Monthly Snap November > Icinga 2 Director, OSMC, HW group Updates, AVTECH, Request Tracker, Foreman, Ceph, Git, Icinga 2 API, Braintower

SnspIn November, Thomas Gelf began with announcing the Icinga Director 1.2.0 release.

Isabel informs about new HW group Updates and the new Firmware for AVTECH Room Alert 3E.

Then Julia H. said thank you to our OSMC sponsors and wrote about why to join the OSMC Hackathon

Jennifer told us why we visualize while Markus Waldmüller presents the auto-provisioning with Foreman

Furthermore, Michael reviewed the PuppetConf in San Diego and told why Git Squash is magic.

Christian announced our availability of Request Tracker starter packages and Martin K. informed what to know about the Puppet Enterprise 3.8 End of Life

Towards the end of November, Tobias gave an Icinga 2 API Cheat Sheet, while Tim gave a Ceph training review.

Finally, Isabel wrote about the new Braintower Software and Updates.

 

 

Julia Hackbarth

Autor: Julia Hackbarth

Julia ist seit 2015 bei NETWAYS. Sie hat im September ihre Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement gestartet. Etwas zu organisieren macht ihr großen Spaß und sie freut sich auf vielseitige Herausforderungen. In ihrer Freizeit spielt Handball eine große Rolle: Julia steht selbst aktiv auf dem Feld, übernimmt aber auch gerne den Part als Schiedsrichterin.

Fully packed to reduce heating – OSMC 2016 – Tag 1

OSMC 2016Auch dieses Jahr begann für mich wieder mit Tag 0, dem Workshop-Tag. Ich durfte Thilo bei einem voll ausgebuchten “Advanced Graphing”-Workshop assistieren, während nebenan Lennart und Thomas einen sehr praktischen “Icinga 2”-Workshop auf Basis der Beispiele aus ihrem Buch hielten. Für den Elastic-Stack waren David und Simon vor ebenfalls vollem Haus tätig, während Michi in entspannter Kleingruppe seine Teilnehmer in das Arbeiten mit Git eingewiesen hat. Und wie immer ging es nach den Workshops nahtlos weiter mit Fachsimpelei beim Abendessen und der anschließender Feuerzangen-Bowle auf dem Nürnberger Christkindles-Markt.

So richtig los ging Tag 1 dann wie immer mit Bernds Begrüßung, bei der sich schon zeigte, dass wir dieses Jahr mit über 300 Teilnehmern einen neuen Besucherrekord vorweisen konnten. Aus seiner Begrüßung stammt auch das Zitat, das ich als Titel für den diesjährigen Konferenzbericht gewählt habe. Zusätzlich zur eigentlichen Begrüßung stellte Bernd auch ganz stolz Netways Web Services vor, unsere neue Software-as-a-Service-Plattform vor. Aktuell zum freien Ausprobieren kann ich jedem empfehlen zumindest mal einen Blick darauf zu werfen, wer noch einen externen Satelliten für seine “Icinga 2”-Umgebung sucht. Und natürlich haben wir es uns nicht nehmen lassen James Fryman zum Geburtstag zu gratulieren.

Dieses Jahr fiel es mir wirklich durchgängig schwer mich für einen Talk zu entscheiden, daher empfehle ich jedem gleich vorweg gespannt auf das Konferenz-Archiv zu warten, um nicht nur das Wichtigste aus Vorträgen, die ich mir angeschaut habe mitzubekommen, sondern aus allen. Für den ersten Vortrag fiel meine Wahl auf Monica Sarbu mit “Monitor your Infrastructure with Elastic Beats” um mich über die aktuelle Entwicklung der Beats zu informieren. Interessant war auch wie die verschiedenen Beats genutzt werden können um relativ einfach Monitoring-Informationen aus Containern rauszubekommen. Eine Aufgabe, die ich doch als herausfordernd betrachte. Zusätzlich gab es nebenbei viele weitere nützliche Informationen, so kann beispielsweise Elasticsearch nun effektiver auch als “Timeseries Database” genutzt werden.

