kostenfreie TLS-Zertifikate mit Let’s Encrypt

Let’s Encrypt hat seit gut einem Jahr die Testphase verlassen und verteilt fleißig Zertifikate – kostenfrei versteht sich. Wo anfangs in der Testphase “nur” wenige Millionen Zertifikate ausgegeben wurden, ist diese Zahl inzwischen kräftig gewachsen – Tendenz steigend. WordPress und andere Dienste setzen Let’s Encrypt in breitem Maße ein um das Internet ein bisschen besser (sicherer) zu machen.

Neben der reinen Absicherung der Verbindung hilft ein Zertifikat noch beim Ranking und dem lästigen Wegklicken von Sicherheitswarnungen bei selbstsignierten Zertifikaten, beispielsweise bei Testumgebungen. Chrome bemängelt seit der Version 39 auch die Sicherheit von normalen HTTP-Verbindungen und kennzeichnet diese als “nicht sicher”.

Die Zertifikate von Let’s Encrypt sind nicht besser oder schlechter als andere Zertifikate – nur kosten sie nichts und sind nicht so lange gültig – durch Automatismen zur Erneuerung eher ein Vorteil als ein Nachteil. Bei Let’s Encrypt gibt es keine Wildcard- oder EV-Zertifikate, wenn der Wunsch nach diesen besteht, greift man lieber zu kommerziellen Produkten. Auch wenn die Validierung mehr Sicherheiten bringen soll, als eine Domain-Validierung (hier wird ein Hash in einem vhost hinterlegt und von Let’s Encrypt geprüft), wird einem ein kommerzielles Produkt nahe gelegt.

Also eignen sich die Zertifikate für folgende Anwendungsfälle: Basisabsicherung von Diensten, wo sonst keine Verschlüsselung unbedingt notwendig wäre (z. B. WordPress-Blog), Absicherung von Staging-Systemen, Absicherung als kostenfreie Zugabe des Hosters, Absicherung von internen Diensten und zur Absicherung von privaten Websiten.

Aber wie kommt man nun zu den Zertifikaten?

Hier gibt es verschiedene Wege, allerdings gehe ich nur kurz auf die Command-Line basierte Beantragung ein. Dafür wird von Let’s Encrypt selbst der Certbot empfohlen, der bringt alles mit.

Nach dem Download / der Installation des Certbots (hier kommt es auf die Distribution an) kann dieser mittels dem einfachen Aufrufs

./certbot-auto

starten. Jetzt werden die weiteren Abhängigkeiten noch aus dem jeweiligen Paketmanager nachinstalliert. Ein Wizard startet und fragt welche Domains abgesichert werden sollen und ob ein automatischer (sicherer) redirect von HTTP auf HTTPS erfolgen soll (Hierzu werden Rewrite-Rules in der VHost-Config angelegt). Der Rest geht von alleine, eine CSR wird erstellt, ein vhost für die Domain-Validierung wird angelegt, es wird von extern gecheckt, ob der String im vhost erreichbar ist, Zertifikat wird ausgeteilt und gleich eingerichtet.

Achtung, nachdem der Wizard angestoßen wurde, wird mehrfach der Webserver neugestartet und Configfiles verändert. Für eine alternative Beantragung mit mehr Eigenverantwortung bitte die Hinweise zu certonly und webroot lesen.

Zertifikat nur 90 Tage gültig – was tun?

Die TLS-Zertifikate von Let’s Encrypt sind nur 90 Tage gültig. Die Beweggründe hierfür sind unterschiedlich. Aber aus meiner Sicht ist dies ein wesentlicher Sicherheitsvorteil. Damit es zu keinen Zertifikatsfehlern kommt, heißt es hier im richtigen Moment die Erneuerung der Zertifikate anzustoßen. Denn ein neues Zertifikat bekommt man erst kurz vor Ablauf des alten Zertifikates. An dieser Stelle komme ich an die vormals angesprochenen Automatismen zurück. So reicht es eigentlich täglich 1-2x einen Cron laufen zu lassen:

./certbot-auto renew

Durch dieses Kommando schaut der Certbot beim jeweiligen Lauf des Crons, ob das Zertifikat in Kürze abläuft. Wenn ja, wird ein neues Zertifikat beantragt und hinterlegt, wenn nicht meldet sich der Certbot nur mit einer kurzen Meldung im Log:

INFO:certbot.renewal:Cert not yet due for renewal

Auch hier sicherheitshalber nochmal der Hinweis, dass alle Abhängigkeiten beim renew aktualisiert werden (zu vermeiden mit dem –no-self-upgrade Flag). Desweiteren wird auch wieder ein vhost angelegt und der Webserver-Dienst durchgestartet.

