga Konfiguration in die LDAP Datenbank importiert werden dabei kann das Tool sogar Gemeinsamkeiten in der Konfiguration erkennen und diese in eine übergeordnete OU verschieben. Dadurch werden quasi automatisch Template generiert. Anschliessend demonstriert Michael das Tool sogar live, importiert eine bestehende Konfiguration und zeigt wie sich die Konfiguration dann in einem LDAP Frontend wie beispielsweise dem Eclipse SDK administrieren lässt.
LConf kann auf unserem Software Portal http://netways.org/ heruntergeladen werden. Dort läuft auch unser Bug Tracker für Fehlermeldungen oder Verbesserungsvorschläge.
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