James Fryman hatte mit “Metrics are for chumps – Understanding and overcoming the roadblocks to implementing instrumentation” nicht nur wieder sein Talent für die Namensgebung eines Vortrags bewiesen, sondern hat es mit seiner humorvollen Art geschafft klar aufzuzeigen warum Metriken ein grundlegendes Feature sein sollten. Denn ohne Metriken lässt sich keine Aussage über Kapazität, Verbesserung oder Verschlechterung treffen und man muss sich auf Intuition oder Glück verlassen. Seine Präsentation enthielt nebenbei noch Tipps wo man Metriken abgreifen sollte, wie man Dev und Ops dazu bekommt die Wichtigkeit von Metriken zu verstehen und vieles mehr, wie immer sehr sehens- und hörenswert.

Tom hatte zu seinem Vortrag “Ein Jahr mit dem Icinga Director” volles Haus woran sich das Interesse an der graphischen Konfiguration ablesen lies. Von der einfachen Installation über manuelle Nutzung, Automatisierung, Agent-Deployment bis zum Ausblick auf geplante Features war alles in einer Stunde geboten. Ich denke mal nach dem Vortrag war nicht nur ich vom Director begeistert. Wenn man dann noch weiß wie viel Differenz zwischen offizieller und tatsächlicher Entwicklungszeit liegt, möchte man Tom doch glatt mit einem Gläschen oder auch Fläschchen Wein für weitere Features in Nachtarbeit motivieren! 😉

Nach der wie jedes Jahr üppigen Stärkung ging es für mich weiter mit Gerhard Laußer und “Open Monitoring Distribution 2016+”. Ein kurzer historischer Abriss und schon ging es zur OMD Labs Edition in die Consol die ganzen modernen Tools wie InfluxDB, Grafana und Icinga 2 integriert, so dass auch diese einfach als Teil von OMD zu installieren sind. Die Edition 2016 bringt dann noch zusätzlich Ansible für Neuinstallation, Update, Plugin-Verteilung und Inter-Site-Connections und den “Livestatus Multi Daemon” der Cache, Aggregierung, Sortierung und Formatierung für verschiedene Livestatus-Installationen bietet sowie Prometheus für Cloud-Monitoring.

Michael Medin gab uns in “Automated monitoring with Icinga and NSClient++” zusätzlich zum eigentlichen Thema Pro-Tipps zum Thema Präsentation. Allein die Neuerungen der letzten und nächsten Versionen aufzuzählen würde wohl den Rahmen sprengen. Interessant ist der von Michael angestrebte Paradigmen-Wechsel von aktiven Abfragen zu passivem Real-Time-Monitoring inklusive Metriken und automatischer Konfiguration.

Dieses Jahr mal was neues für mich, denn statt dem Vortrag des Icinga-Projekts wollte ich Shlomi Zadok zu “Security & Compliance automation and reports with Foreman” sehen, schließlich hat man nicht immer die Chance den Entwickler (in diesem Fall des Foreman-OpenSCAP-Plugins) persönlich zu hören. Neben der allgemeinen Erklärung was Foreman so ist, ging es natürlich primär um Compliancereports, welche ich bereits vor einer Weile in einem Blogpost behandelt habe. Die geplanten Erweiterungen klingen genau wie meine Wunschliste: Mehr Informationen und Anpassen der Profile in der Oberfläche sowie Ausführen der Remediation-Skripte via Remore Execution.

Natürlich will ich dem geneigten Leser auch die Neuigkeiten rund um Icinga nicht verschweigen. Fangen wir klein an mit dem überarbeiteten Dashboard, Performance-Verbesserungen in “Icinga 2″s Datenbankschnittstelle, Support für die “Icinga 2”-API als Kommandotransport in Icinga Web 2 sowie Verschönerungen wie die Möglichkeit Ankündigungsbanner zu schalten. Und machen groß weiter mit dem Cube, der Datawarehouse-Funktionalitäten für Icinga Web 2 bringt, sowie dem aktualisierten Businessprocess Module.

Nach dem Konferenztag geht es nun zur Abendveranstaltung in die Indabahn um gemeinsam der Völlerei zu frönen und sich weiter zum Thema Monitoring auszutauschen. Es werden sicher wieder die verschiedensten Personen und Projekte zusammenfinden und ich werde versuchen morgen zu berichten.

Hier mal ein paar erste Eindrücke:

 

Dirk Götz

Autor: Dirk Götz

Dirk ist Red Hat Spezialist und arbeitet bei NETWAYS im Bereich Consulting für Icinga, Nagios, Puppet und andere Systems Management Lösungen. Früher war er bei einem Träger der gesetzlichen Rentenversicherung als Senior Administrator beschäftigt und auch für die Ausbildung der Azubis verantwortlich.

