10 Jahre NETWAYS – Tim im Jubiläumsinterview

27 März, 2026

Sophia Laufer
Sophia Laufer
Marketing Manager

Sophia verstärkt NETWAYS seit April 2025 als Marketing Managerin und ist hauptsächlich für das Online-Marketing im Bereich Professional Services zuständig. In ihrer Freizeit ist sie gerne aktiv unterwegs, sei es im Fitnessstudio, auf dem Fahrrad oder zu Fuß. Ansonsten reist sie gerne und freut sich immer wieder neue Orte, Länder und vor allem kulinarische Köstlichkeiten zu entdecken.

von | März 27, 2026

This entry is Teil 16 von 16 in the series Firmenjubiläum - Langjährige Mitarbeiter erzählen

Herzlichen Glückwunsch zum 10-jährigen NETWAYS-Jubiläum! Seit 2016 ist er Teil des Teams und hat zunächst im Managed Services Umfeld gearbeitet, bevor er 2019 gemeinsam mit seinem Kollegen Marius die ITSM-Abteilung mit aufgebaut hat. Im Interview spricht Tim über prägende Momente, technische Veränderungen und darüber, warum kein Arbeitstag dem anderen gleicht. Los geht’s!

10 Jahre bist du nun schon bei NETWAYS, das ist eine beeindruckende Zeit! Wie bist du damals zu NETWAYS gekommen?

Ein sehr guter Freund und mittlerweile ehemaliger Azubi hat mir NETWAYS empfohlen. Also habe ich mich beworben und Seb hat mich kurz danach zu einem Gespräch eingeladen. Im Dezember 2015 hab ich eine Woche mit den Kollegen bei NMS gearbeitet, Systeme und Prozesse kennengelernt.

Im Februar 2016 ging’s dann richtig los. Ich glaub im März war schon die OSDC, bei der alle Kollegen in Berlin waren und ich im Büro alleine im kalten Wasser „saß“. Hat funktioniert, auch wenn ich damals schon etwas wie das sprichwörtliche Eichhörnchen bei Gewitter geschaut hab.

2019 hast du zusammen mit deinem Kollegen Marius die ITSM-Abteilung aufgebaut. Gab es Herausforderungen beim Start? Und worauf bist du besonders stolz?

Sicher, da gabs einige, die wir aber gut lösen konnten und uns auf eine super stabile Basis gebracht haben. Ich kannte Marius schon von anderen gemeinsamen Projekten, wir hatten auch einen guten Draht zueinander und sind da ziemlich schnell in einen Flow gekommen.

Die große Herausforderung kam dann aber natürlich im März 2020, wir sind mit dem Lockdown von einem Tag auf den anderen full remote gegangen und auch das haben wir erfolgreich geschafft. Sicher auch dank der Flexibilität, die NETWAYS wohl in den Genen trägt, so ein Home-Office Budget z.B. war nicht selbstverständlich oder überall verfügbar. Oder dass jeder ein Notebook mit Kamera hat und wir uns nicht mit Desktop PCs herumschlagen mussten.


Mittlerweile konnten wir unsere Infrastruktur beinahe komplett in Code abbilden und haben im Worst Case die Möglichkeit, auch auf der grünen Wiese wieder schnell einen laufenden Betrieb herzustellen.

Die größte Herausforderung bei NETWAYS hatte ich aber denke ich vor ITSM, als wir mit der Firma ins neue Büro umgezogen sind. Ein komplett neues Netzwerksetup, Einrichten von Räumen und Unterstützung beim Umzug allgemein, während auf der Baustelle noch der Gipsstaub rieselte und mir ein Ex-Arbeitskollege technisch, ein weiterer sprachlich half (mit meinem Moldawisch wäre ich nie in den Serverraum gekommen, Serbisch war der „Schlüssel“), sich dauernd ändernde Zeit- und Raumpläne und dann war ich selbst am Tag der Tage bei Rock im Park – ja, das war spannend.

Da sind Geschichten wie Rackneuverkabelung mit Sicherheitsdienstbesuch, ein samstäglicher Starface-Austausch, bei dem die Telefone erstmal nicht mehr funktionieren oder eine kokelnde USV am 6. Januar fast schon fad dagegen.

Du hast zuerst Lehramt und danach Informationsmanagement studiert. Wie hat dich das auf deine heutige Rolle als Senior Systems Engineer vorbereitet?

Puh, beim Informationsmanagement ist’s noch relativ klar, weil fachbezogen. Auch wenn ich nicht genau benennen kann, wann ich aktuell Dinge aus AlgoDat, OOPM oder Rechnungswesen anwende. Aber beides prägt natürlich das Mindset, erweitert den Horizont und damit den Werkzeugkasten, mit dem ich an Themen rangehen kann.

Aus dem Lehramt hab ich abgesehen von Englisch, das essenziell ist auch rausgezogen, wie ich mit Personen und deren Fragen umgehe. Wir sind ja nicht nur dafür zuständig, dass unsere Systeme laufen und gut sind, sondern auch dass sie für die Leute bei NETWAYS funktionieren. Tun sie das mal aus dem ein oder anderen Grund nicht, müssen wir auch zugänglich für die Fragen sein, die dann von den Kollegen kommen.

Klar hat der BOFH lustige Aspekte, daujones konnte ich irgendwann mal auswendig und die ein oder andere Spitze kann ich mir manchmal auch nicht verkneifen, aber ich will den Leuten nicht das Gefühl vermitteln, dass sie dumm sind, wenn sie oder nur als Bittsteller zu uns kommen. Ich hoffe, das klappt soweit und alle fühlen sich bei uns gut aufgehoben.

Was motiviert dich nach all den Jahren immer noch, jeden Tag mit guter Laune hierherzukommen?

