Noob vs. Icinga 2

Nachdem unser Michael Friedrich letzte Woche einen Blog-Post zum 9. Icinga Geburtstag auf icinga.com veröffentlicht hat, fängt man schon mal an, über die eigenen ersten Schritte mit dem Icinga 2 Stack nachzudenken. Vor allem, wenn man auf einem Live-System mal wieder über etwas aus der Anfangszeit stolpert.

 

Eines meiner ersten Aha!-Erlebnisse war recht klein, jedoch wurde mir dann versichert, dass da auch gestandene User bzw. Admins darüberstolpern. Kern der Frage war damals: “Warum geht dieser *biep* http-check nicht?!” Als Symptom zeigte sich, dass unserem Check der Zugriff verweigert wurde – und das, obwohl doch alle Permissions korrekt gesetzt waren. Da grübelt und googlet der Junior System Engineer erstmal eine Zeit lang. Um das Verfahren hier abzukürzen – es gibt folgende Möglichkeiten, das Problem anzugehen:

Der Grund liegt darin, dass der Check durch den Parameter –expect einen String mit dem Returnwert 200 als Default erwartet. Von daher kann man

  • als Quick’n’Dirty Lösung ganz einfach eine leere Datei mit dem Namen index.html im entsprechenden Verzeichnis angelegt werden
  • den String nach –expect auf einen sicher zu erwartenden Wert setzen, z. B. 302.
  • mit –url einen Pfad angeben, der geprüft werden soll, z. B. /start/menu

Auch schön war der Punkt, an dem man verstanden hat, was es mit dem Parameter command_endpoint auf sich hat – und man plötzlich merkt, dass unterschiedliche Festplatten z. B. auch unterschiedliche Füllstände aufweisen. Genauso faszinierend ist es natürlich auch, dass man durch Apply Rules viele Services weitläufig ausrollen oder umgekehrt auch einschränken kann.

Um nun abschließend einen unserer NETWAYS Consultants zu zitieren: “Das Kommando icinga2 daemon -C sollte man jedem neuen User irgendwohin tätowieren!”

Als Fazit aus den letzten zwei Jahren mit Icinga 2 kann ich ziehen, dass einem der Einstieg recht gut und schnell gelingt – egal, ob es sich um das Aufsetzen, die Wartung oder die täglich Nutzung handelt. Wer sich vor allem von letzterem gerne selbst überzeugen möchte, kann bei den NETWAYS Web Services in unserem kostenfreien Testmonat sowohl einen Icinga 2 Master als auch Satellite starten. Wer sich gerne tiefer in die Materie einarbeiten möchte, kann sich auf icinga.com schlau machen. Dort ist nicht nur die offizielle Dokumentation zu finden, sondern auch Termine zu Trainings und Events. Sehr zu empfehlen ist auch die überarbeitete Auflage des Buches Icinga 2: Ein praktischer Einstieg ins Monitoring von Lennart Betz und Thomas Widhalm.

Bildquelle: https://memegenerator.net/instance/40760148/jackie-chan-dafuq-is-wrong-with-ur-icinga-checks

Nicole Lang

Autor: Nicole Lang

Ihr Interesse für die IT kam bei Nicole in ihrer Zeit als Übersetzerin mit dem Fachgebiet Technik. Seit 2010 sammelt sie bereits Erfahrungen im Support und der Administration von Storagesystemen beim ZDF in Mainz. Ab September 2016 startete Sie Ihre Ausbildung zur Fachinformatikerin für Systemintegration bei NETWAYS, wo sie vor allem das Arbeiten mit Linux und freier Software reizt. In ihrer Freizeit überschüttet Sie Ihren Hund mit Liebe, kocht viel Gesundes, werkelt im Garten, liest Bücher und zockt auch mal gerne.

Anpassungen der Nextcloud Login Seite werden nicht geladen

Wie uns bei den NWS Apps aufgefallen ist, gibt es aktuell in der Nextcloud Version 13.0.1 den Bug, dass Anpassungen an der Login Seite nicht aktualisiert werden. Das Problem ist hier wohl der “Image Cache“, der nicht aktualisiert wird.