Auch unsere Kunden mit komplexen Setups hinter Loadbalancern und HA-Clustern können von Let’s Encrypt profitieren – wir bauen hierzu die passende Lösung.

Freuen wir uns auf die nächsten Jahre, der wichtigste Schritt wurde bereits gemacht. Wer bei uns Kunde ist, kann schon heute von diesem tollen Service profitieren.

Georg Mimietz

Autor: Georg Mimietz

Georg kam im April 2009 zu NETWAYS, um seine Ausbildung als Fachinformatiker für Systemintegration zu machen. Nach einigen Jahren im Bereich Managed Services ist er in den Vertrieb gewechselt und kümmerte sich dort überwiegend um die Bereiche Shop und Managed Services. Seit 2015 ist er als Teamlead für den Support verantwortlich und kümmert sich um Kundenanfragen und die Ressourcenplanung. Darüber hinaus erledigt er in Nacht-und-Nebel-Aktionen Dinge, für die andere zwei Wochen brauchen.

NETWAYS auf der akademika 2017!

Vom 23.-24. Mai sind wir als Aussteller bei der NürnbergMesse vertreten, wenn Studenten, Absolventen und Young Professionals der Fachrichtungen Ingenieurwesen, Informatik und Wirtschaftswissenschaften Deutschlands größte und besucherstärkste Job-Messe besuchen.

Bereits zum 17. Mal findet die Recruitung Messe nun erfolgreich statt und zieht jedes Jahr mehrere tausend Besucher an, die alle ein Ziel haben: Ihren persönlichen Traumjob finden!

Neben 150 anderen Ausstellern findest du auch uns an beiden Messetagen in strahlendem NETWAYS-Orange im NürnbergConvention Center West, Halle 12.

Hier kannst du erfahren, was wir an der Arbeit mit Open Source lieben und in welchen Bereichen du bei uns arbeiten und dich weiterentwickeln kannst. Außerdem stehen wir natürlich für persönliche Gespräche zur Verfügung

Außerdem gibt‘s im Rahmen der Messe auch unterschiedliche, interessante Vorträge mit Unternehmenspräsentationen, Infos zum Arbeitsmarkt und Branchentrends, sowie Bewerbungstipps.

Komm vorbei, schau, was wir dir tolles bieten können und warum vielleicht genau DU der/die Richtige für NETWAYS bist! Es lohnt sich also allemal, wir sehen uns!                                                                                    

Hier die Daten zur akademika 2017:
Wann: 23 & 24. Mai 2017,
WoNürnbergMesse | NCC West, Halle 12

 

Vanessa Muschweck

Autor: Vanessa Muschweck

Vanessa ist Head of Finance und gleichzeitig unsere Bilanzbuchhalterin. Ihr Motto ist "Keine Buchung ohne Beleg" und das setzt sie auch konsequent durch, worunter sowohl alle reisenden Consultants, als auch die Chefetage manchmal (natürlich berechtigt) zu leiden haben. In ihrer Freizeit macht sie regelmässig Yoga, um sich anschließend wieder alle Wirbel beim Chiropraktiker einrenken zu lassen.

Highly exciting, informative and unique: Programme for OSDC 2017 is fixed!

After the successful Call for Papers for the Open Source Data Center Conference, we proved a multitude of great proposals and created the thematic areas.
There are 24 simply stunning presentations on the topics CONTAINERS&MICROSERVICES, CONFIGURATION MANAGEMENT, TESTING METRICS&ANALYSIS and TOOLS&INFRASTRUCTURE.

Amongst others, we’re happy to welcome

• Mathias Meyer | Travis CL | Build the Home of Open Source testing, Without Datacenter
• Seth Vargo | HashiCorp |Taming the Modern Data Center
• Mandi Walls | Chef | Building Security Into Your Workflow with InSpec
• James Shubin | RedHat | MGMT Config: Autonomous systems
• Casey Callendrello | CoreOS | The evolution of the Container Network Interface
• Monica Sarbu | Elastic | Collecting the right data to monitor you infrastructure

… and much more.

We’re happy to welcome all these top-class speakers in Berlin.

