Ausbildung Julia – Mission completed

Ende Juli war es endlich soweit. Die letzte Prüfung war vorbei und somit auch meine Ausbildung bei NETWAYS. Schade? Auf der einen Seite schon, ja!

Es war nämlich ziemlich cool und vor allem spannend und abwechslungsreich, bei NETWAYS meine Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement zu machen! Ich kam erst im 2. Ausbildungsjahr zu NETWAYS, wurde sofort super aufgenommen und fing vorne im Frontoffice bei Finance&Administration an. Das war ein super Einstieg, um die Firma und ihre Abläufe kennenzulernen und ich habe mich sofort pudelwohl gefühlt.

Nach vier Monaten durfte ich dann für 8 Wochen bei Sales reinschnuppern, wo bereits neue Herausforderungen auf mich warteten: Viele technische Begriffe, viel Neuland, wo es sich erst einmal reinzufuchsen galt. Hier durfte ich mich mit BAREOS auseinandersetzen und den Content für unsere Webseite zusammenstellen.  Das hat mir sehr viel Spaß gemacht und mir als kaufmännischem Azubi in einer IT-Firma extrem viel für meine weitere Zeit bei NETWAYS gebracht. Schnell waren weitere zwei Monate vorbei und ich durfte weiter zur nächsten Abteilung hüpfen!

Die nächste Station war das Events&Marketing Team, welches mich sofort sehr herzlich aufgenommen hat. Auch hier warteten wieder allerhand neue spannende Themen auf mich. Wie schreibt man eigentlich eine Pressemitteilung und auf was muss bei Textanzeigen geachtet werden? Wie plant man eine Abendveranstaltung und was genau machen die da eigentlich immer auf den ganzen Konferenzen? Auf diese und viele weitere Fragen hatten Markus, Pamela und Co. stets eine Antwort parat. Und dann stand auch schon die erste spannende Exkursion auf dem Plan. Und zwar ging’s nach Berlin zur OSDC. Meine erste NETWAYS-Konferenz – herrje war ich da aufgeregt. Das einzige was ich vorher wusste war, dass es wohl ziemlich anstrengend werden würde! 🙂 Und genauso war’s auch. Aber wenn man so viel neues kennenlernt, überwiegt die Neugierde und der Spaß und der fehlende Schlaf wird zur Nebensache! Zu diesem Zeitpunkt wusste ich: Bei Events gefällt’s mir so gut, hier würde ich saugern bleiben. Aber eigentlich war ich als Azubi für Finance&Administration vorgesehen. Doch manchmal hat man das Glück auf seiner Seite. Und so bekam ich bald die Frage gestellt, ob ich nicht ganz bei Events&Marketing bleiben möchte. Freudestrahlend bejahte ich und so hatte ich mein Team gefunden – oder das Team mich. Wie auch immer, ich war überglücklich und so verbrachte ich die letzten 1,5 Jahre meiner Ausbildung hier. Mittlerweile fühle ich mich im Marketing zuhause und bin super glücklich, Kollegen zu haben, die sich sehr darum bemüht haben, dass ich einen Aufgabenbereich bekomme, der mir viel Spaß bereitet. Einfach war ich wahrlich auch nicht immer! 😉 Dass so gut auf einen Azubi eingegangen wird, ist sicherlich nicht selbstverständlich. Darum bin ich noch glücklicher, bei NETWAYS meine Ausbildung gemacht zu haben. Ich kann es jedem nur empfehlen, es lohnt sich!

Aber auf der anderen Seite bin ich natürlich auch überglücklich, dass die Ausbildung nun vorbei ist, ich ENDLICH nicht mehr zur Berufsschule muss, mehr Verantwortung übernehmen und auch weiterhin ein Teil von NETWAYS sein darf.

Und jetzt bleibt nur noch eins zu sagen: Danke für diese zwei wundervollen und lehrreichen Jahre als NETWAYS-Azubi! Das war spitze!