Hackathon auf der OSMC 2016 – Jetzt schnell noch dabei sein!

Noch sieben osmc_package_hackathon_de_250x65Mal schlafen, dann heißt es wieder: meet | discuss | experience. Die OSMC geht in die 11. Runde. Die Vorbereitungen sind in vollem Gange und die GOLD Tickets, sowie Workshops (bis auf GIT) sind bereits ausgebucht. Freie Plätze können wir für folgendes besonderes Erlebnis noch anbieten: Den Hackathon.

Was ist denn überhaupt so ein Hackathon? Hier stehen vor allem die Teilnehmer und deren eigens kreierte Ideen rund um’s Thema Monitoring im Vordergrund. Nachdem bei einem gemeinsamen Abendessen am Vorabend des Hackathons die Ideen für Projekte gesammelt werden und die Teilnehmer sich kennenlernen können, werden dann die Themen festgelegt, die am Folgetag behandelt werden sollen. Wie schon erwähnt stehen hier die eigenen Vorschläge der Teilnehmer im Vordergrund. Einige Anregungen können „Elastic Beat“, „NSClient++“, „OpenNMS“, „Icinga Director“, „Puppet“, „Zabbix“ und „Icinga2“ sein.

Tatkräftige Unterstützung wird durch unsere Monitoring Spezialisten Steffen Siering, Michael Medin, Jeff Gehlbach, Thomas Gelf, Simon Hönscheid, Michael Friedrich und Rihards Olups gewährleistet. Ihr habt Lust, an eigenen Ideen und und Projekten zu arbeiten? Na dann noch schnell für den Hackathon anmelden. Zimmerreservierungen im Konferenzhotel sind für die Teilnahme am Hackathon noch verfügbar und können über die Konferenzwebsite mit gebucht werden.  Auch alle Informationen zur Konferenz, sowie die letzten zwei SILBER Tickets sind hier zu finden!

Julia Hackbarth

Autor: Julia Hackbarth

Julia ist seit 2015 bei NETWAYS. Sie hat im September ihre Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement gestartet. Etwas zu organisieren macht ihr großen Spaß und sie freut sich auf vielseitige Herausforderungen. In ihrer Freizeit spielt Handball eine große Rolle: Julia steht selbst aktiv auf dem Feld, übernimmt aber auch gerne den Part als Schiedsrichterin.

Automate Icinga 2 Agent Configuration for Installer

bild02Icinga 2 wird inzwischen oft mit dem Icinga 2 Web Module Director verwaltet. Verbreitet sind die Möglichkeit aus anderen Datenbanken wie cmdb, Configuration Management Database, Informationen über installierte Hosts automatisch in den Director zu importieren. Bei diesen Importjobs können Filter die Quelldaten automatisch anpassen oder durch DNS-Abfragen ergänzen. Icinga 2 wird dann aus dem Director mit Informationen über Hosts und Checks und deren Anwendung beliefert um Verfügbarkeiten von Datenbanken, Webservern und vielen anderen Diensten regelmäßig zu prüfen. Die Ergebnisse werden dann protokolliert und natürlich bei Ausfall von Diensten sofort alarmiert.

Zum Ausführen dieser Prüfungen werden oft verschiedene Commandbridges wie beispielsweise NRPE oder SSH verwendet. Bei Icinga 2 gibt es heute die Möglichkeit anstatt dieser “Brücken”, “richtige” Agenten einzusetzen die den Vorteil bieten, über aktuelle Protokolle zu arbeiten. Die Kommunikation zwischen Icinga 2 und solchen Icinga-Agenten oder Satelliten erfolgt mit SSL, Secure Socket Layer, verschlüsselt inklusive sicherer Authentisierung. Wichtige Funktion ist hier die gegenseitige Authentisierung aller Kommunikationspartner mit x509 Zertifikaten. Für diese Agenten ist ein dediziertes Setup zur Konfiguration und Erstellen der Zertifikate und Authorisationstickets erforderlich. Das stellt sicher das nur vom Administrator definierten Agenten die Kommunikation gestattet wird und alle anderen Kommunikationsversuche zuverlässig ausgesperrt bleiben.

