Docker ist in aller Munde und erfährt derzeit einen riesen Hype um sich. Es wird teilweise gar von „Revolution“ gesprochen. Doch ist das ganze wirklich so revolutionär? Die Lager in der DevOps Community sind sich hierüber nicht ganz einig und sind teilweise gespalten. Die eingesetzten Technologien aus denen Docker besteht sind eigentlich nicht neu und werfen den Mehrwert, den man in der letzten Zeit durch Configuration Management Tools wie Puppet, Chef etc. gewonnen hat, teilweise wieder zurück. Im wesentlichen besteht Docker aus einer Container-Virtualisierung, einem Copy on Write Filesystem bzw. Overlay Filesystem, einem Repository, einer Versionsverwaltung und einer mächtigen API. Das ganze zusammengeschnürt und einfach zu steuern und zu verwenden ist dann Docker.

 
Die Plattform verfolgt den Continious Integration Gedanken mit der man kontinuierlich Änderungen, möglichst automatisiert mit einer Kette an Tests, in die Produktion ausrollt. Der Workflow sieht im einfachsten Fall vor, dass man ein Image startet, Änderungen an diesem Image durchführt und diese dann als „commit“ speichert. Aus diesem kann man wiederum weitere Instanzen klonen und kann sie, sollte etwas nicht wie gewünscht funktionieren, wieder auf einen älteren Stand zurückrollen.

 
Wie immer und auch bei anderen Lösungen birgt Docker nicht nur Vorteile. Technisch gibt es einige Herausforderungen und Probleme die bei der Integration in die Produktion früher oder später auftauchen werden. (Noch) keine Möglichkeit Disk I/O zu limitieren, kein Quota auf AUFS, keine persistenten Anwendungsdaten, keine vollständige Isolation, dynamische Hostnames, Loadbalancing um nur einige zu nennen. Neben technischen Herausforderungen gibt es außerdem das Workflow Dilemma, das sich wie schon erwähnt teilweise mit den Config Management Tools beißt und deshalb auch die Lager spaltet.

 
Der richtige Weg ist aber wohl mehr eine Glaubensfrage oder am ehesten dem Use-Case gezollt. Jedes Unternehmen hat eigene Anforderungen und muss diese gegen den „Docker-Workflow“ evaluieren. Die bereits existierenden Schwierigkeiten, die es in einer automatisierten Umgebung und Continious Integretion gibt, löst Docker deshalb auch nicht, aber es zeigt einen interessanten alternativen Weg auf. Die Antwort auf die ursprüngliche Frage der revolutionären Ansätze und des Umdenkens, kann wohl erst in einigen Jahren gegeben werden nachdem Erfahrungen gemacht wurden und man den tatsächlichen Einfluss bewerten kann. Mehr zum Thema und Docker erfährt man bei uns in den Trainings.

35.thumbnail Viva la Revolución?

Autor: Sebastian Saemann

Sepp kam von einem großen deutschen Hostingprovider zu NETWAYS, weil ihm dort zu langweilig war. Bei uns kann er sich nun besser verwirklichen, denn er leitet zusammen mit Martin das Managed Services Team. Wenn er nicht gerade Server in MCollective einbindet, versucht er mit seinem Motorrad einen neuen Geschwindigkeitsrekord aufzustellen.

icinga logo 200x69 Letzter Aufruf für das Icinga Web 2 Webinar Nachdem letzte Woche erfolgreich die Open Source Monitoring Conference (OSMC) stattgefunden hat und aufgrund der vielen Info-Blogposts der ein oder andere vielleicht den Webinar-Reminder übersehen hat, möchte ich natürlich kurz vor dem Icinga Web 2 Webinar noch einmal darauf aufmerksam machen.
Morgen um 10:30 Uhr wollen wir die aktuelle Version von Icinga Web 2 inkl. der eingebauten Features und den Installer vorstellen. Eine Registrierung ist natürlich bis morgen Früh noch möglich.