Es werden verschiedene Möglichkeiten geschildert, dieses Problem zu umgehen, beziehungsweise zu beheben. Zwei dieser Wege werden im folgenden beschrieben:

 

1) Installation von “Unsplash”
  • Gewünschte Anpassungen vornehmen
  • Installation der “Unsplash” App
  • Deaktivierung dieser App im Anschluss
2) Image Cache manuell aktualisieren

Eine weitere Möglichkeit ist den Image Cache manuell zu updaten. Dies funktioniert jedoch nicht in allen Fällen.

sudo -u www-data php occ maintenance:theme:update

Dieses Problem gab es in früheren Version schon einmal. Der Bug sollte in künftigen Versionen behoben sein.

Hier ein paar links zu diesem Thema:

 

 

Marius Gebert

Autor:

Marius ist seit September 2013 bei uns beschäftigt. Er hat im Sommer 2016 seine Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration absolviert und kümmert sich nun um den Support unserer Hostingkunden. Seine besonderen Themengebiete erstrecken sich vom Elastic-Stack bis hin zu Puppet. Auch an unserem Lunchshop ist er ständig zu Gange und versorgt die ganze Firma mit kulinarischen Köstlichkeiten. Seine Freizeit verbringt Marius gern an der frischen Luft und wandert dabei durch die fränkische Schweiz

The Impact of Voice and Tone in Writing

Did you realize, when you read something your brain maps the words to a particular voice in your head? Your inner voice reads out loud the wordsyou’re reading. Actually, not everyone has this, but most people do. Ruvanee Vilhauer from the New York University did some research on this and found out that the vast majority (82%) said that they do hear an inner voice when reading to themselves.

The interesting thing about this is, that the inner voice varies depending on the written words, grammar and even the punctuation. Certain texts manage to let our inner voice sound enthusiastic, others make it sound sad, happy, thoughtful and so on.

Marketing professionals for content marketing and digital communication take advantage of this, for example when building brands. Depending on the target audience, advertising texts have their own sound and feel. Our inner voice has a huge impact on how we feel about something. It is much more likely that we recommend a product or a brand if our inner voice sounds excited while reading a text about it.

The Voice and Tone in Writing

The voice is the distinct personality of a text, be it in a magazines article, blog post, website or just a short tweet. A writer’s voice is something uniquely their own. It is build based on the words the writer uses, the grammar, punctuation, mechanics and overall style he uses. Readers begin to construct a person based on the voice and tone of a text. Beside the headline, the first sentence is the most important part of a text. It decides whether the reader continues reading and with how much attention he will continue. The voice gives personality to the writing and helps grab the readers attention and build a relationship.

The tone is more like a subset of the voice. It adds a mood to the personality and therefore a mood of our inner voice. The writing tone helps us specify if your inner voice sounds excited, amused or thoughtful. Further, if correctly pulled through, the writing tone emphasises the whole image of a product. At some point, it’s more a matter of how something is said than what is said.

Of course, IT companies benefit from all of this like any other company. One of the main aspects if a brand or a product is successful is it’s textual presentation. Usually, IT companies (especially startups) try to make their users feel enthusiastic about their product or upcoming event. When reading their texts and tweets, often it feels like something really big and great going to happen. And you definitely don’t want to miss anything big and great. You could loose track and in the IT business it can happen pretty fast to miss something. As we all know, technology changes very fast.

The voice and tone runs through the entire marketing concept. It helps us differentiate the interesting from the boring stuff. For marketers it is an important instrument to build a friendly and trustworthy image for the product. The way we read our everyday texts, especially tweets and blogs, has a huge impact on how we see IT companies and their products, independent from their technical achievements. If the company misses to delight you about their brand and product, they will have a much harder time to actually convince you to use it. If the tweets and blogs have a more conversational, friendly and trustworthy tone, it’s more likely that you will get motivated to actually give it a try.

There are so much more details about this topic which I never could fit into a blogpost. The key takeaway of this post is that it’s definitely worth thinking about the voice of tone of a text and the inner voice of the reader when writing for a certain product, even if you are not a professional marketer. A great article to get started with this topic is listed on the website of Nielsen Norman Group.

