SSL leicht gemacht – forcierte Weiterleitung von HTTP auf HTTPS einrichten

In den vorherigen Teilen der Serie wurde bereits die Erstellung und Einbindung der Zertifikate beschrieben. Eines Tages wünscht sich der Admin jedoch die sichere Verbindung aller Seitenbesucher, ohne dass diese manuell ein https voranstellen müssen. Gerade bei einer Migration einer bestehenden Seite wird der

Parallelbetrieb erst nach eingehenden Tests eingestellt und das SSL jeweils forciert, um Seitenbesucher nicht mit ungültigen Zertifikaten oder Mixed Content zu verunsichern.

Die eigentliche Umsetzung ist dann relativ einfach und wird in unserem Beispiel direkt in der Vhost-Definition des Apache vorgenommen. Übrigens, die verfügbaren Vhosts sind zu finden unter: /etc/apache2/sites-available. Hier wird nun der HTTP-Vhost (Port 80) um den unten aufgezeigten Block mit den Rewrites erweitert.

<VirtualHost *:80>
  ServerAdmin webmaster@netways.de
  ServerName www.netways.de
  DocumentRoot /var/www/html/netways.de/
  <Directory /var/www/html/netways.de/>
   Options FollowSymLinks
   AllowOverride All
  </Directory>
  ErrorLog /var/log/apache2/error.log
  LogLevel warn
  CustomLog /var/log/apache2/access.log combined
  RewriteEngine on
  RewriteCond %{SERVER_NAME} =www.netways.de [OR]
  RewriteCond %{SERVER_NAME} =netways.de
  RewriteRule ^ https://%{SERVER_NAME}%{REQUEST_URI} [END,QSA,R=permanent]
 </VirtualHost>

Damit das Ganze nun auch funktioniert, muss natürlich der SSL-Vhost unter Port 443 erreichbar sein. Wie dieser initial erstellt wird, ist im Artikel SSL-Zertifikat einbinden beschrieben.

Übrigens: wer Let’s Encrypt verwendet, wird im Wizard gleich gefragt, ob SSL forciert werden soll. Der Wizard übernimmt dann die oben gezeigten Schritte. Wie man Let’s Encrypt einsetzt, haben wir natürlich auch schon einmal beschrieben. Damit später keine Seitenbesucher verloren gehen, sollte der HTTP-Vhost, der auf Port 80 läuft, nicht abgeschaltet werden. Die Verbindung ist mit dieser Maßnahme sicher und alle Besucher werden auf https umgeleitet.

Wer damit gar nichts zu tun haben will, und trotzdem stets auf der sicheren Seite sein will, der kann natürlich seine Seite auch bei NETWAYS im Managed Hosting betreuen lassen. Hier kümmern wir uns darum.

In den anderen (teilweise noch kommenden) Blogposts zum Thema SSL leicht gemacht geht es um:

Georg Mimietz

Autor: Georg Mimietz

Georg kam im April 2009 zu NETWAYS, um seine Ausbildung als Fachinformatiker für Systemintegration zu machen. Nach einigen Jahren im Bereich Managed Services ist er in den Vertrieb gewechselt und kümmerte sich dort überwiegend um die Bereiche Shop und Managed Services. Seit 2015 ist er als Teamlead für den Support verantwortlich und kümmert sich um Kundenanfragen und die Ressourcenplanung. Darüber hinaus erledigt er in Nacht-und-Nebel-Aktionen Dinge, für die andere zwei Wochen brauchen.

Generationswechsel bei GnuPG/PGP Schlüsseln

Die für digitale Signaturen und zum Verschlüsseln von Daten verwendeten GnuPG bzw. PGP Schlüssel sind keine reinen Schlüssel im eigentlichen Sinne. Stattdessen enthalten sie den eigentlichen Schlüssel und diverse zusätzliche Informationen wie, für welche “IDs” (also Kombinationen aus Name und E-Mailadresse) sie gültig sind, wie lange sie gültig sind und einige Informationen über Hash- und Verschlüsselungsalgorithmen, die der Besitzer des Schlüssels vorzieht oder überhaupt zulässt.