Wer sich für die nächsten Webinare in diesem Jahr noch interessiert, kann sich natürlich auch gleich registrieren:

Webinar Thema Termin und Registrierung
Puppet: Windows Configuration Management 12. Dezember 2014 – 10:30 Uhr
NETWAYS: Jahresrückblick 2014 18. Dezember 2014 – 10:30 Uhr

In unserem Webinar-Archiv findet man auch noch die bisherigen Webinare, um die Wartezeit zu überbrücken.

Bis morgen!

60.thumbnail Letzter Aufruf für das Icinga Web 2 Webinar

Autor: Christian Stein

Christian kommt ursprünglich aus der Personalberatungsbranche, wo er aber schon immer auf den IT Bereich spezialisiert war. Bei NETWAYS arbeitet er als Account Manager und berät unsere Kunden in der vertrieblichen Phase rund um das Thema Monitoring. Gemeinsam mit Georg hat er sich Mitte 2012 auch an unserem Hardware-Shop "vergangen".

Jordan Sissel und Lennart Koopmann eröffnen den Videocountdown zur OSDC 2015. mit einer Einführung ins Log Management.

OSDC? Noch nie gehört…

Das ist aber schade und fast schon ein unentschuldbares Versäumnis!
Aber wir holen das nach:

Die Open Source Data Center Conference (kurz OSDC) ist unsere internationale Konferenz zum Thema Open Source Software in Rechenzentren und großen IT-Umgebungen. 2015 findet sie zum siebten Mal statt und bietet mit dem Schwerpunktthema Agile Infrastructures ganz besonders erfahrenen Administratoren und Architekten ein Forum zum Austausch und die Gelegenheit zur Aneignung des aktuellsten Know-Hows für die tägliche Praxis. Diesmal treffen wir uns dafür in Berlin!
Workshops am Vortag der Konferenz und das im Anschluss an die Veranstaltung stattfindende Puppet Camp komplettieren dabei das Rundum-sorglos-Paket für Teilnehmer, die gar nicht genug Wissen in sich aufsaugen können.

51.thumbnail OSDC 2015: Der Countdown läuft – nur noch 148 Tage

Autor: Eva Häusler

Eva ist bei NETWAYS für das Marketing zuständig. Gerüchten zufolge wurde sie vor etwa einem Jahrzehnt in einer Kiste Braunschweiger Honigkuchen von Niedersachsen nach Franken geschmuggelt und wird seitdem hier in Geiselhaft gehalten. Nach einem Germanistikstudium mit begleitenden Ausflügen in die Nürnberger Literaturszene, hat sie bei NETWAYS in der Eventabteilung angefangen. Inzwischen kommt ihre geballte Wortgewalt im Marketing nutzbringend zum Einsatz.

Heute gibt es mal einen Tip direkt aus der Praxis. Wer sich schon länger mit logstash beschäftigt, wird bemerkt haben, dass sich das Format der Konfigurationsdateien mit der Version 1.3 etwas verändert hat, wobei die alte Form nach wie vor gültig ist. Geändert hat sich vor allem der Weg, wie tags und types zum Festlegen der Filter und Outputs verwendet werden, die ein Event durchläuft.

Dass es durchaus seine Tücken haben kann, dass das alte Format weiterhin seine Gültigkeit hat, habe ich kürzlich in einer Schulung am eigenen Leib erfahren müssen. Das hat allerdings auch sein Gutes. Erstens wird mir das ganz sicher nicht mehr passieren und zweitens habe ich so ein Thema, über das ich bloggen kann.

Auch wenn neuere User sicherlich inzwischen das neue Format verwenden, so stösst man doch immer wieder online auf Beispiele im alten Format und wenn man die per copy&paste übernimmt, passieren ganz leicht Dinge, die man so nicht vorhergesagt hätte.
logstash 01 Get up and meet those pretty tags, tags, tags
Zum Vergleich erstmal, wie sich tags im alten Format verhalten. In input Blöcken bedeutet die Option tags, dass Tags zum Event hinzugefügt werden. In filter und output Blöcken, dass der Filter oder der Output nur auf Events angewendet wird, die dieses Tag bereits haben. Seit logstash 1.3 verwendet man stattdessen if Verzweigungen. Um tags in Filtern und Outputs hinzuzufügen, verwendet man übrigens add_tag