In addition to the speeches, there are three workshops on the topics „Graylog – Centralized Log Management“, „Mesos Marathon – Orchestrating Docker Containers“ and „Terraform – Infrastructure as Code“.

In the evening of the second conference day, we invite all attendees to our special evening event in a relaxed and convivial atmosphere. Take some drinks and enjoy the buffet including various culinary delights. In this casual setting, you have the opportunity to meet other attendees or speakers.

Don’t miss the OSDC, it will be great! 

Julia Hackbarth

Autor: Julia Hackbarth

Julia ist seit 2015 bei NETWAYS. Sie hat im September ihre Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement gestartet. Etwas zu organisieren macht ihr großen Spaß und sie freut sich auf vielseitige Herausforderungen. In ihrer Freizeit spielt Handball eine große Rolle: Julia steht selbst aktiv auf dem Feld, übernimmt aber auch gerne den Part als Schiedsrichterin.

AB HEUTE LIVE: NWS – NETWAYS Web Services

Im kleinen Kreis haben wir unsere neue Plattform bereits auf der OSMC gezeigt, ab heute sind wir aber für alle am Start und dürfen mit großen Stolz verkünden: NWS ist live!

Die NETWAYS Web Services (NWS) sind ein SaaS Angebot, welches komplett auf die Bereitstellung von Open Source Anwendungen setzt.

Die Anmeldung und der Start der ersten Anwendung ist in wenigen Minuten erledigt und alle Tools können in den ersten 30 Tagen kostenfrei getestet werden. Mit NWS können Sie sich voll auf Ihr Business konzentrieren – wir übernehmen den kompletten Betrieb der jeweiligen Anwendung.

Hier finden Sie die aktuell verfügbaren Apps:

Icinga 2 Satellite

Ihr persönlicher Icinga 2 Satellite an drei Wunschstandorten: Europa (Nürnberg), USA (Kalifornien) und Asien (Tokyo). Überwachen Sie Ihre Dienste aus Kundensicht und integrieren Sie den Satelliten ganz einfach und sicher in Ihr Icinga 2 Monitoring.

Einsatzzweck: Überwachung von externen Diensten (Webseiten, Shops, SMTP, DNS etc.) und einfache Integration in eine bestehende Icinga 2 Installation über das Icinga 2 Clusterprotokoll.

Icinga 2 Master

Der komplette Icinga 2 Stack als eigenständiges System in drei verschiedenen Größen für jeden Einsatzzweck.

Einsatzzweck: Überwachung von externen Diensten (Webseiten, Shops, SMTP, DNS etc.) als Standalone-System mit Icinga Web 2, Icinga Director und Grafana. Natürlich ist Icinga 2 API voll nutzbar.

 

Rocket.Chat

Rocket.Chat ist die Open Source Lösung für den Chat (intern und extern), Video-Chat und Screensharing, File-Sharing und als Helpdesk Chat-Lösung für jede Unternehmensgröße.

Einsatzzweck: Unternehmensinterne Kommunikation für agile Teams und als Channel für den einfachen Dialog mit Ihren Kunden.

Nextcloud

Nextcloud ist die Filesync und -share-Lösung für Unternehmen.

Einsatzzweck: Sicheres Filesharing in Ihrem Unternehmen und mit Ihren Kunden und Nutzung einer webbasierten Office Lösung, welche die Bearbeitung von Dokumenten im Team ermöglicht.

More to come

Wir bauen NWS kontinuierlich aus und werden in den nächsten Monaten noch viele spannende Open Source Tools aufnehmen.

Hier die Projekte der nächsten Monate:

 

Sie vermissen eine Anwendung? Wir freuen uns über Ihre Kontaktaufnahme.

Webinar

Sie wollen noch mehr zu den NETWAYS Web Services erfahren? Mein Kollege Christian Stein stellt die Plattform in einem Webinar am 15. März um 10:30h vor.

Jetzt schnell kostenlos anmelden!

Was steckt dahinter?

Wir haben die komplette Umgebung natürlich nur mit Open Source Mitteln gebaut. Wer mehr wissen will, meldet sich umgehend zur OSDC 2017 in Berlin an und lauscht Sebastians Vortrag.

Vielen Dank an dieser Stelle an unser NWS-Team für den tollen Einsatz und wir freuen uns auf Fragen und Feedback rund um unser neues Angebot.