Blerim Sheqa

Autor: Blerim Sheqa

Blerim ist seit 2013 bei NETWAYS und seitdem schon viel in der Firma rum gekommen. Neben dem Support und diversen internen Projekten hat er auch im Team Infrastruktur tatkräftig mitgewirkt. Hin und wieder lässt er sich auch den ein oder anderen Consulting Termin nicht entgehen. Mittlerweile kümmert sich Blerim hauptsächlich im Icinga Umfeld um die technischen Partner und deren Integrationen in Verbindung mit Icinga 2.

Linux Kernel first meta block group too large

Das Thema von Spectre und Meltdown hat uns ebenfalls gut beschäftigt, aber heute wollen wir nicht darüber reden. Viel mehr gehen wir auf einen Bug im Linux Kernel ein, welcher uns bei den Upgrade-Aktionen über den Weg gelaufen ist und zuerst für Verwirrung sorgte.

Im Detail betrifft es den Mount Vorgang von Ext4 Filesystemen, welche in der Vergangenheit vergrößert oder verkleinert wurden. Dies quittiert sich mit der Fehlermeldung ‘first meta block group too large’. Das Ganze trat im Kernel 4.4.48 das erste mal auf und zieht sich leider durch die Reihe. ( z.B. hier und hier ). Die Behebung ist für Stable Releases geplant, aber unsere Tests mit einem recht aktuellen 4.13er Kernel zeigten noch das gleiche Verhalten. In den genannten Links existiert auch schon ein Patch für einen manuellen Kernel Build, falls Bedarf besteht.

Die Lösung des Problems lässt sich leider nur mit einem neueren/selbst gebauten Kernel oder einer Portierung der Daten mittels altem Mount und neuem Filesystem beheben. Wir hoffen Euch mit dieser Information ein paar graue Haare und Zeit zu ersparen.

Und wem all das Ganze zu viel wird, der kann sich von uns gern unterstützen lassen.

Ronny Biering

Autor: Ronny Biering

Vor NETWAYS arbeitete Ronny bei einem der großen deutschen Internet- und Hosting Provider. Hier betreut er zusammen mit seinen Kollegen aus dem Bereich Managed Services die Plattformen unserer Kunden. Im Gegensatz zu dem üblichen Admin-Cliche, gehört Fitness zu einer seiner Lieblingsfreizeitbeschäftigung.

Serveradministration mit ISPConfig 3

Für Administratoren die sich nicht viel mit der CLI (Command Line Interface) beschäftigen wollen, gibt es die Administrationssoftware ISPConfig 3, eine Open-Source Software für Linux.

Dieses Tool ermöglicht eine umfangreiche Verwaltung von einem oder mehreren Server durch ein webbasiertes Front-End, welches jedoch vorher über die CLI installiert wird. 🙂

Die Installation kann sowohl auf physischen sowie auf virtuellen Servern erfolgen und unterstützt werden die Distributionen:

  • Debian 5 – 9 (empfohlen)
  • Ubuntu 8.10 – 17.10 (empfohlen)
  • CentOS 5.2 – 7
  • Fedora 10 und 12  20
  • OpenSUSE 11.1 – 13.1

Die Zugriffsebenen teilen sich auf den Administrator, Wiederverkäufer und Kunden ein. Kunden und Wiederverkäufer können auf der Weboberfläche einfach über Kunden > Kunde/Reseller hinzufügen, hinzugefügt werden.

Automatisierte Installation der Konfigurationsoberfläche und der jeweiligen Server-Dienste wie E-Mailserver, Webserver, DNSserver, Dateiserver, Datenbankserver, vServer und XMPP Server durch einen Script, machen es dem unerfahrenen Linux Benutzer um einiges einfacher. Über die Oberfläche lassen sich Webseiten mit letsencrypt wie aus Magie kostenlos mit gültigen Zertifikaten signieren.

Unterstützte werden die Daemons:

  • HTTP: Apache2 und nginx
  • SMTP: Postfix
  • POP3/IMAP: Courier und Dovecot (1.2.x)
  • FTP: PureFTPd
  • DNS: BIND und MyDNS
  • Datenbank: MySQL
  • Statistiken: Webalizer und AWStats
  • Virtualization: OpenVZ

 

Quick-Guide für Ubuntu und Debian

Bitte nur auf einem frischen Server ohne jegliche Vorinstallationen ausführen um Probleme zu vermeiden.