Mit Types verhält es sich ganz ähnlich, auch wenn man den nur im ersten logstash Input, den das Event durchläuft, setzen und nicht mehr verändern kann.
Also wird der erste noop Filter im folgenden Beispiel nur auf Events aus dem ersten Input angewendet, der zweite noop nur auf Events aus dem zweiten Input.

input {
  stdin {
    tags => stdin
    type => debuglog
  }
  tcp {
    port => 5514
    tags => tcp
    type => syslog
  }
}
filter {
  noop {
    tags => stdin
    add_tag => noop1
  }
  noop {
    type => syslog
    add_tag => noop2
}

Also merke: tags ist nicht gleich tags
In der neueren und aktuellen Form würde man das Beispiel von oben übrigens folgendermassen schreiben.

input {
  stdin {
    tags => stdin
    type => debuglog
  }
  tcp {
    port => 5514
    tags => tcp
    type => syslog
  }
}
filter {
  if ¨stdin¨ in [tags] {
    noop {
      add_tag => noop1
    }
  }
  if [type] == ¨syslog¨ {
    noop {
      add_tag => noop2
    }
  }
}

Das Beispiel soll möglichst deutlich zeigen, was das Verwirrende an dem Unterschied der beiden Schreibweisen ist und ist deshalb selbst bewusst nicht verwirrend gehalten.

Was dadurch regelmässig passiert ist, dass jemand die Option tags in einem Filter oder Output sieht und davon ausgeht, dass dadurch ein weiterer Tag gesetzt wird, nicht, dass dies eine Einschränkung auf gewisse Events darstellt. Will ich fälschlicherweise ein bisher nicht vorhandenes Tag mit tags in einem Filter setzen, wird dieser Filter natürlich nie angewandt, da ja nie ein Event mit diesem Tag kommen wird, da ich ihn ja erst setzen möchte. Für Neulinge ist das ein Stolperstein, bis diese Möglichkeit aus dem Format entfernt wird, aber auch Leuten, die intensiv mit logstash arbeiten, kann sowas als Flüchtigkeitsfehler passieren, wie ich mir eben vor kurzem selbst bewiesen habe.

76.thumbnail Get up and meet those pretty tags, tags, tags

Autor: Thomas Widhalm

Thomas war Systemadministrator an einer österreichischen Universität und da besonders für Linux und Unix zuständig. Seit 2013 möchte er aber lieber die große weite Welt sehen und hat sich deshalb dem Netways Consulting Team angeschlossen. Er möchte ausserdem möglichst weit verbreiten, wie und wie einfach man persönliche Kommunikation sicher verschlüsseln kann, damit nicht dauernd über fehlenden Datenschutz gejammert, sondern endlich was dagegen unternommen wird. Mittlerweile wird er zum logstash - Guy bei Netways und hält Schulungen und erstellt Schulungsunterlagen zu diesem faszinierenden Tool.

OSMC Logo Date 500 invers 300x126 More config magic   OSMC 2014   Tag 2

Die Abendveranstaltung im Terminal 90 war wieder mal ein voller Erfolg. Neben gutem Essen und Getränken gab es interessante Fachgespräche und Erfahrungsaustausch. Die Teilnehmer waren so heiß auf die Abendveranstaltung, dass wir sogar einen kleinen Ausfall der öffentlichen Verkehrsmittel zu verantworten hatten. Wir hätten wohl doch Hilfe aus Hong Kong benötigt um alle Teilnehmer schnell genug in die U-Bahn zu bekommen. Natürlich war auch dieses Jahr mit der Abendveranstaltung für viele noch nicht Schluss, sondern es ging noch weiter in die Late Lounge.