Und wenn auch DU Lust auf eine erstklassige Ausbildung hast und dich in einem jungen, sympathischen Team wohl und zuhause fühlst, solltest du dir mal unsere freien Stellen ansehen! Vielleicht ist ja genau das Richtige für dich dabei! Auf unserem Blog und in unserer Bildergalerie könnt ihr außerdem einen Eindruck davon bekommen, wie toll es bei uns ist und was wir neben der Arbeit alles für tolle Sachen machen! 🙂

 

 

Julia Hackbarth

Autor: Julia Hackbarth

Julia hat 2017 ihre Ausbildung zum Office Manager bei NETWAYS absolviert und währenddessen das Events&Marketing Team kennen und lieben gelernt. Besondere Freude bereiten ihr bei NETWAYS die tolle Teamarbeit und vielseitige Herausforderungen. Privat nutzt Julia ihre freie Zeit, um so oft wie möglich über's Handballfeld zu flitzen und sich auszutoben. In ihrer neuen Rolle als Marketing Managerin freut sie sich auf spannende Aufgaben und hofft, dass ihr die Ideen für kreative Texte nicht so schnell ausgehen.

Open Source Monitoring Conference 2017 – Stay tuned!

OSMC 2017 | The worldwide leading conference on open source monitoring solutions
November 21 to 24 | Nuremberg

In 10 parts of this series, we will give you some valuable information about the conference as well as some impressions of the last years.

What is the OSMC about?
The bilingual conference focuses on the latest trends and developments on open source monitoring solutions and offers a unique opportunity to meet the open source community
and to gain valuable expertise. The thematic focus is broadly diversified and equally suited for beginners and advanced users.

What makes the OSMC unique?
The conference offers Interesting talks with a real benefit for the attendees, as well as hands-on workshops to expand your knowledge and monitoring know- how.
Due to the great success in the past two years, we are again offering a hackathon, which is bookable as an add-on.

We’re very excited and would be happy to welcome you to Nuremberg in November!

And now, have a look at this high class talk of the Icinga Team!

 

Julia Hackbarth

Autor: Julia Hackbarth

Julia hat 2017 ihre Ausbildung zum Office Manager bei NETWAYS absolviert und währenddessen das Events&Marketing Team kennen und lieben gelernt. Besondere Freude bereiten ihr bei NETWAYS die tolle Teamarbeit und vielseitige Herausforderungen. Privat nutzt Julia ihre freie Zeit, um so oft wie möglich über's Handballfeld zu flitzen und sich auszutoben. In ihrer neuen Rolle als Marketing Managerin freut sie sich auf spannende Aufgaben und hofft, dass ihr die Ideen für kreative Texte nicht so schnell ausgehen.

“Willkommen auf der dunklen Seite der Macht, Alexander …”

Nein, ich meine nicht die antagonistische Fraktion aus einer sehr populären Filmreihe (deren Name nicht genannt werden muss), sondern die Apple-Fraktion bei NETWAYS.

Letzten Monat habe ich nämlich meine Ausbildung zum Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung abgeschlossen und wurde in die Development-Abteilung übernommen.

Neuer Status – neues Gehalt, neue Aufgaben … und neues Arbeitsgerät. Ich habe mich bewusst für ein MacBook Pro entschieden, weil auf dieser Plattform sehr vieles viel besser und einfacher funktioniert und ich nicht bei jeder Kleinigkeit erst den Linux-Kernel patchen und neu kompilieren, SELinux abschalten oder die IPTables-Regeln anpassen muss. 😉

Wer weiß wann ich mit dem nächsten Kunden von Angesicht zu Angesicht zu tun haben werde – diesbzgl. will ich keine Risiken eingehen.

Abstriche muss ich keine machen – schließlich bietet MacOS X alles, was das Entwickler-Herz begehrt. Außer vielleicht …

Container

Auf Linux haben sie sich breit gemacht wie ein Türsteher: Docker, LXC, LXD und wie sie alle heißen. Auch BSD macht mit seinen Jails keine Kompromisse in Sachen Virtualisierung und Sicherheit.

Umso mehr wundert es mich, dass das BSD-basierende MacOS X dieses Feature nicht übernommen hat. Aber es wäre kein *nix-System, wenn man das nicht mit ein wenig Geschick nachrüsten könnte …

Dann eben so …

Auf meinem alten Arbeitsgerät habe ich Ubuntu 16.04 verwendet. Diese GNU/Linux-Distribution enthält von Haus aus LXD in den Paketquellen, womit ich in einer leichtgewichtigen und sicher isolierten Umgebung mal schnell was ausprobieren konnte.