Da sich das Wissen über die verwendeten Algorithmen weiterentwickelt und immer mehr Rechenleistung immer günstiger zu haben ist kann man leider nicht davon ausgehen, dass man einen Schlüssel für immer verwenden kann. Irgendwann ist er schlichtweg überholt und kann nicht mehr als sicher gelten. Dafür sind vor allem drei Komponenten ausschlaggebend: Die Länge des eigentlichen Schlüssels, der bevorzugte Verschlüsselungsalgorithmus und der für Signaturen verwendete Hash-Algorithmus.

Bei der Länge wird man beim Erstellen des Schlüssels mit einer Auswahl konfrontiert, die eine minimale und eine maximale Länge angibt. Manchmal kann man diese Auswahl auch übersteuern, läuft dann aber Gefahr, einen Schlüssel zu haben, mit dem viele Kommunikationspartner gar nichts anfangen können oder der so lange für jede Aktion braucht, dass er alleine schon deshalb unbrauchbar ist. Unter einigen Umständen bringt ein extralanger Schlüssel überhaupt nichts, da z.B. damit nur eine weitere, einmalige, Passphrase gesichert wird, die eine fixe Länge hat. (Asymmetrische Verfahren für lange Texte zu verwenden ist auch heute noch zu rechenintensiv, weshalb meist ein symmetrisches Verfahren mit einer einmaligen Passphrase eingesetzt wird und nur die wird asymmetrisch verschlüsselt). Etwas mehr dazu findet man in einem älteren Post zu dem Thema.

Die für die Kommunikation bevorzugten Algorithmen kann man in den “Preferences” des Schlüssels setzen. Mehr dazu im zuvor genannten Blogpost.

Signaturen jedoch werden einmalig erstellt und sollen dann gelten. Wer schon länger mit GnuPG arbeitet wird also noch einige Signaturen mit SHA1, so auch die Selbstsignatur, mit der der Schlüssel ursprünglich ausgestattet wurde. SHA1 gilt aber schon lange nicht mehr als sicher, weshalb man ihn auch nicht mehr benutzen sollte. (Ebenso MD5, mit dem auch früher Signaturen erstellt wurden). Wer einen DSA Schlüssel mit 1024bit Länge hat, sollte sich jetzt angesprochen fühlen.

Es gibt also mittlerweile mehrere Gründe, manche alte Schlüssel zu überdenken. Die Liste der bevorzugten Algorithmen lässt sich auch bei einem bestehenden Schlüssel einfach austauschen. Die Schlüssellänge liesse sich durch einen neuen Subkey realisieren, der aber auch einige extra Schritte beim Handling braucht. Signaturen auszutauschen wird aber ein aufwändiger Prozess, weil man mit allen, die den alten Schlüssel signiert haben, nochmal in Kontakt treten und sie um neue Signaturen auf dem neuen Schlüssel bitten muss. Und da wir ja hoffentlich alle sehr viele Signaturen auf unseren Schlüsseln haben, kann das schon recht aufwändig werden.

Um also möglichst alle Probleme, die ein alter Schlüssel mit sich bringt, auf einmal zu erschlagen, gehen viele User den Weg, einfach einen neuen Schlüssel anhand möglichst aktueller Best Practices (als Ausgangspunkt kann wieder der vorherige Blogpost dienen) zu erstellen und auf den umzusteigen.

Um einen neuen Schlüssel zu etablieren und einen alten dadurch zu ersetzen, kann man folgendermassen vorgehen:

  • Einen neuen Schlüssel anhand aktueller Best Practices erstellen
  • Den neuen Schlüssel mit dem alten Schlüssel signieren
  • Ob man auch den alten Schlüssel mit dem neuen signieren soll, da gehen die Meinungen auseinander. (Ich hab’s jedenfalls immer gemacht)
  • Den neuen Schlüssel (und ggf. den alten, aktualisierten) auf Schlüsselsever hochladen
  • Den neuen Schlüssel bekanntmachen. Am besten über möglichst viele Kanäle, die man sonst auch nutzt, um mit der Welt zu kommunizieren. E-Mail, Soziale Medien, Blog, Website,…
  • “Dinge”, die bestehen bleiben sollen, also Dokumente, Pakete, etc. die mit dem alten Schlüssel signiert wurden mit dem neuen Schlüssel signieren. Wenn mehrere Signaturen möglich sind, sollte die neue hinzukommen, sonst muss sie ersetzt werden. Vor diesem Schritt sollte man etwas warten, damit die Empfänger eine Chance haben, den neuen Schlüssel zu holen bzw. zu bemerken.
  • Die Leute, die den alten Schlüssel signiert haben, sollten informiert und gebeten werden, den neuen Schlüssel ebenfalls zu signieren.

Für den letzten Punkt gibt es einige Vorlagen, die man verwenden kann. Es bietet sich an, ein Klartextdokument aufzusetzen, in dem über den Tausch informiert wird und gleich die nötigen Befehle mitzuliefern, mit der der neue Schlüssel geholt und signiert werden kann. Ein entsprechendes Beispiel habe ich für meine persönlichen Schlüssel verfasst. Dieses Dokument wurde auch gleich sowohl mit dem alten als auch dem neuen Schlüssel unterschrieben, um den Empfängern die Echtheit zu bestätigen.

gpg --digest-algo SHA512 --clearsign -u 6265BAE6 -u A84CB603 key-transition-2018-01-05.txt

Dieses Dokument sollte man möglichst öffentlich machen und an die Leute schicken, die den alten Schlüssel signiert haben.

Verwendet man den Schlüssel auch zum Signieren von Paketen, ist der Umstieg etwas schwieriger. Man kann leider nicht erwarten, dass jeder User, der die Software einsetzt, auch regelmässig ein Blog oder andere Neuigkeiten liest, weshalb ein einfaches Ersetzen des Schlüssels dazu führen würde, dass die User neue Pakete nicht mehr installieren können. Um den Umstieg einfacher zu machen sollte bereits im Vorfeld ein “release”-Paket bereitgestellt werden, also eines das das eigene Repository in den Packagemanager der User konfiguriert und den entsprechenden Schlüssel ablegt. In diesem Paket kann man in einem neuen Release dann auch den neuen Schlüssel hinterlegen, sodass beide, der neue und der alte in den Packagemanager kommen. Stellt man später um, mit welchem Schlüssel man Pakete signiert, werden sie automatisch als valide signiert erkannt. (Da sich verschiedene Packagemanager unterschiedlich verhalten, sollte man das unbedingt vorher testen!)

Nicht abgedeckt sind jene User, die das Repository “von Hand” angelegt und den Schlüssel manuell importiert haben. Klar könnte man in eine Version der Software selbst den neuen Schlüssel-Import ins Paket verbauen, aber das würden einem die User (zu recht) um die Ohren hauen, da das Software Paket nur die Software installieren soll und nichts am Paketmanager verändern. Beim Release-Paket ist das was anderes, da das ja genau für solche Aufgaben gebaut wurde. Hier heisst es, im Vorfeld umso mehr über diverse Kanäle zu kommunizieren und es auch möglichst in alle fertigen Module, Cookbooks, Playbooks, etc. zu integrieren, dass für kurze Zeit zwei Schlüssel vorhanden sind und wann umgestiegen wird. Besonders geeignet ist natürlich der Release einer grösseren neuen Version, wo vielleicht sowieso ein neues Repository gebaut wird.

Einige Zeit, nachdem der Umstieg vollzogen wurde, sollte man den alten Schlüssel “revoken”, damit er nicht mehr benutzt wird. Auch könnte man das Release-Paket dazu bringen, den alten Schlüssel aus den Packagemanagern zu entfernen. Sollte tatsächlich jemand den alten Schlüssel knacken, ist man so auf der sicheren Seite und genau dafür hat man den Umstieg ja gemacht. Alte Informationen, die mit dem alten Schlüssel verschlüsselt wurden, kann man übrigens auch mit einem revoked key noch immer entschlüsseln. Jedenfalls kenne ich keine Software, die das nicht mehr erlauben würde. Nur verschlüsseln geht dann eben nicht nicht mehr.