Martin Krodel

Autor: Martin Krodel

Der studierte Volljurist leitet bei NETWAYS die Sales Abteilung und berät unsere Kunden bei ihren Monitoring- und Hosting-Projekten. Privat reist er gerne durch die Weltgeschichte und widmet sich seinem ständig wachsenden Fuhrpark an Apple Hardware.

Wie politisch darf, soll oder muss eine Firma sein?

Das ist eine Frage die mich seit einigen Wochen beschäftigt und mich nicht mehr loslässt. Der politische Umbruch den wir derzeit erleben, ist auch bei uns jeden Tag Gegenstand von Diskussionen und dafür bin ich auch dankbar. Bereits zweimal habe ich deshalb versucht meine Gedanken in Worte zu fassen, den Entwurf aber dann jedes Mal wieder verworfen.

Natürlich verzichten Firmen in der Regel nicht ohne Grund auf jede Art von politischer Positionierung. Geht es doch bei jeglicher Außendarstellung grundsätzlich darum, das Produkt, die Marke oder schlicht sich selbst in das richtige Licht zu setzen. Die Angst, dass jede noch so feine politische Nuance oder Aussage einen potentiellen Käufer vergrault ist viel zu groß. Und einen Kunden zu verlieren ist das Letzte was ein Unternehmen im Schilde führen kann. Wäre es dann eigentlich nicht viel einfacher und schlauer das Thema auszublenden, wenn es viel zu verlieren, aber kaum etwas zu gewinnen gibt?

Vielleicht. Aber jetzt wird es dennoch politisch. Warum?

Eigentlich kann ich es auf einen bestimmten Artikel von Sascha Lobo zurückführen, der mich vor einigen Wochen, aufgrund des nachfolgenden Gedankenexperiments, fasziniert hat. Er schreibt:

Wenn sich einhundert Menschen versammeln, und ein paar sind darunter, die murmeln Nazi-Zeug – das macht die restlichen 95 nicht zu Nazis. Aber wenn diese paar zum Beispiel anfangen würden, sichtbar Hakenkreuz-Fahnen zu hissen, dann kommt ein essenzieller Moment: Wie gehen die 95 mit den fünfen um? Akzeptiert die große Mehrheit diese Symbole unwidersprochen? Bleiben die fünf Teil der Gruppe? Ab einem bestimmten Punkt steht eine gehisste Fahne nicht mehr nur für die fünf, sondern kann oder muss als Absichtserklärung der gesamten Gruppe verstanden werden. So funktioniert politische Gruppendynamik: über Zustimmung, Schweigen und Abgrenzung. Und es gibt einen Moment, da wird Schweigen zur Zustimmung. Als würde man ohne Protest einer Fahne hinterherlaufen.

Genau die angesprochenen 95 Prozent machen mich nachdenklich und beantworten die anfangs des Kapitels gestellte Frage. Daß ein Schweigen in einer so wichtigen Angelegenheit zur Zustimmung wird, kann nicht in meinem, aber auch nicht unserem (NETWAYS) Interesse sein. Unsere Wertevorstellung zu verteidigen ist es mit Sicherheit wert, und somit sind wir letztendlich mindestens uns selbst schuldig die Komfortzone zu verlassen.

Eine Meinung haben reicht nicht aus

Jetzt nehmen wir digitalen Menschen ja immer für uns in Anspruch bestens aufgeklärt zu sein und natürlich beteiligen wir uns auch rege an der politischen Diskussion. Auch die Annahme, dass wir alle politikfaul geworden sind, stimmt nachgewiesenermaßen nicht.

Aber ist ein “Like“, “Fav“, “Retweet“ oder “Comment“ wirklich genug? Natürlich nicht, aber es ist eben unglaublich bequem. Warum auch nicht seinen politischen Gerechtigkeitssinn mit einem Facebook-Kommentar beruhigen. Macht schließlich nicht viel Arbeit, das eigene Gewissen ist beruhigt und die Zustimmung meiner Freunde tut letztendlich auch gut.

Problem dabei ist nur, dass wir uns in einer digitalen Blase befinden. Rekapituliere ich meine eigene Twitter-und Facebook-Timeline bin ich von Sozis, Freunden und ausschließlich lieben Menschen umgeben. Logisch eigentlich, denn alles was mich nicht interessiert blende ich bewußt oder unterbewußt aus und dann wird es in Summe eigentlich ganz erträglich. Und mal ehrlich, von Zustimmung umgeben zu sein ist einfach schlichtweg angenehmer als im Kreise permanenter Konfrontation.