Dieses Werkzeug kann ich mit einer Virtuellen Maschine problemlos weiterhin verwenden – nicht nur in der VM selbst, sondern auch vom Mac-Host aus. Genau dafür braucht man das o. g. “wenig Geschick” …

LXD Server einrichten

Man logge sich in die VM ein und erlange Administratorrechte. Dann installiert man LXD und richtet diesen darauf hin ein:

$ sudo -i
(...)
# apt install lxd
(...)
# lxd init
Name of the storage backend to use (dir or zfs) [default=dir]: 
Would you like LXD to be available over the network (yes/no) [default=no]? yes
Address to bind LXD to (not including port) [default=all]: 
Port to bind LXD to [default=8443]: 
Trust password for new clients: 
Again: 
Do you want to configure the LXD bridge (yes/no) [default=yes]?

Fast alle Abfragen des Installations-Assistenten können bedenkenlos mit der Eingabetaste bestätigt werden. Die von mir hervorgehobene Frage allerdings muss mit “yes” beantwortet werden – ansonsten fällt die Nutzung vom Host aus ins Wasser. Außerdem muss ein einigermaßen sicheres Passwort gewählt werden.

Der Frage nach der “LXD bridge” folgt ein weiterer, “pseudo-grafischer” Installations-Assistent. Dessen Fragen kann man ausnahmslos mit der Eingabetaste bestätigen.

Des weiteren wird später die IP der VM benötigt:

# ifconfig
enp0s5    Link encap:Ethernet  HWaddr 00:1c:42:8b:e9:ba  
          inet addr:10.211.55.19  Bcast:10.211.55.255  Mask:255.255.255.0
          inet6 addr: fdb2:2c26:f4e4:0:880a:a527:1a6:1130/64 Scope:Global
          inet6 addr: fdb2:2c26:f4e4:0:fc54:870c:56af:cba0/64 Scope:Global
          inet6 addr: fe80::fbc7:ab4d:d29f:e227/64 Scope:Link
(...)

lo        Link encap:Local Loopback  
          inet addr:127.0.0.1  Mask:255.0.0.0
          inet6 addr: ::1/128 Scope:Host
(...)

lxdbr0    Link encap:Ethernet  HWaddr 00:00:00:00:00:00  
          inet addr:10.83.127.1  Bcast:0.0.0.0  Mask:255.255.255.0
          inet6 addr: fdb3:61e3:ffb6:f62f::1/64 Scope:Global
          inet6 addr: fe80::4024:c9ff:fe4a:691b/64 Scope:Link
(...)

LXD Client einrichten

Da die Entwickler von LXD sich bemüht haben, nicht von Linux-spezifischen Funktionalitäten Gebrauch zu machen, funktioniert der LXD Client auch auf MacOS. Den muss man nur noch vom LXD Server in Kenntnis setzen.

Sobald das getan ist, kann auch schon der erste Container in Betrieb genommen werden.

$ brew install lxc
(...)
$ lxc remote add u1604vm 10.211.55.19
Certificate fingerprint: a761f551dffdf47d9145da2aa16b4f6be242d960ce1697994c969e495b0724fd
ok (y/n)? y
Admin password for u1604vm:
Client certificate stored at server:  u1604vm
$ lxc launch ubuntu:16.04 u1604vm:test1
Creating test1
Starting test1ge: rootfs: 100% (37.78MB/s)
$ lxc exec u1604vm:test1 -- bash
root@test1:~# man perlfunc

Fazit

Es muss nicht immer Docker sein.

Gerade wenn das Testsystem sich möglichst so verhalten soll wie eine VM oder eine Physische Maschine ist LXD auf jeden Fall einen Blick Wert – auch auf dem Mac.

Alexander Klimov

Autor: Alexander Klimov

Alexander hat 2017 seine Ausbildung zum Developer bei NETWAYS erfolgreich abgeschlossen. Als leidenschaftlicher Programmierer und begeisterter Anhänger der Idee freier Software, hat er sich dabei innerhalb kürzester Zeit in die Herzen seiner Kollegen im Development geschlichen. Wäre nicht ausgerechnet Gandhi sein Vorbild, würde er von dort aus daran arbeiten, seinen geheimen Plan, erst die Abteilung und dann die Weltherrschaft an sich zu reißen, zu realisieren - tut er aber nicht. Stattdessen beschreitet er mit der Arbeit an Icinga Web 2 bei uns friedliche Wege.