Etwas mehr zum Nachlesen zum Thema gibt’s unter anderem auf den Debian Seiten.

Thomas Widhalm

Autor: Thomas Widhalm

Thomas war Systemadministrator an einer österreichischen Universität und da besonders für Linux und Unix zuständig. Seit 2013 möchte er aber lieber die große weite Welt sehen und hat sich deshalb dem Netways Consulting Team angeschlossen. Er möchte ausserdem möglichst weit verbreiten, wie und wie einfach man persönliche Kommunikation sicher verschlüsseln kann, damit nicht dauernd über fehlenden Datenschutz gejammert, sondern endlich was dagegen unternommen wird. Mittlerweile wird er zum logstash - Guy bei Netways und hält Schulungen und erstellt Schulungsunterlagen zu diesem faszinierenden Tool. Seit 2017 stellt er sich neuen Herausforderungen als Lead Support Engineer und versucht sein Wissen aus den vorgenannten Tätigkeiten im Produktsupport umzusetzen.

SSH authentication with GnuPG and smart cards

Most system administrators know how to use key-based authentication with SSH. Some of the more obvious benefits include agent forwarding (i.e. being able to use your SSH key on a remote system) and not having to remember passwords. There are, however, a few issues with having your SSH key on a general-purpose computer: Malware can obtain an unencrypted copy of your private SSH key fairly easily. Also, while migrating your key to another system is fairly easy it’s virtually impossible to securely use your SSH key on another untrusted system (e.g. at a customer).

This is where smart cards come in. A smart card stores certificates (such as your SSH key) and provides functionality for operating on those certificates (e.g. using their private key to sign or decrypt data). Smart cards come in various form factors: credit cards, SIM cards, etc. – which commonly require a separate card reader in order to be usable. However, there are also USB devices which implement all the usual smart card features in addition to other security features (e.g. requiring the user to press a key on the device before an authentication request is signed).

One such device is the Yubikey 4 which I’m personally using for SSH authentication.

The first step towards using a new Yubikey for SSH authentication is enabling the OpenPGP applet on it:

$ ykpersonalize -m82

I already had a PGP key, however in order to use it for authentication I had to create an additional subkey for the key usage type “authentication”. Here’s how that can be done:

$ gpg --edit-key --expert info@example.org
gpg (GnuPG) 2.1.23; Copyright (C) 2017 Free Software Foundation, Inc.
This is free software: you are free to change and redistribute it.
There is NO WARRANTY, to the extent permitted by law.

Secret key is available.

sec rsa2048/42330DF1CA650A40
created: 2017-08-24 expires: never usage: SC
trust: ultimate validity: ultimate
ssb rsa2048/56D8D1BBE7E720DB
created: 2017-08-24 expires: never usage: E
[ultimate] (1). NETWAYS Blog <info@example.org>

gpg> addkey
Please select what kind of key you want:
(3) DSA (sign only)
(4) RSA (sign only)
(5) Elgamal (encrypt only)
(6) RSA (encrypt only)
(7) DSA (set your own capabilities)
(8) RSA (set your own capabilities)
(10) ECC (sign only)
(11) ECC (set your own capabilities)
(12) ECC (encrypt only)
(13) Existing key
Your selection? 8

Possible actions for a RSA key: Sign Encrypt Authenticate
Current allowed actions: Sign Encrypt

(S) Toggle the sign capability
(E) Toggle the encrypt capability
(A) Toggle the authenticate capability
(Q) Finished

Your selection? s

Possible actions for a RSA key: Sign Encrypt Authenticate
Current allowed actions: Encrypt

(S) Toggle the sign capability
(E) Toggle the encrypt capability
(A) Toggle the authenticate capability
(Q) Finished

Your selection? e

Possible actions for a RSA key: Sign Encrypt Authenticate
Current allowed actions:

(S) Toggle the sign capability
(E) Toggle the encrypt capability
(A) Toggle the authenticate capability
(Q) Finished

Your selection? a

Possible actions for a RSA key: Sign Encrypt Authenticate
Current allowed actions: Authenticate

(S) Toggle the sign capability
(E) Toggle the encrypt capability
(A) Toggle the authenticate capability
(Q) Finished

Your selection? q
RSA keys may be between 1024 and 4096 bits long.
What keysize do you want? (2048)
Requested keysize is 2048 bits
Please specify how long the key should be valid.
0 = key does not expire
= key expires in n days
w = key expires in n weeks
m = key expires in n months
y = key expires in n years
Key is valid for? (0)
Key does not expire at all
Is this correct? (y/N) y
Really create? (y/N) y
We need to generate a lot of random bytes. It is a good idea to perform
some other action (type on the keyboard, move the mouse, utilize the
disks) during the prime generation; this gives the random number
generator a better chance to gain enough entropy.

sec rsa2048/42330DF1CA650A40
created: 2017-08-24 expires: never usage: SC
trust: ultimate validity: ultimate
ssb rsa2048/56D8D1BBE7E720DB
created: 2017-08-24 expires: never usage: E
ssb rsa2048/5F43E49ED794BDEF
created: 2017-08-24 expires: never usage: A
[ultimate] (1). NETWAYS Blog <info@example.org>

gpg> save

Now that we’ve created a new subkey we can move its private key part to the smart card:

$ gpg --edit-key --expert info@example.org
gpg (GnuPG) 2.1.23; Copyright (C) 2017 Free Software Foundation, Inc.
This is free software: you are free to change and redistribute it.
There is NO WARRANTY, to the extent permitted by law.

Secret key is available.

sec rsa2048/42330DF1CA650A40
created: 2017-08-24 expires: never usage: SC
trust: ultimate validity: ultimate
ssb rsa2048/56D8D1BBE7E720DB
created: 2017-08-24 expires: never usage: E
ssb rsa2048/5F43E49ED794BDEF
created: 2017-08-24 expires: never usage: A
[ultimate] (1). NETWAYS Blog <info@example.org>

gpg> toggle

sec rsa2048/42330DF1CA650A40
created: 2017-08-24 expires: never usage: SC
trust: ultimate validity: ultimate
ssb rsa2048/56D8D1BBE7E720DB
created: 2017-08-24 expires: never usage: E
ssb rsa2048/5F43E49ED794BDEF
created: 2017-08-24 expires: never usage: A
[ultimate] (1). NETWAYS Blog <info@example.org>

gpg> key 2

sec rsa2048/42330DF1CA650A40
created: 2017-08-24 expires: never usage: SC
trust: ultimate validity: ultimate
ssb rsa2048/56D8D1BBE7E720DB
created: 2017-08-24 expires: never usage: E
ssb* rsa2048/5F43E49ED794BDEF
created: 2017-08-24 expires: never usage: A
[ultimate] (1). NETWAYS Blog <info@example.org>

gpg> keytocard
Please select where to store the key:
(3) Authentication key
Your selection? 3
gpg> quit
Save changes? (y/N) y

The Yubikey 4 has three key slots which can be used for storing RSA keys with up to 4096 bits each. This might be an excellent opportunity to also move your signing and encryption key to your smart card – assuming you have an encrypted backup somewhere in case you lose access to your Yubikey.

The last step involves replacing ssh-agent with gpg-agent. This allows your SSH client to use your PGP certificates (including the authentication subkey we just created). In addition to that gpg-agent also supports regular SSH keys which might be useful if you have more than one SSH key and only plan to migrate one of them to your Yubikey:

I had to add the following snippet to my .profile file to start gpg-agent instead of ssh-agent:

[ -f ~/.gpg-agent-info ] && source ~/.gpg-agent-info
if [ -S "${GPG_AGENT_INFO%%:*}" ]; then
  export GPG_AGENT_INFO
  export SSH_AUTH_SOCK
  export SSH_AGENT_PID
else
  eval $(gpg-agent --daemon --write-env-file ~/.gpg-agent-info)
fi