Habt ihr Euch schon einmal dabei erwischt, wir ihr einen, sagen wir mal streitbaren Kommentar eines Bekannten oder Freundes gelesen habt? Der innere moralische Kompass fordert einen eigentlich wieder dazu auf, eine bestimmte Aussage nicht stehen zu lassen. Die Furcht, dass Fakten sowieso ignoriert werden und am Ende eine Partei beleidigt zurück bleibt hält uns dann am Ende von der eigenen Meinungsäußerung ab. Fazit: Eine wirkliche Auseinandersetzung findet kaum noch statt.

Orte wie einen Stammtisch, der Plattform für Streit und am Ende des Abends vielleicht sogar Konsens war, gibt es heute so kaum mehr. So schweigen wir, schalten das Smartphone ab, klappen den Computer zu oder knipsen den Fernseher aus. Irgendjemand wird es schon richten. Bloß keinen Ärger heraufbeschwören.

Was hat das mit NETWAYS zu tun

Wir haben jeden Tag mit Kunden, Kollegen, Lieferanten und somit hunderten von Menschen zu tun. Das ist ein Privileg für das wir sehr dankbar sind und mit diesem Blog haben wir zudem einen Kanal der es möglich macht öffentlich Stellung zu nehmen. Auch wenn Schweigen sicher einfacher wäre, bin ich – genau wie Lobo – fest davon überzeugt, dass es nicht richtig ist.

Wenn ich sehe, dass eine Partei wie die AfD nur schwer in der Lage ist, Herrn Höcke nach seiner Rede in Dresden am 17.01.2017 aus der Partei zu werfen, jedoch bei der aktuellen Sonntagsfrage 9% der Wähler für sich verbuchen kann; ja dann haben die restlichen 91%, also wir alle, das erst möglich gemacht.

Genau dann wird Schweigen zur Zustimmung und das kann, will und darf ich nicht zulassen. Die Wahrscheinlichkeit, dass mir der Post negativ auf die Füße fällt ist zwar wesentlich größer als die Chance den Umsatz zu steigern, aber das ist es mir wert.

Denn ein menschenverachtendes Weltbild ist das, für das wir als NETWAYS nicht stehen können und wollen. Hier arbeiten Menschen unterschiedlichster Herkunft und Kultur jeden Tag zusammen und genau diese Unterschiede spielen in der täglichen Arbeit überhaupt keine Rolle. Wir arbeiten, feiern, trinken und manchmal streiten wir auch, aber die gemeinsame Leidenschaft für das was wir tun verbindet uns.

In kleinen und großen Gruppen sind wir auf der ganzen Welt und in unterschiedlichsten Kulturkreisen unterwegs. Die Vorbehaltlosigkeit und das Interesse, welches uns überall entgegengebracht wird, hat auch jeder andere verdient. Und dafür stehen wir als Open Source Company in besonderem Maße.

Was hat das mit Euch zu tun?

Ich möchte jeden animieren sich aktiv für das einzusetzen woran er glaubt und was ihm am Herzen liegt. Vielleicht ist es manchmal schwierig, aber wir müssen auch im realen Leben wieder mehr für das einstehen was uns wichtig ist. Genauso wichtig ist es uns, daß ihr wisst für was wir stehen und was uns wichtig ist. Vielleicht kann nicht jeder unsere Meinung teilen oder das Bedürfnis sie mitzuteilen nachvollziehen, aber wenn sie jemanden inspiriert, so freut uns das.

Fazit

Wir akzeptieren nahezu bei jeder Veranstaltung einen “Code of Conduct“ und widersprechen somit jeglicher Diffamierung, Ausgrenzung und Beleidigung. Das ist wichtig und richtig, muss aber auch außerhalb der heilen Konferenzwelt Bestand haben. Nur jammern zählt nicht und gerade deshalb liegt es an uns allen, die behagliche Ecke hinter dem Computer zu verlassen und auch im echten Leben wieder aktiver zu werden. Meinungen wie die von Herrn Höcke dürfen nicht toleriert und durch Schweigen salonfähig gemacht werden.

Gerade in Zeiten wie diesen ist es umso wichtiger dies auch klar zu stellen. Und darum muss auch eine Firma manchmal politisch sein.