SSL leicht gemacht – Zertifikat einbinden (Apache2)

This entry is part 1 of 3 in the series SSL leicht gemacht

In meinem letzten Blogpost habe ich über die Erstellung eines Keyfiles und eines CSR geschrieben. Im zweiten Teil meiner Serie SSL leicht gemacht zeige ich den nächsten Schritt und beschreibe die Einrichtung des Zertifikates mittels der Webserversoftware Apache.

Bestandsaufnahme:
nun sollten folgende Dateien vorhanden sein

  • selbst erstellt
    • CSR (in unserem Beispiel netways.de.csr)
    • Privatekey (netways.de.key)
  • von Zertifizierungsstelle erstellt und übermittelt
    • cert.cabundle
    • certificate.crt

Diese Zertifikatsdateien können jetzt auf dem Webserver eingerichtet werden.

Als nächstes werden die Zertifikatsdateien im korrekten Verzeichnis abgelegt. Hierzu eignet sich zum Beispiel /etc/apache2/ssl/netways.de/. Hier sollte die Zusammengehörigkeit der einzelnen Dateien noch einmal überprüft werden. Der CSR wird übrigens nicht mehr benötigt und kann gelöscht werden.
Apache kann im Moment noch nichts mit den Zertifikatsdateien anfangen und noch lernen “SSL zu sprechen”. Dazu wird ein SSL-VHost eingerichtet. Als Basis hierfür kann der abzusichernde VHost vorerst kopiert werden.

cp /etc/apache2/sites-available/001-netways.de.conf /etc/apache2/sites-available/001-netways.de-ssl.conf

Diese neue SSL-Config wird nun angepasst, damit der Apache nun weiß, was er zu tun hat.

Innerhalb der nun betreffenden VHost-Definition werden nun noch ein paar Paramater für SSL angegeben

SSLEngine on
 SSLCertificateKeyFile /etc/apache2/ssl/netways.de/netways.de.key
 SSLCertificateFile /etc/apache2/ssl/netways.de/certificate.crt
 SSLCertificateChainFile /etc/apache2/ssl/netways.de/cert.cabundle

Übrigens in der Einleitung der VHost-Definition (i. d. R. ganz oben in der neuen Datei) sollte der angegebene Port 80 auf 443 geändert werden.

<VirtualHost 123.456.789.012:80> auf <VirtualHost 123.456.789.012:443>

Abschließend wird der Apache noch um ein paar Funktionalitäten erweitert (SSL und der neue VHost wird aktiviert):

a2enmod ssl
a2ensite 001-netways.de-ssl.conf
service apache2 restart

Der VHost ist nun zusätzlich mit SSL abgesichert und in unserem Beispiel via https://netways.de und http://netways.de erreichbar. Ob alles geklappt hat, sieht man nun am erfolgreichen Verbindungsaufbau via HTTPS oder kann es zum Beispiel bei SSL Labs ausführlich prüfen lassen.

Die Namensgebung der Zertifikate unterscheidet sich von Zertifizierungsstelle zu Zertifizierungsstelle und kann auch mal mit .pem bezeichnet sein usw. Dies kann “ignoriert” werden und beliebig selbst in der Config auf die neuen Endungen angepasst werden. Auch eine Umbenennung der Dateien auf das eigene Schema ist ein möglicher Lösungsansatz.

In den anderen (teilweise noch kommenden) Blogposts zum Thema SSL leicht gemacht geht es um:

Übrigens: Zertifikate müssen nichts kosten. Eine Alternative mittels Letsencrypt ist hier beschrieben.

Georg Mimietz

Autor: Georg Mimietz

Georg kam im April 2009 zu NETWAYS, um seine Ausbildung als Fachinformatiker für Systemintegration zu machen. Nach einigen Jahren im Bereich Managed Services ist er in den Vertrieb gewechselt und kümmerte sich dort überwiegend um die Bereiche Shop und Managed Services. Seit 2015 ist er als Teamlead für den Support verantwortlich und kümmert sich um Kundenanfragen und die Ressourcenplanung. Darüber hinaus erledigt er in Nacht-und-Nebel-Aktionen Dinge, für die andere zwei Wochen brauchen.