And here’s OpenSSH prompting me for my smart card and PIN:

And that’s how you can literally put your PGP key on your keychain. 🙂

Gunnar Beutner

Autor: Gunnar Beutner

Vor seinem Eintritt bei NETWAYS arbeitete Gunnar bei einem großen deutschen Hostingprovider, wo er bereits viel Erfahrung in der Softwareentwicklung für das Servermanagement sammeln konnte. Bei uns kümmert er sich vor allem um verschiedene Kundenprojekte, aber auch eigene Tools wie inGraph oder Icinga2.

SSL leicht gemacht – Zusammengehörigkeit von Zertifikaten überprüfen

This entry is part 3 of 3 in the series SSL leicht gemacht

Kürzlich hatten wir den Fall, dass uns ein Zertifikat auf einen alten CSR ausgestellt wurde und wir beim Einbinden in den Webserver Fehler erhielten.

Im Apache äußerte sich das ganze mit der Logausgabe:

[error] Unable to configure RSA server private key
[error] SSL Library Error: 185073780 error:0B080074:x509 certificate routines:X509_check_private_key:key values mismatch

Dahingehend wurde bei der Einrichtung und Erneuerung der Zertifikate bei uns der Workflow angepasst. Jetzt werden zusätzlich vor dem Einlesen der Config noch die Prüfsummen der einzelnen Bestandteile verglichen, um solche Fehler zu vermeiden.

Mit den nachfolgenden Kommandos lassen sich die jeweiligen Prüfsummen ausgeben. Diese müssen jeweils zu allen anderen übereinstimmen.

openssl rsa -noout -modulus -in /etc/apache2/ssl/netways.de/netways.de.key | md5sum
d0ed27eb1ecf771abc1e789c96e9b640
openssl req -noout -modulus -in /etc/apache2/ssl/netways.de/netways.de.csr | md5sum
d0ed27eb1ecf771abc1e789c96e9b640
openssl x509 -noout -modulus -in /etc/apache2/ssl/netways.de/certificate.crt | md5sum
d0ed27eb1ecf771abc1e789c96e9b640

Dann klappts auch mit dem Zertifikat und man kann sich sicher sein, alle zusammengehörigen Dateien zu haben.

Hinweis: Im Internet gibt es SSL Validation Checker wie Sand am mehr, allerdings rate ich auch an dieser Stelle dringend davon ab, SSL Keyfiles aus Produktionsumgebungen aus der Hand zu geben und in ein Online-Formular einzufügen. Diese Online-Checker greifen übrigens auch nur auf dieses einfache Verfahren zurück.

In den anderen (teilweise noch kommenden) Blogposts zum Thema SSL leicht gemacht geht es um:

Übrigens: Zertifikate müssen nichts kosten. Eine Alternative mittels Letsencrypt ist hier beschrieben.

Georg Mimietz

Autor: Georg Mimietz

Georg kam im April 2009 zu NETWAYS, um seine Ausbildung als Fachinformatiker für Systemintegration zu machen. Nach einigen Jahren im Bereich Managed Services ist er in den Vertrieb gewechselt und kümmerte sich dort überwiegend um die Bereiche Shop und Managed Services. Seit 2015 ist er als Teamlead für den Support verantwortlich und kümmert sich um Kundenanfragen und die Ressourcenplanung. Darüber hinaus erledigt er in Nacht-und-Nebel-Aktionen Dinge, für die andere zwei Wochen brauchen.

SSL leicht gemacht – Zertifikat einbinden (Apache2)

This entry is part 1 of 3 in the series SSL leicht gemacht

In meinem letzten Blogpost habe ich über die Erstellung eines Keyfiles und eines CSR geschrieben. Im zweiten Teil meiner Serie SSL leicht gemacht zeige ich den nächsten Schritt und beschreibe die Einrichtung des Zertifikates mittels der Webserversoftware Apache.