Das wiederum ist einfach, weil der zweite Teil nicht stimmt. Immer gute Laune haben, das klappt zumindest bei mir nicht und dafür gibt es wahrscheinlich bei jedem eine Unzahl an Gründen. Was auf dem Weg ins Büro definitiv hilft, ist Musik auf den Ohren, am besten was zum Mitsingen, da kann dann die Rotphase auch mal zu kurz sein und der Stau auf der Gustav-Adolf-Straße nicht lang genug.

Dazu kommt, dass kein Tag wie der andere ist – das ist oft anstrengend, weil ich dann meine ToDo-Liste nur noch als Serviervorschlag sehen kann, aber die Abwechslung, die damit einhergeht, macht den Tag wieder spannend.

Und wie cool ist es bitte, gerade noch jemanden durch die verwirrende Klickstrecke beim Exchangeaccount in Outlook zu helfen, nur um im nächsten Moment den Mailversand für eine Konferenz, die mit uns von einem bundesweit bekannten Onlinemagazin veranstaltet wird, zu debuggen. Nebenan warten noch die Aufgaben wie „welche Glasfaser ist die richtige für was“, „warum installiert das Windows-System keine Updates“ oder „morgen fängt ein neuer Kollege an, habt ihr Hardware für ihn?“. Das kann auch manchmal überwältigend wirken, aber da hilft meistens ein Schritt zurück für eine andere Perspektive. Oder einfach mal im Team rumjammern, das nimmt den ersten Druck raus und gemeinsam findet sich – wieder die andere Perspektive – immer eine Lösung.

Du bist bei der Feuerwehr aktiv, spielst Theater und auch handwerklich begabt. Wie bekommst du all das unter einen Hut und was macht dir am meisten Spaß?

In letzter Zeit tat ich mich damit in der Tat ein wenig schwer, deswegen habe ich nach 12 ununterbrochenen Saisons dieses Jahr keine Schauspielrolle bei unserem Stück. Bei der Feuerwehr kommt mir zugute, dass die zeitaufwändigen Ausbildungen schon lange durch sind. Ansonsten versuche ich mich möglichst auf einen geplanten Termin pro Tag zu beschränken, weil eh noch weitere dazukommen. In einer rv-fit.de Maßnahme habe ich den ein oder anderen Kniff gelernt, versuche allgemein mehr Sport zu machen und hatte als „Elder Millenial“ in der Vergangenheit das Glück, nie in den Sog von Instagram, TikTok und so zu geraten. Ich hoffe, meine AdGuard Installation hilft mir weiterhin dabei, den größten Zeitfressern was entgegenzuhalten.

Spaß macht mir es meisten, wenn ich merke, wie ich bei Dingen besser werde und sie einfacher von der Hand gehen, weil ich die Anfängerfehler schon gemacht hab. Je mehr Dinge zum Ausprobieren da sind, desto mehr Dinge werden irgendwann einfacher.

Kochen ist ebenfalls eines deiner Hobbies. Was wäre das eine Gericht, das du jedem unbedingt mal servieren würdest?

Da würde ich so ziemlich alles von der Speisekarte bei mymumskitchen empfehlen. Meine Spaghetti mit selbst eingekochter Tomatensoße, Zucchini aus dem eigenen Garten und Räuchertofu finde ich auch recht solide. Frosta Pfannengerichte sind ähnlich günstig und schnell gemacht.

Ansonsten probiere ich mich gern in VHS Kursen aus und solche Angebote wie Cookionista mag ich auch.

NETWAYS ist für seine besondere Unternehmenskultur bekannt. Wie würdest du sie aus deiner Sicht als langjähriger Mitarbeiter beschreiben und was macht sie für dich besonders?

Offene Türen und Ohren. Klar, bei mittlerweile knapp 100 Leuten funktioniert das nur durch Eigeninitiative, aber wer will, der wird gehört. Andersrum kann man davon ausgehen, dass hinter einem „Nein“ nicht nur Negativität, sondern auch eine Abwägung steckt. Das heißt nicht, dass sich bei NETWAYS keine Dinge ändern, aber nur weil jetzt etwas schlecht ist, heißt das nicht, dass es das auch zum Zeitpunkt der Entscheidung war.

Dazu kommen so Dinge wie selbst organisierte Events und der hohe Anteil an wissbegierigen Auszubildenden, die mit dem restlichen bunten Mitarbeitern einfach ein offenes Klima schaffen. Jeder hat andere Erfahrungen gemacht und wer will kann diese Perspektiven teilen. Dennoch bleiben Rückzugsmöglichkeiten und wir haben schon auch Richtlinien, damit hier nicht alles auseinanderfasert.

Zum Abschluss: Was sind deine Ziele für die kommenden Jahre, beruflich bei NETWAYS und privat?

Privat steht einiges an, ich probiere mich z.B. an neuen Chillisorten und ein wenig Hydroponik. Letztes Weihnachten wurden mir Samen für eine Blumenwiese gewichtelt, die dürfen auch bald raus ins Grüne.
Dazu muss endlich die Wärmepumpe mit der PV reden und allgemein hat der Home Assistant noch viel zu viel freien RAM vom proxmox zugewiesen.

Beruflich sind die Ziele relativ leicht umrissen: die Leute sollen möglichst wenig mit mir zu tun haben müssen, sondern ungestört arbeiten können. Dazu kommt natürlich der allgegenwärtige Einfluss von KI auf unseren Berufsalltag und die Gesellschaft allgemein. Und ich kann schön einen Bogen zum Einstiegsblogpost von vor 10 Jahren schlagen, da ich seit kurzem wieder auf einem Mac gewechselt bin: Wo ist nochmal die Backslash-Taste?

Vielen Dank für das spannende Interview!

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