Monthly Snap July < Icinga Director, OSBConf, Braintower, SSL, Apply For, Nextcloud, Web Accelerator, ...

July started with lots of heat and Isabel told us how to recognize heat with HW Group STE2.
Florian went on with some simple examples for Flexbox in practice and Dirk told us about automated Monitoring with Puppet and the Icinga 2 Agent.
Christian gave an insight behind the scenes of our webinars and Julia announced the Foreman Birthday party at NETWAYS.
Bernd contuinued with his Blogpost on mistakes and how to deal with while Isabel announced the new Software Update for the Braintower SMS Gateway.
Gabriel went on with how to administrate Nextcloud using CLI and Julia gave 7 reasons to join the Open Source Backup Conference.
Martin K. explained the benefits of Web Accelerator and Georg told us how to simplify SSL. Later in July, Gunnar gave an insight in tracking tasks with Todoist and the Icinga Director News were announced by Thomas G. July ended up with the announcement of 24/7 Braintower Support by Isabel and Tobi’s video on Apply services and Apply For in the Icinga Director.

Julia Hackbarth

Autor: Julia Hackbarth

Julia hat 2017 ihre Ausbildung zum Office Manager bei NETWAYS absolviert und währenddessen das Events&Marketing Team kennen und lieben gelernt. Besondere Freude bereiten ihr bei NETWAYS die tolle Teamarbeit und vielseitige Herausforderungen. Privat nutzt Julia ihre freie Zeit, um so oft wie möglich über's Handballfeld zu flitzen und sich auszutoben. In ihrer neuen Rolle als Marketing Managerin freut sie sich auf spannende Aufgaben und hofft, dass ihr die Ideen für kreative Texte nicht so schnell ausgehen.

Was gibt’s Neues vom Director?

Gleich zwei neue Releases stehen an, und während die v1.3.2 bereits vor einer Woche inoffiziell getagged wurde, werden bei der v1.4.0 gerade noch die letzten Kanten rund geschliffen. Wenn nichts dazwischen kommt werden dann Anfang nächster Woche beide gemeinsam offiziell angekündigt werden.

Director v1.4.0 Dashboard

Director v1.4.0 Dashboard

Warum aber gleich zwei Releases auf einmal?

Director v1.4.0 versucht zwar, optisch möglichst nah an seinem Vorgänger zu bleiben, ist aber unter der Haube in großen Teilen komplett neu. In diesem Zuge haben wir die System-Anforderungen minimal erhöht, PHP 5.4 anstelle von PHP 5.3 ist jetzt vonnöten. Wer beste Performance und minimalen Ressourcenverbrauch schätzt, sollte auf 7.x wechseln.

Property Modifier "Combine"

Property Modifier “Combine”

PHP 5.4 sollte in allen aktiv von uns unterstützten Linux-Distributionen verfügbar sein, lediglich Nutzer von RHEL/CentOS 6.x müssten deren Konfiguration auf die in den offiziellen SCLs (Software Collections) vorhandenen Pakete umstellen. Das Standardverhalten beim Packaging von Icinga Web 2 werden wir vermutlich heuer noch entsprechend umbauen.

Property Modifier "Array Filter"

Property Modifier “Array Filter”

Für all jene, die jetzt auf die Schnelle nicht umstellen können/wollen ist die neue Version 1.3.2 gedacht. Diese enthält eine ganze Menge kleinerer und größerer Bugfixes, welche seit der 1.3.1 entstanden sind. Zudem haben wir ein paar neue nützliche Import Property Modifier einfließen lassen. Da sie am bestehenden Verhalten nichts ändern, durften sie gemeinsam mit ein paar neuen CLI-Befehlen mit in dieses Patch-Release:

Einfachere Suche, flexiblere Tabellen

Sämtliche Tabellen unterstützen intern zwar weiterhin unsere mächtigen Filter-Funktionen, stellen in der GUI aber vorerst nur noch ein einfaches Suchfeld bereit. Einfach testen, mehrere Wörter kombinieren, auch wenn diese in unterschiedlichen Spalten stecken – es sollte ziemlich intuitiv sein.