Vorbereitung

apt-get update && apt-get -y upgrade
apt-get install -y unzip 
cd /tmp
wget --no-check-certificate -O installer.tgz "https://github.com/servisys/ispconfig_setup/tarball/master"
tar zxvf installer.tgz

Installation

cd *ispconfig*
bash install.sh

Die Installation erfolgt dann durch Beantwortungen von Fragen im auswählbaren Experten- oder Standartmodus, dazu gehört auch die Wahl zwischen der Einrichtung von einem Master- oder Slaveserver (Automatisiert nur im Expertenmodus und nur unter Debian).

Shall this server join an existing ISPConfig multiserver setup (y,n) [n]: y

Beispielsweise wird als erstes auf Server1 eine Masterinstallation durchgeführt, danach muss auf Server2 bei einer Slaveinstallation der Hostname und die dazugehörigen Datenbankinformationen des Server1, nach der bejahten Frage ob bereits ein Multiserver setup existiert, eingetragen werden. Der Rest wird dann im Hintergrund automatisch erledigt.

Weitere Informationen und Features zum ISPConfig 3: klick mich

Demo ISPConfig 3: klick mich

Nach der Installation erspart man sich als Admin einiges an Tipparbeit und vermeidet dadurch fatale Konfigurationsfehler.

Ufuk Sentuerk

Autor: Ufuk Sentuerk

Ufuk ist seit 2015 bei NETWAYS. Er macht seit September eine Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration. Sein Interesse für Computer war schon im Grundschulalter groß. In seiner Freizeit spielt Ufuk außerdem gern Gitarre oder verbringt die ein oder andere Stunde beim Lauftraining.

Shopware Update

Jeder nutzt für seine Dienste die verschiedensten Tools. Wir bei NETWAYS kümmern uns im Hosting Bereich für Sie um eben diese Dienste und Tools, sodass Sie als User sich damit nicht beschäftigen müssen.
In diesem Rahmen betreuen wir auch Shopware Installationen unserer Kunden.
Jedoch wollen derartige Dienste auch Updates um aktuell zu bleiben. Ein Shopware Update ist meist nichts großes. Dennoch gibt es hier auch nicht nur eine Variante, wie diese am besten durchzuführen sind. Die Variante die für mich die “beste” ist, möchte ich hier kurz vorstellen.


Schritt 1

Zunächst benötigt man das Paket des jeweiligen Updates. Diese können hier heruntergeladen werden. Im Anschluss kurz entpacken und schon kann es los gehen. Wichtig hierbei ist, dass die Dateien des Updates, die Dateien der Shopware Installation überschreiben.

Deswegen: Ein Backup rettet manchmal jeden Admin! Dies gilt auch für die DB, da diese ebenfalls bearbeitet wird.

Schritt 2
Das Update einspielen.

root@shopware:/tmp# cp -a -R /tmp/update_5/update_5/* /var/www/shopware_directory

Schritt 3
Im Endeffekt war es das auch schon. Unter http://shopware-test.meinedomain.com/recovery/update kann nun das Update gestartet werden. Hier passiert bis auf einige wenige Klicks alles automatisch. Nach dem erfolgreichen Update, muss noch ein Ordner gelöscht werden, sodass das System wieder freigegeben wird.

root@shopware:/var/www/shopware_directory# rm -rf /update-assets

Nun sind keine weiteren Schritte mehr nötig. Auf Fehlermeldungen muss natürlich individuell eingegangen werden. Sollten Sie hierbei auf Probleme stoßen oder möchten ebenfalls eine Umgebung aufbauen, können Sie gerne Kontakt zu uns aufnehmen.

Marius Gebert

Autor:

Marius ist seit September 2013 bei uns beschäftigt. Er hat im Sommer 2016 seine Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration absolviert und kümmert sich nun um den Support unserer Hostingkunden. Seine besonderen Themengebiete erstrecken sich vom Elastic-Stack bis hin zu Puppet. Auch an unserem Lunchshop ist er ständig zu Gange und versorgt die ganze Firma mit kulinarischen Köstlichkeiten. Seine Freizeit verbringt Marius gern an der frischen Luft und wandert dabei durch die fränkische Schweiz