Icinga führt Checks durch aufrufen der Kommandos in unterschiedlicher Weise aus.
1. Icinga direkt und der check kommuniziert mit dem Ziel
2. Remote via “Brücken” wie NRPE und am Zielsystem wird der Check ausgeführt
3. Verteilt auf Satelliten und Agenten die hier die Checks ausführen

Satelliten und Agenten erfordern eine Konfiguration der Kommunikation und Verteilung von Checks. Zur Konfiguration der Kommunikation ist für alle Kommunikationsendpunkte ein PKI, Public Key Infrastructure, Setup erforderlich. Und zum Management werden Zonen definiert die ein Who is Who im Icingasystem ermöglichen. Darauf bauen dann Einstellungen auf die festlegen wer was prüfen soll. Hier erleichtert der Director diese Verwaltung durch strukturierte Konfiguration von Hosts, Checks und “apply”, Anwendungsregeln in einem modernen GUI, Garphical User Interface. Beliebte Funktionalität ist die intelligente Aufteilung der Konfiguration in sogenannte Templates und Hostdefinitionen. Mit solchen Templates wird von vielen Hosts verwendete Information nur einmal definiert und dann in den Host-Definitionen darauf verwiesen. Und so bietet sich für Agenten ein Template an das die Agenteneinstellung beschreibt. Sind diese Agenten definiert steht die Installation der Agentensoftware und deren Konfiguration an.

Für jeden definierten Agenten kann im Director ein Skriptvorschlag abgerufen werden. Viele Anwender betreiben heute automatisierte Software Verteiler und deren Installer. Solche Installer führen auch Konfigurationskripte aus. Die benötigte Information zur Konfiguration der Agenten ist im Director vorhanden  und PKI Setups als auch Authtentisierungsstickets werden benötigt. Und so bietet sich eine Realisierung als Skript an.

Ein solches Skript sollte
1. Die Hosts mit Agent aus der Directordatenbank auslesen
2. Die Konfigurationsdateien für den Installer erzeugen

Eine solche Skriptingmöglichkeit habe ich in zwei Teilen erstellt.
Im ersten Teil stelle ich ein Skript zum erzeugen dieser Konfigurationsdateien vor. Dieses Skript benötigt vorbereitete Teilskripte für die jeweiligen Betriebssysteme wie zum Beispiel Windows oder Linux und eine Liste die den Hostnamen und die Betriebssystemvariante enthält. Ich stelle hier ein Konfigurationsskript für Linux vor.

Im zweiten Teil beschreibe ich ein Skript zum Auslesen von Hosts mit Agent aus dem Director.

Erstes Skript

Dieses Skript kann auf zwei Arten angewendet werden. Im ersten Fall werden eine oder mehrere Konfigurationsdateien eingelesen und oder direkt aus stdin im zweiten Fall. Das Skript fügt die Hostinformation mit den vorbereiteten Teilskripten zu vollständigen Installerskripten je Host mit Agent zusammen und legt diese in einem Unterverzeichnis ab, bereit für einen Installer.

Ein Beispiel einer Host-liste

# Kommentar
host1.firma.de windows
host2.firma.fr ubuntulinux
# host3.firma.de suselinux

Das Skript gen_agent_scripts

mkdir: created directory ‘gen_agent_scripts.out’
gen_agent_scripts: write file test14.out/Icinga2Agent-host1.firma.de.psm1
gen_agent_scripts: write file test14.out/Icinga2Agent-host2.firma.fr.sh
gen_agent_scripts: 2 config scripts written to gen_agent_scripts.out

execute a script on an agent
‘/etc/icinga2/zones.conf’ -> ‘/etc/icinga2/zones.conf.20161107_040216.bak’
information/base: Writing private key to '/etc/icinga2/pki/host2.fr.key'.
information/base: Writing X509 certificate to '/etc/icinga2/pki/host2.fr.crt'.
information/pki: Writing certificate to file '/etc/icinga2/pki/trusted-master.crt'.
information/cli: Writing signed certificate to file '/etc/icinga2/pki/host2.fr.crt'.
information/cli: Writing CA certificate to file '/etc/icinga2/pki/ca.crt'.

Dieses Skript liest Host-listen ein und erzeugt damit je Agent eine spezifisches Konfigurationsskript, bereit zur automatischen Konfiguration dieser Agenten. Die Optionen des Skripts sind ein oder mehrmals -l und eine oder mehrere Listendateien.

icinga-agent-linux.name.sh

Diese komplettierte Agentskript erzeugt eine Zonenkonfiguration, erweitert die Einstellungen in api.conf und erledigt die PKI Konfiguration.

Die Skripte stehen auf github zum download bereit und viele weitere information zu Icinga 2 hier.