Beim Umbau der Tabellen sind neue generische Features entstanden. So konnten wir ohne großen Aufwand an mehreren Stellen historische Darstellungen säuberlich nach Tagen getrennt übersichtlicher gestalten.

Director Deployment History

Historie der Deployment

 

Template Choices

Der Director trennt strikt zwischen Objekten und Templates und erlaubt bestimmte Optionen nur an Templates. Das hat einen einfachen Grund: Templates sollen von Icinga-Admins betreut werden, “normale” Objekte (also Hosts und Services) sollen aber durchaus Systembetreuer nutzen dürfen, die sich nicht täglich um’s Monitoring kümmern. Alles was potentiell “gefährlich” sein kann wird aus dem Grund dort nicht angeboten.

Host Template Choices: Dashboard, Table

Host Template Choices: Dashboard, Tabelle

Nun ist es aber nicht gerade intuitiv, bei jedem zweiten Host zusätzlich ein Template namens “Schnelle Checks” einzubinden. Also erstellt man sich jetzt sogenannte Choices, gibt denen einen schönen Namen – und bietet sie auf diese Weise elegant im Formular an.

Template Choice in Action

Template Choices in Aktion

 

Schnelleres Arbeiten mit einzelnen Services

Die letzten Director-Releases kamen mit so einigen neuen Tricks. Gerade die “Variable Overrides” werden gern genutzt. Sie erlauben das Ändern von Schwellwerten für einzelne Hosts auch dann, wenn der zugehörige Service eigentlich via Apply-Rule erstellt wird.

Mehrere Services auswählen

Die Version 1.4.0 legt jetzt den Fokus auf schnelleres Arbeiten mit einzelnen Services. Neu ist eine Übersicht aller Einzel-Services auf allen Hosts. Von hier kann man mit SHIFT/STRG-Klick mehrere Services auswählen und gemeinsam anpassen. Oder löschen. Selbiges geht auch in die andere Richtung bei den Hosts: mehrere auswählen, Service oder Service Set hinzufügen, wählen, speichern:

Mehrere Services auf einmal bearbeiten

Mehrere Services auf einmal bearbeiten

Autocompletion

Neu an Board ist endlich ein Mechanismus zur Autovervollständigung. Dieser hat bereits so einige Dropdownfelder abgelöst und wird in Zukunft noch intensiv für weitere Aufgaben genutzt werden.

Autovervollständigung

Autovervollständigung

Gerade Formulare welche potentiell viele Objekte verknüpfen müssen, können wir damit jetzt schonend für den Browser umsetzen. Dependencies, Ein Punkt der schon lange auf der Wunschliste steht, kommen damit jetzt in Reichweite!

Neue Dashboards und Dashlets

Wie schon der Screenshot eingangs gezeigt hat: das Dashboard wurde umgestaltet und aufgeräumt. Die Tabs passen zu den Dashlets, wenn man umschaltet wird optisch hervorgehoben, wo man sich befindet. Aber nicht nur das, es kamen viele neue Unter-Dashboards hinzu. Und, neu in Kombination mit den Tabs: im Zweispalten-Modus macht ein Doppelklick auf den Tab-Titel jetzt die aktuelle Spalte “groß”.

Mobiles Director Dashboard

Mobiles Director Dashboard

Das Layout wurde übrigens für breitere Bildschirme auf ein 50/50 Spaltenverhältnis umgestellt, statt wie bisher 33/66. Sehr viele Verbesserungen gab es auch beim mobilen Layout. Dashboards sind dort jetzt angenehmer und auch die Formulare wurden für mobile Nutzung optimiert:

Formulare - mobile

Formulare – mobile

Vererbung ist alles

Bugs im Template-Baum wurden gefixt, und ganz neu ist eine Übersicht welche die Nutzung von Templates anzeigt:

Template-Baum

Template-Baum

Zudem werden Apply-Regeln für Hostgruppen jetzt voll aufgelöst und Gruppenmitglieder sowie der Typ der Mitgliedschaft (direkt oder via Apply) werden angezeigt.