Bestandsaufnahme:
nun sollten folgende Dateien vorhanden sein

  • selbst erstellt
    • CSR (in unserem Beispiel netways.de.csr)
    • Privatekey (netways.de.key)
  • von Zertifizierungsstelle erstellt und übermittelt
    • cert.cabundle
    • certificate.crt

Diese Zertifikatsdateien können jetzt auf dem Webserver eingerichtet werden.

Als nächstes werden die Zertifikatsdateien im korrekten Verzeichnis abgelegt. Hierzu eignet sich zum Beispiel /etc/apache2/ssl/netways.de/. Hier sollte die Zusammengehörigkeit der einzelnen Dateien noch einmal überprüft werden. Der CSR wird übrigens nicht mehr benötigt und kann gelöscht werden.
Apache kann im Moment noch nichts mit den Zertifikatsdateien anfangen und noch lernen “SSL zu sprechen”. Dazu wird ein SSL-VHost eingerichtet. Als Basis hierfür kann der abzusichernde VHost vorerst kopiert werden.

cp /etc/apache2/sites-available/001-netways.de.conf /etc/apache2/sites-available/001-netways.de-ssl.conf

Diese neue SSL-Config wird nun angepasst, damit der Apache nun weiß, was er zu tun hat.

Innerhalb der nun betreffenden VHost-Definition werden nun noch ein paar Paramater für SSL angegeben

SSLEngine on
 SSLCertificateKeyFile /etc/apache2/ssl/netways.de/netways.de.key
 SSLCertificateFile /etc/apache2/ssl/netways.de/certificate.crt
 SSLCertificateChainFile /etc/apache2/ssl/netways.de/cert.cabundle

Übrigens in der Einleitung der VHost-Definition (i. d. R. ganz oben in der neuen Datei) sollte der angegebene Port 80 auf 443 geändert werden.

<VirtualHost 123.456.789.012:80> auf <VirtualHost 123.456.789.012:443>

Abschließend wird der Apache noch um ein paar Funktionalitäten erweitert (SSL und der neue VHost wird aktiviert):

a2enmod ssl
a2ensite 001-netways.de-ssl.conf
service apache2 restart

Der VHost ist nun zusätzlich mit SSL abgesichert und in unserem Beispiel via https://netways.de und http://netways.de erreichbar. Ob alles geklappt hat, sieht man nun am erfolgreichen Verbindungsaufbau via HTTPS oder kann es zum Beispiel bei SSL Labs ausführlich prüfen lassen.

Die Namensgebung der Zertifikate unterscheidet sich von Zertifizierungsstelle zu Zertifizierungsstelle und kann auch mal mit .pem bezeichnet sein usw. Dies kann “ignoriert” werden und beliebig selbst in der Config auf die neuen Endungen angepasst werden. Auch eine Umbenennung der Dateien auf das eigene Schema ist ein möglicher Lösungsansatz.

In den anderen (teilweise noch kommenden) Blogposts zum Thema SSL leicht gemacht geht es um:

Übrigens: Zertifikate müssen nichts kosten. Eine Alternative mittels Letsencrypt ist hier beschrieben.

Georg Mimietz

Autor: Georg Mimietz

Georg kam im April 2009 zu NETWAYS, um seine Ausbildung als Fachinformatiker für Systemintegration zu machen. Nach einigen Jahren im Bereich Managed Services ist er in den Vertrieb gewechselt und kümmerte sich dort überwiegend um die Bereiche Shop und Managed Services. Seit 2015 ist er als Teamlead für den Support verantwortlich und kümmert sich um Kundenanfragen und die Ressourcenplanung. Darüber hinaus erledigt er in Nacht-und-Nebel-Aktionen Dinge, für die andere zwei Wochen brauchen.

