Wie bekomme ich meine Daten in Graylog?
- Auswahl eines Inputs: Im Graylog-Webinterface unter „System -> Inputs“ wählst Du den gewünschten Input-Typ aus, z. B. `Syslog UDP`, `GELF TCP` oder `Beats`. Die Wahl des richtigen Inputs hängt von der Art der Logs und der Quelle ab, aus der sie stammen.
- Input erstellen: Gib den Namen, Port und eventuelle weitere spezifische Einstellungen für den Input ein. Mit einem Klick auf „Launch new Input“ wird der Input aktiviert. Es ist wichtig, die Konfiguration genau zu prüfen, um sicherzustellen, dass die Daten korrekt empfangen werden.
- Test der Datenübertragung: Sende eine Test-Nachricht von einem Gerät oder einer Anwendung an den konfigurierten Input. Die Nachricht sollte im Graylog-Webinterface unter „Search“ sichtbar sein. Dies bestätigt, dass die Datenübertragung erfolgreich eingerichtet wurde.
Was im Hintergrund passiert:
- Datenfluss: Die Daten werden von der Quelle (z. B. einem Server) an den Graylog-Server gesendet. Das Graylog-Input empfängt diese Daten und legt sie im `Journal` ab, einer temporären Speicherzone im RAM, die für die Pufferung von Nachrichten verwendet wird.
- Persistierung: Das Graylog-System speichert die empfangenen Daten in Elasticsearch, einer dokumentenbasierten Datenbank, die für schnelle Such- und Analysemöglichkeiten optimiert ist. Elasticsearch ist der zentrale Speicherort, an dem die Daten dauerhaft abgelegt und für Abfragen zur Verfügung stehen.
Wie transformiere ich die Daten?
Verwendung von Pipelines

- Erstellung einer Pipeline: Unter „System -> Pipelines“ kannst Du eine neue Pipeline erstellen. Diese besteht aus einer Abfolge von Regeln, die auf die Daten angewendet werden. Pipelines ermöglichen es, komplexe Verarbeitungslogiken anzuwenden, bevor die Daten gespeichert werden.
- Regeln definieren: Regeln bestehen aus einer Bedingung und einer Aktion. Zum Beispiel könnte eine Regel Datenfelder umbenennen, extrahieren oder aggregieren. Eine Regel könnte so aussehen:
rule "extract_http_status"
when
has_field("message") AND contains(to_string($message.message), "HTTP")
then
let status = regex("HTTP\\/\\d\\.\\d\"\\s(\\d{3})", to_string($message.message));
set_field("http_status", status["0"]);
end
- Zuweisung der Pipeline zu einem Stream: Nachdem die Pipeline erstellt wurde, muss sie einem Stream zugewiesen werden. Ein Stream ist ein Filter, der bestimmt, welche Nachrichten durch die Pipeline fließen. Dies ermöglicht es, bestimmte Nachrichten basierend auf definierten Kriterien unterschiedlich zu behandeln.
Was im Hintergrund passiert:
- Nachrichtenverarbeitung: Wenn eine Nachricht über einen Input empfangen wird, überprüft Graylog, ob sie zu einem Stream passt. Wenn die Nachricht einem Stream zugeordnet werden kann, durchläuft sie die mit diesem Stream verbundenen Pipelines. Wenn die Nachricht keinem Stream zugeordnet wird, erfolgt keine Pipeline-Verarbeitung, und die Nachricht wird unverändert im „default“-Stream gespeichert.
- Transformation: Während der Pipeline-Verarbeitung werden die Nachrichtenfelder entsprechend den Regeln geändert oder ergänzt. Diese Transformationen können komplexe Änderungen umfassen, die sicherstellen, dass die Daten in der gewünschten Struktur gespeichert werden.
- Speicherung: Nach der Transformation wird die Nachricht in Elasticsearch gespeichert. Dort stehen die transformierten Daten für Suchanfragen und Analysen zur Verfügung.
Visualisierung und Analyse
Dashboards und Widgets
- Erstellung von Dashboards: Um die transformierten Daten visuell zu analysieren, kannst Du in Graylog Dashboards erstellen. Ein Dashboard besteht aus mehreren Widgets, die verschiedene Aspekte der Logs anzeigen, z. B. Histogramme, Kreisdiagramme oder einfache Zählungen. Dashboards bieten eine schnelle Übersicht über wichtige Metriken und Ereignisse.
- Widgets hinzufügen: Füge Widgets zu Deinem Dashboard hinzu, indem Du unter „Search“ eine Abfrage erstellst und das Ergebnis als Widget speicherst. Widgets können verschiedene Arten von Visualisierungen enthalten, die je nach Anforderung angepasst werden können.
Suchabfragen
- Erstellung von Suchabfragen: Mit der leistungsfähigen Suchsprache von Graylog kannst Du gezielt nach bestimmten Ereignissen suchen. Verwende Felder, Operatoren und Filter, um präzise Suchanfragen zu erstellen. Die Suchsprache ermöglicht es, komplexe Abfragen zu erstellen, die genau die gewünschten Daten extrahieren.
Was im Hintergrund passiert:
- Datenabruf: Suchabfragen werden an Elasticsearch gesendet, das die Daten indiziert hat. Die Ergebnisse werden dann im Graylog-Interface angezeigt. Die Indizierung sorgt dafür, dass Suchanfragen auch in großen Datenmengen schnell bearbeitet werden können.
- Visualisierung: Die abgerufenen Daten können in Echtzeit visualisiert und analysiert werden, um Trends zu erkennen oder Fehler zu identifizieren. Echtzeitanalysen helfen dabei, Probleme sofort zu erkennen und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen.
Zusammenfassung
Hast du Fragen oder benötigst du Hilfe, oder hast du Interesse an Graylog? Wir begleiten dich bei jedem Schritt – von der Konzeption bis zur erfolgreichen Umsetzung. Melde dich gerne bei unserem Team für eine unverbindliche Beratung!




























0 Kommentare