Benutzung von Templates

Benutzung von Templates

Berechtigungen

Damit wären wir auch schon beim nächsten Thema. Das Auflösen von Vererbung und Apply-Regeln erlaubt uns jetzt endlich, entsprechende Restrictions freizugeben. Begonnen haben wir mit dem was einige unserer Kunden am dringendsten benötigt hatten. Hostgruppen, unterschiedliche Prefix-basierte Filter, sogar einzelne Einträge in Data Lists können jetzt nur für bestimmte Rollen freigegeben werden.

Genutzte Custom Variablen

Eher an Admins richtet sich ein neues Feature, das eine Übersicht aller benutzten Custom Variablen und deren Varianten anzeigen kann:

Übersicht Custom-Variablen

Übersicht Custom-Variablen

Genutzte Varianten einer bestimmten Variable

Genutzte Varianten einer bestimmten Variable

An dieser Stelle möchten wir in Zukunft noch die Möglichkeit anbieten, gleich an Ort und Stelle umfangreiche Massen-Changes und Aufräumarbeiten vornehmen zu können.

Stark überarbeitet wurde übrigens auch die Inspect-Funktionalität. Wer tiefer in den Core blicken möchte findet dort jetzt detaillierte Informationen zu den verfügbaren Eigenschaften und Methoden der unterschiedlichen Objekt-Typen. Auch der aktuelle Status der einzelnen Komponenten lässt sich abrufen, wenn auch noch nicht sehr schön formatiert.

VMware vSphere/ESXi Import

Diese Funktionalität wurde im Kundenauftrag als dediziertes Icinga Web 2 Modul entwickelt. Vorerst stellt es “nur” eine Import-Quelle für den Icinga-Director bereit. Wir haben damit aber noch so einiges vor. So möchten wir das Modul so aufbohren, dass es in einem kleinen eigenen DB-Schema ein Subset der in vSphere verfügbaren Informationen vorhält und ständig aktuell hält.

VMware vSphere Import

VMware vSphere Import

Festhalten wollen wir vor allem:

  • Welche VM mit welchen Eigenschaften seit wann wo läuft
  • Eine Historie der Migrationen
  • Ein paar wenige aggregierte aktuell Kennzahlen/Performancewerte

Diese Informationen möchten wir dann gleich mehrfach nutzen:

  • Für schnellere und schonendere Check-Plugins, da diese darauf verzichten können bei jedem Aufruf mit teuren API-Abfragen die benötigten Komponenten zu suchen
  • Für ein kleines Visualisierungsmodul
  • Um Zusatz-Informationen via Hook anderen Modulen in Icinga Web 2 bereitzustellen, in erste Linie natürlich dem zentralen Monitoring-Modul.

Bei der Entwicklung wurde auf sämtliche SDKs von VMware verzichtet. Mit selbigen hatten wir bisher keine guten Erfahrungen gesammelt. Probleme beim Upgrade, Inkompatibilitäten anderen Bibliotheken und/oder je nach Sprache auch einfach vollständiger Entwicklungsstillstand machten das Leben schwer.

Bei diesem Modul sind wir jetzt einen anderen Weg gegangen und nutzen zu 100% eigenem Code. Der deckt natürlich nicht die volle API ab – aber all das was wir brauchen. Damit fällt einiges an Overhead weg, und wir haben bei Bedarf die Möglichkeit viel flexibler auf Inkonsistenzen bei neuen Releases reagieren zu können. Wir sprechen direkt mit der SOAP-Schnittstelle und schaffen es damit, einen ziemlich breiten Bereich von vSphere- und ESXi-Versionen abdecken zu können. Für Nutzer des Moduls heißt das: runterladen, aktivieren, loslegen.

Es wird jedenfalls nicht langweilig. Und in diesem Sinne wünsche ich schon mal ein schönes Wochenende!

Thomas Gelf

Autor: Thomas Gelf

Der gebürtige Südtiroler Tom arbeitet als Principal Consultant für Systems Management bei NETWAYS und ist in der Regel immer auf Achse: Entweder vor Ort bei Kunden, als Trainer in unseren Schulungen oder privat beim Skifahren in seiner Heimatstadt Bozen. Neben Icinga und Nagios beschäftigt sich Tom vor allem mit Puppet.