Siegfried Eichhorn

Autor: Siegfried Eichhorn

Siegfried ist ein Urgestein der IT, das die Dinosaurier noch selbst erlebt hat. Bei den ersten Projekten mit Open Source und Linux gabs noch komische Bemerkungen, aber das ist längst Geschichte. Nach vielen Projekten und Eskapaden hat er jetzt das Abenteuer NETWAYS gewagt und arbeitet dort als Consultant. Und wenn er da mal nicht arbeitet, genießt er Nürnberg.

Icinga Director 1.2.0 veröffentlicht

Gerade mal 4 Monate sind seit eploer 1.1.0 vergangen, und wenig mehr als 7 Monate seit unserer ersten stabilen Release. Der Icinga Director reifte schnell, und aus einem kleinen Icinga Web 2 Modul ist mittlerweile ein ziemlich großes Projekt erwachsen. Gestern haben wir die Version 1.2.0 freigegeben, vollgestopft mit neuen Features, Bugfixes und Usability-Verbesserungen.

Berechtigungen

Dies ist die erste Release mit offizieller Unterstützung für Berechtigungen. Die Aufgabe eines Icinga-Administrator ist es, Commands, Service- und Host-Vorlagen zu definieren und eventuell alle Schritte von Import/Sync bis zum Deployment der Konfiguration zu automatisieren. Hier setzt der Director an, er ist zuallererst ein mächtiges Automatisierungstool.

Viele wenn nicht gar die meisten Umgebungen haben aber dennoch immer noch so einige Aufgaben die sich schwer automatisieren lassen. Wer kennt nicht den Mitarbeiter der sich zweimal am Tag umentscheidet, ob den nun der Schwellwert für seine seit Monaten volle Platte bei 99,9 oder doch besser bei 99,8% liegen soll. Stehen gerade 3000 neue Router an, die (nachdem jeweils ein Ticket erstellt wurde) im Laufe der nächsten Monate überwacht werden sollen? Diese Aufgaben sind prädestiniert dafür, an andere delegiert zu werden!

Audit log

Konfigurationsvorschau, Core API inspection oder das Auditlog können sensible Informationen beinhalten. Solcherlei Berechtigungen gibt man also besser nur denen, die sie wirklich brauchen. Soll ein Auditor alle Änderungen sehen aber keinen administrativen Zugang erhalten? Auch das ist jetzt möglich. Alle Aktivitäten lassen sich jetzt außerdem zusätzlich ins Syslog schreiben, für den Fall dass man es anderweitig archivieren möchte.

 

Performance

Das Rendern der Konfiguration wurde enorm beschleunigt. In großen Live-Umgebungen benötigt das Deployment nur noch ein Fünftel der ursprünglichen Zeit. Eine mir bekannte Umgebung konnte heute übrigens ihr tausendstes (automatisiertes) Director-basiertes Deployment feiern. Das Ganze bei mehr als einer halben Million Einzeländerungen im Aktivitätslog.

 

Konfigurationsmöglichkeiten

Es ist jetzt möglich tief verschachtelte Assign-Regeln zu definieren, basierend auf allen Host- und/oder Service-Eigenschaften. Wer das “apply for” Feature von Icinga 2 vermisst hat darf sich jetzt auch freuen. Ein Team von Internap hat einen Großteils des Codes dafür beigetragen. Bei dieser Gelegenheit herzlichen Dank für die gute Arbeit!

Die Unterstützung für Icinga 2 DSL in Command-Definitionen wurde verbessert. Ein Blick auf die Screenshots im Support-Ticket #12928 gibt einen kleinen Eindruck von den schrägen Möglichkeiten, die sich dadurch ergeben. Ein paar versteckte Features wie die implizite Unterstützung von skip_key fanden ebenfalls ihren Weg in die neue Version.

Nested filter with apply forDirector - Icinga DSL Cluster Check Override inherited service vars Apply-for - Preview

 

Wolltest Du immer schon eine bestimmte Eigenschaft eines von einem Host-Template geerbten Services für nur einen Host überschreiben? Dies und ähnliche Features sind jetzt verfügbar!
DNS - Property Modifier

Automatisierung

Beim Arbeiten mit der Import/Sync-Funktionalität lassen sich viele kleine Verbesserungen entdecken. Es gibt neue “Property-Modifier”, und deren Ergebnis lässt sich jetzt auch dafür verwenden neue virtuelle Eigenschaften zu erstellen. Wer mit Datenfeldern arbeitet wird neben Usability-Verbesserungen die Möglichkeit entdecken, andere Objekte in einer Dropdown-Liste bereitzustellen und als String oder Array in Custom-Variablen zu nutzen.