Trotz des späten Abends oder auch in manchen Fällen des frühen Morgens war der erste Vortrag “Using ElasticSearch, Logstash & Kibana in system administration” von Alexander Reelsen mehr als gut besucht. Es war wie immer eine Freude zu hören wie sehr ElasticSearch sich um einfache Benutzbarkeit bemüht. Und scheinbar können nicht nur unsere Konferenzteilnehmer inklusive mir nicht genug vom ELK-Stack bekommen, den auch die verschiedenen Case Studies waren beeindruckend. Bei uns klassisch genutzt für Logfilemanagement machen viele Inputs und Outputs plötzlich Sinn wenn man die entsprechende Case Study hört, beispielsweise lassen sich die Wikipedia-Updates in IRC mitverfolgen oder es gibt mit Sysdig ein interessantes Werkzeug zur Überwachung der eigenen IT-Systeme.

Pall Sigurdsson zeigte “Pynag & Friends: Configuration APIs for rest, python and shell”. Pynag ist hierbei eine Art Schweizer Armeemesser mit Funktionen von Konfigurationsparser bis Library zur Plugin-Entwicklung für Nagios und seine “jüngeren und hübscheren Schwestern” Naemon, Icinga und Shinken. Und wiedermal beweisen die Case Studies wie Adagios und Monitoring Iceland sowie die Use Cases wie das Ändern von Schwellwerten in einer unbekannten Konfigurationsstruktur die Mächtigkeit des Tools.

“MonitoringLove with Sensu” von Jochen Lillich gab einen tiefen Einblick in die Infrastruktur und Funktionsweise von Sensu. Ich kann die Liebe für Monitoring verstehen die Sensu erzeugt, auch wenn viele Ansätze wie eine Message-Queue völlig konträr zu den Ansätzen von Icinga sind. Werkzeuge wie eine CLI und ein Bot als interaktive Schnittstelle zur Kommunikation mit dem Monitoring sowie ein einfacher Scale Out und natürlich eine große aktive Community sind einfach schön. Aber so ganz hat mich Amor dann auch nicht mit seinem Pfeil getroffen und ich bleibe dann doch bei Icinga. icon wink More config magic   OSMC 2014   Tag 2

Nach den informativen Vorträgen des Vormittags hatten sich alle Teilnehmer sowohl eine Mittagspause (wie immer mit einem Übermaß an Delikatessen) als auch gegebenenfalls eine entspannende Massage verdient.

Nach der Mittagspause ging es frisch gestärkt Bernd Ahlers und Michael Friedrich weiter, die in ihrem gemeinsamen Vortrag zum Thema “Log Monitoring simplified – Get the best out of Graylog2 & Icinga 2″ gezeigt haben was herauskommt wenn sich die Entwickler zweier Open Source Projekte zusammentun. Ein Ergebnis davon sieht man bereits im GELF-Writer für Icinga 2. Weitere zukünftige Früchte haben die beiden auch angedeutet die alle sehr spannend klingen und eine sehr gute Integration der beiden Lösungen ergeben wird.

Als vorletztes gab uns Falk Stern einen sehr tiefen Einblick in das “Monitoring mit Graphite” bei Xing, was vor allem gute Hinweise zum Thema Scaling gab, da man bei 18000 Metriken in der Sekunde doch so einiges an Arbeit investieren muss. Zu guter Letzt warf Sebastian Damm in seinem Vortrag “Monitoring VOIP Systems” eine Blick auf die Kernsysteme von Sipgate und wie dort sogar Themen wie Probleme in der Sprachqualität anhand von Kenngrößen automatisiert erkannt werden.

Zusammengefasst lässt sich sagen es war wieder eine erfolgreiche Konferenz mit informativen Vorträgen und interessanten Unterhaltungen und ich freu mich schon aufs nächste Jahr vom 16. bis 18. November 2015!

64.thumbnail More config magic   OSMC 2014   Tag 2

Autor: Dirk Götz

Dirk ist Red Hat Spezialist und arbeitet bei NETWAYS im Bereich Consulting für Icinga, Nagios, Puppet und andere Systems Management Lösungen. Früher war er bei einem Träger der gesetzlichen Rentenversicherung als Senior Administrator beschäftigt und auch für die Ausbildung der Azubis verantwortlich.

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