SSL leicht gemacht – CSR und Keyfile erstellen und Zertifikat ordern

This entry is part 2 of 3 in the series SSL leicht gemacht

Oftmals kommt trotz der breiten Verfügbarkeit von Letsencrypt der Wunsch nach kostenpflichtigen Zertifikaten auf. Die Gründe sind vielfältig: längere Gültigkeit, Wildcard-, Multidomain- oder Extended-Validation (Grüne-Leiste) Zertifikate – all das bietet Letsencrypt leider nicht und deshalb ist der Bedarf nach solchen Zertifikaten noch immer vorhanden. In den nächsten Wochen werden wir immer wieder Blogposts zum Thema SSL erstellen, alle zu finden in unserer Serie “SSL leicht gemacht”

Zu aller Anfang wird ein CSR (Certificate Signing Request) und ein Keyfile (privater Schlüssel) benötigt. Aus Sicherheitsgründen empfehlen wir prinzipiell die Erstellung gleich auf dem Zielsystem des Zertifikates vorzunehmen, so müssen die Daten nicht umgezogen werden und bleiben nicht “zufällig” irgendwo liegen.

Los geht’s mit dem Kommando

openssl req -new -nodes -keyout netways.de.key -out netways.de.csr -newkey rsa:4096

Dadurch wird im aktuellen Verzeichnis ein Privatekey mit einer Schlüssellänge von 4096 Bit (default 2048) angelegt. Der folgende Wizard sammelt nun noch die Daten für das CSR ein.

Hier wird nach dem Land, dem Staat, der Stadt, der Firma, der Abteilung, der zu sichernden Domain und der Kontaktmailadresse gefragt. Eingaben können auch leergelassen werden und mit der Eingabetaste übersprungen werden (ACHTUNG: Defaultwerte (sofern vorhanden) aus den eckigen Klammern werden übernommen).

Zur Kontrolle kann das CSR noch mit dem Kommando

openssl req -in netways.de.csr -noout -text

überprüft werden. Übrigens gibt es bei Umlauten (wie so oft) Probleme. Wir vermeiden diese gern durch die Verwendung englischer Städtenamen wie im aktuellen Beispiel zu sehen.
Abschließend kontrollieren wir das Keyfile noch (zumindest, ob es so in der Art aussieht).

Fertig, nun geht man zur Bestellung des Zertifikates über. Hierzu kann man auf jeden beliebigen Zertifikatshändler zurückgreifen. Wegen anhaltender “Unstimmigkeiten” bei Google und Symantec empfehle ich persönlich (bei der Neubestellung) auf Produkte von Comodo zurückzugreifen. Die Comodo-Zertifikate sind preislich im Mittelfeld und die Akzeptanz der Zertifikate ist hoch. Für die Bestellung wird nur der CSR benötigt. Das Keyfile sollte keinesfalls an irgendjemanden weitergegeben werden und auf dem Server verbleiben.

Bei der Bestellung werden nochmal alle möglichen Daten, gewünschte Laufzeit usw. abgefragt. Unter anderem auch die Mailadresse. Die Auswahlmöglichkeiten dieser ist oftmals beschränkt. Die ausgewählte Mailadresse muss zwingend verfügbar sein, um die Validierung via Mail abzuschließen und ein Zertifikat zu erhalten. Sofern alles geklappt hat, bekommt man später in der Regel per Mail das Zertifikat und ggf. das CA-Bundle zugeschickt.

Wie das alles nun zusammen eingerichtet wird, schreibe ich im Artikel Zertifikat einbinden (Apache2).

In den anderen (teilweise noch kommenden) Blogposts zum Thema SSL leicht gemacht geht es um:

Übrigens: Zertifikate müssen nichts kosten. Eine Alternative mittels Letsencrypt ist hier beschrieben.

Georg Mimietz

Autor: Georg Mimietz

Georg kam im April 2009 zu NETWAYS, um seine Ausbildung als Fachinformatiker für Systemintegration zu machen. Nach einigen Jahren im Bereich Managed Services ist er in den Vertrieb gewechselt und kümmerte sich dort überwiegend um die Bereiche Shop und Managed Services. Seit 2015 ist er als Teamlead für den Support verantwortlich und kümmert sich um Kundenanfragen und die Ressourcenplanung. Darüber hinaus erledigt er in Nacht-und-Nebel-Aktionen Dinge, für die andere zwei Wochen brauchen.