 

Testing

Immer mehr Entwickler tragen Quellcode zum Icinga Director bei. Um den Einstieg zu erleichtern haben wir das Bootstrapping unserer Unit-Tests vereinfacht und entsprechende Dokumentation bereitgestellt.

 

GUI und Usability

Die Fehlerbehandlung in den Formularen wurde stark verbessert, eventuelle Exceptions werden an vielen Stellen gefangen und auf lesbare Weise dargestellt. Der Deployment-Button ist jetzt nicht mehr so versteckt, die Konfigurationsvorschau wurde verbessert und erlaubt jetzt vollständige Konfigurations-Diffs auch vor dem Ausrollen einer neuen Konfiguration.

Loop detection Multiedit - imports Confirm field removal

 

Loops bei der Vererbung werden jetzt freundlich dargestellt und lassen sich direkt im Frontend beheben. Ein verstecktes Juwel ist die “Multi-Edit”-Funktionalität. Mit SHIFT/ALT+Klick lassen sich mehrere Hosts auswählen. Deren Imports, Custom-Variablen und andere Eigenschaften lassen sich an dieser Stelle für alle ausgewählten Objekte auf einmal ändern. Fehler oder Warnungen in allen historischen Startup-Logs verlinken jetzt direkt zur entsprechenden Konfigurationsdatei und springen an die richtige Zeile.

 

Verwandte Module

Es gibt mehr und mehr zusätzliche Module welche vom Director bereitgestellte Hooks implementieren. AWS-Import für EC2-Instanzen, ELBs und Autoscaling-Gruppen. Datei-Import für CSV, JSON, YAML und XML. Wir hörten von verschiedenen erfolgreichen Import-Source-Implementierungen in unterschiedlichen Projekten und würden uns sehr freuen, noch mehr davon als freie Software bereitgestellt entdecken zu dürfen!

 

Import from AWS Fileshipper - Import files

 

Download

Der Icinga Director v1.2.0 ist hier verfügbar, und das entsprechende GIT-Repository findet sich natürlich auf GitHub.

 

Thomas Gelf

Autor: Thomas Gelf

Der gebürtige Südtiroler Tom arbeitet als Principal Consultant für Systems Management bei NETWAYS und ist in der Regel immer auf Achse: Entweder vor Ort bei Kunden, als Trainer in unseren Schulungen oder privat beim Skifahren in seiner Heimatstadt Bozen. Neben Icinga und Nagios beschäftigt sich Tom vor allem mit Puppet.

Ist schon wieder Webinar Zeit?

netways Auch in der Hitze des Sommers gibt es natürlich weiterhin Bedarf an diversen IT-Dienstleistungen wie Outsourcing, Hosting, Monitoring, Configuration Management und natürlich allem voran Umweltüberwachung.

In den kommenden Monaten wollen wir genau diese Themen in unseren Webinaren ansprechen und – sofern möglich – anhand von Live-Demos veranschaulichen. Die nächsten Termine stehen dabei schon fest:

Titel Zeitraum Registrierung
NETWAYS Cloud: Der Weg zur eigenen VM 15. Juli 2016 – 10:30 Uhr Anmelden
Foreman: Berechtigungen 28. Juli 2016 – 10:30 Uhr Anmelden
Umweltüberwachung im Rechenzentrum 04. August 2016 – 10:30 Uhr Anmelden
SMS Alarmierung einrichten 25. August 2016 – 10:30 Uhr Anmelden
Foreman: Docker Integration 05. Oktober 2016 – 10:30 Uhr Anmelden

Alle unsere Webinare zeichnen wir auf, damit diese auch nachträglich noch einmal angesehen werden können. Hinterlegt werden Sie dann in unserem Webinar-Archiv.

Christian Stein

Autor: Christian Stein

Christian kommt ursprünglich aus der Personalberatungsbranche, wo er aber schon immer auf den IT Bereich spezialisiert war. Bei NETWAYS arbeitet er als Senior Sales Engineer und berät unsere Kunden in der vertrieblichen Phase rund um das Thema Monitoring. Gemeinsam mit Georg hat er sich Mitte 2012 auch an unserem Hardware-Shop "vergangen".