Bernd Erk

Autor: Bernd Erk

Bernd ist einer der Geschäftsführer der NETWAYS Gruppe und verantwortet das Tagesgeschäft. Da er in einem früheren Leben mit Java und Oracle Datenbanken gearbeitet hat, kümmert er sich immer noch gerne um das Thema Reporting - sowohl bei NETWAYS, als auch im Icinga Team. In seiner knappen Freizeit streitet er sich mit seinem Sohn, wer das iPad gerade benutzen darf und widmet sich der Weiterverbreitung der gehobenen fränkischen Schaschlik-Kultur.

Open Source Hosting und Managed Services mit NETWAYS

Managed Open Source Hosting mit NETWAYS – von Containern mit Docker über VMs und Mietserver bis hin zur privaten Cloud mit OpenNebula können wir das komplette Hostingspektrum mit Open Source Lösungen anbieten. Unsere Rechenzentren am Standort Nürnberg bieten höchste Sicherheit und Performance für Ihre Open Source Anwendungen.

An wen richtet sich unser Angebot?

Wir sind der perfekte Partner im Hosting für Unternehmen, die entweder keine eigene Kollegen für das Operating haben oder dem Massenhoster langsam entwachsen. Wir können bis zu Ihrer Anwendung die komplette Betreuung übernehmen und Sie können sich voll auf Ihr Business konzentrieren. Damit sind wir der perfekte Partner für Start-Ups und Webagenturen, die Ihr Geschäftsmodell im Focus haben und sich nicht (mehr) um das Hosting kümmern wollen oder können. Gerne arbeiten wir mit mehreren Parteien (Agenturen und Endkunden) zusammen und kümmern uns um die komplette Kommunikation mit Ihrem Kunden in Hostingfragen.

Architekturberatung

Wir handeln nicht nur mit (Hardware-)Ressourcen, sondern vor allem mit Know-How. Unsere Kundenbeziehungen beginnen immer mit einer ausführlichen Beratung rund um alle Architekturfragen für genau die Open Source Hostingumgebung, die Sie für Ihre Anwendungen benötigen. Wir sind technologisch immer vorne mit dabei und können neben den klassischen Cloud- und Serverthemen auch Umgebungen mit Containertechnologien (Mesos, Marathon, Docker) aufbauen und betreiben.

NETWAYS Cloud

Wir setzen bei unserem Cloudangebot voll auf Open Source Technologien und stellen unser Setup in unseren beiden Standorten in Nürnberg hochverfügbar mit OpenNebula als Cloud-Framework und Ceph als Storagelösung zur Verfügung. Wir haben VM-Modelle für jeden Anwendungszweck und Storagespace in jeder gewünschten Größenordung im Angebot – sei es als NFS-Share, Blockdevice oder als S3-Storage. Alle VMs werden bis zum Betriebssystem komplett von gemanagt – wir kümmern uns um Sicherheitsupdates, Monitoring (natürlich mit Icinga 2) und das Backup der Systeme. Dazu können wir mit Puppet Ihre Umgebung in Modulen definieren, so dass wir eine Vielzahl von gleichartigen Systemen auf Knopfdruck ausrollen können. Und Ansible machen wir natürlich auch!

Mietserver

Natürlich können wir auch voll gemanagte Mietserver anbieten und das in jeder Größenordnung. Wir haben keine Systeme von der Stange, sondern suchen für Sie genau den Server aus, den Sie z.B. für Ihr MySQL HA-Setup oder Ihre Imageserver benötigen.

Und warum will ich zu NETWAYS?

Weil wir uns kümmern und uns auskennen, eigentlich ganz einfach. Wir sind seit über 10 Jahren im Open Source Hosting Geschäft und haben von der kleinen LAMP-Umgebung auf einer VM bis hin zum großen Setup mit zig Servern, Storage, Datenbanken etc. schon alles aufgebaut und im Betrieb begleitet. Und wir können eben nicht nur Infrastruktur, sondern vor allem bei Open Source Technologien und Architekturen beraten und bei uns in Nürnberg dann auch gleich umsetzen.

Noch Fragen?

Dann melden Sie sich bei uns – wir freuen uns auf Ihre Anfrage.

Martin Krodel

Autor: Martin Krodel

Der studierte Volljurist leitet bei NETWAYS die Sales Abteilung und berät unsere Kunden bei ihren Monitoring- und Hosting-Projekten. Privat reist er gerne durch die Weltgeschichte und widmet sich seinem ständig wachsenden Fuhrpark an Apple Hardware.