Serveradministration mit ISPConfig 3

Für Administratoren die sich nicht viel mit der CLI (Command Line Interface) beschäftigen wollen, gibt es die Administrationssoftware ISPConfig 3, eine Open-Source Software für Linux.

Dieses Tool ermöglicht eine umfangreiche Verwaltung von einem oder mehreren Server durch ein webbasiertes Front-End, welches jedoch vorher über die CLI installiert wird. 🙂

Die Installation kann sowohl auf physischen sowie auf virtuellen Servern erfolgen und unterstützt werden die Distributionen:

  • Debian 5 – 9 (empfohlen)
  • Ubuntu 8.10 – 17.10 (empfohlen)
  • CentOS 5.2 – 7
  • Fedora 10 und 12  20
  • OpenSUSE 11.1 – 13.1

Die Zugriffsebenen teilen sich auf den Administrator, Wiederverkäufer und Kunden ein. Kunden und Wiederverkäufer können auf der Weboberfläche einfach über Kunden > Kunde/Reseller hinzufügen, hinzugefügt werden.

Automatisierte Installation der Konfigurationsoberfläche und der jeweiligen Server-Dienste wie E-Mailserver, Webserver, DNSserver, Dateiserver, Datenbankserver, vServer und XMPP Server durch einen Script, machen es dem unerfahrenen Linux Benutzer um einiges einfacher. Über die Oberfläche lassen sich Webseiten mit letsencrypt wie aus Magie kostenlos mit gültigen Zertifikaten signieren.

Unterstützte werden die Daemons:

  • HTTP: Apache2 und nginx
  • SMTP: Postfix
  • POP3/IMAP: Courier und Dovecot (1.2.x)
  • FTP: PureFTPd
  • DNS: BIND und MyDNS
  • Datenbank: MySQL
  • Statistiken: Webalizer und AWStats
  • Virtualization: OpenVZ

 

Quick-Guide für Ubuntu und Debian

Bitte nur auf einem frischen Server ohne jegliche Vorinstallationen ausführen um Probleme zu vermeiden.

Vorbereitung

apt-get update && apt-get -y upgrade
apt-get install -y unzip 
cd /tmp
wget --no-check-certificate -O installer.tgz "https://github.com/servisys/ispconfig_setup/tarball/master"
tar zxvf installer.tgz

Installation

cd *ispconfig*
bash install.sh

Die Installation erfolgt dann durch Beantwortungen von Fragen im auswählbaren Experten- oder Standartmodus, dazu gehört auch die Wahl zwischen der Einrichtung von einem Master- oder Slaveserver (Automatisiert nur im Expertenmodus und nur unter Debian).

Shall this server join an existing ISPConfig multiserver setup (y,n) [n]: y

Beispielsweise wird als erstes auf Server1 eine Masterinstallation durchgeführt, danach muss auf Server2 bei einer Slaveinstallation der Hostname und die dazugehörigen Datenbankinformationen des Server1, nach der bejahten Frage ob bereits ein Multiserver setup existiert, eingetragen werden. Der Rest wird dann im Hintergrund automatisch erledigt.

Weitere Informationen und Features zum ISPConfig 3: klick mich

Demo ISPConfig 3: klick mich

Nach der Installation erspart man sich als Admin einiges an Tipparbeit und vermeidet dadurch fatale Konfigurationsfehler.

Ufuk Sentuerk

Autor: Ufuk Sentuerk

Ufuk ist seit 2015 bei NETWAYS. Er macht seit September eine Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration. Sein Interesse für Computer war schon im Grundschulalter groß. In seiner Freizeit spielt Ufuk außerdem gern Gitarre oder verbringt die ein oder andere Stunde beim Lauftraining.

Manjaro oder Ubuntu?

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Wieso Manjaro?

Ubuntu Distributionen bereiten mir persönlich zu viele Probleme, die mich immer von meiner eigentlichen Arbeit abhalten. Mal funktioniert der Bootvorgang nicht, mal lässt sich der Computer nicht herunterfahren. Netzwerktreiber werden gerne auch mal mittels trusty-updates lahmgelegt. Auch die Benutzeroberflächen sind noch sehr unreif und fehleranfällig. Das alles nimmt mir die nerven, um in der Ruhe Arbeiten zu erledigen. Manjaro Linux, welches zwei Varianten in verschiedenen Benutzeroberflächen anbietet, ist mir durch seine Simplizität aufgefallen. KDE fiel bei mir sofort auf und bürgerte sich in mein doch so wählerisches Herz ein.

Und… die Vorteile?

Es bieten sich sehr viele Möglichkeiten an, seinen Desktop Out of the Box zu individualisieren, ohne sich zahlreiche Pakete bis zum System failure herunter oder hoch zu klopfen. Auch die Eingewöhnung ist ziemlich leicht. Zum Beispiel wird der Paketmanager durch den Befehl pacman aufgerufen, anstatt bei Ubuntu mit apt-get. Zum starten/stoppen von Services wird systemctl anstelle von service/systemd verwendet.

Multitasking ist auch ein Leichtes: Durch scrollen auf dem Bildschirm gelangt man auf seinen nächsten Multi Desktop, der natürlich auf eigenen Wunsch angepasst werden kann.

Es wurde auch viel Wert auf Kleinigkeiten gelegt: Die Multitasking View wird samt der geöffneten Fenster in klein in der Leiste angezeigt. Widgets bereiten dem User nach dem booten am frühen Morgen einen warmen Empfang.

Sehr viel Transparenz, Benutzerfreundlichkeit, Simple Bedienung und flüssiges Arbeiten wird angeboten, die wohle Gefühle erwecken.

Gibts’n Haken?

Naja, nicht wirklich. Software wie Google-Chrome muss durch Snapshots selbst gebaut werden, denn sie sind nicht von pacman -S aus im Repository verfügbar. Aber das erfordert nicht viel Arbeit.Nachdem man makepkg -s im entpackten Pfad ausführt, kann das gewünschte Paket dann mithilfe von pacman -U *pkg.tar.xz installiert werden.

Ein weiteres Problem war die Namensauflösung von einem Drucker, der beim Hinzufügen gelistet wird, aber dann doch nicht gefunden werden kann. Dazu wird in den Systemeinstellungen, nachdem der Drucker hinzufügt wurde, die Verbindung geändert. Ich änderte hier die Domain durch die Drucker IP lpd://x.x.x.x/.

Das ist aber auch alles, was mir an Fehlern aufgefallen ist, die ich durch ein wenig Suchen beheben konnte. Ansonsten läuft es problemlos im Alltag.

Backup nicht vergessen!

Ufuk Sentuerk

Autor: Ufuk Sentuerk

Ufuk ist seit 2015 bei NETWAYS. Er macht seit September eine Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration. Sein Interesse für Computer war schon im Grundschulalter groß. In seiner Freizeit spielt Ufuk außerdem gern Gitarre oder verbringt die ein oder andere Stunde beim Lauftraining.

Einstieg ins neue

Hi, ich bin der Ufuk und ich habe meine Ausbildung als Fachinformatiker für Systemintegration am 1. September d. J. in der Abteilung NETWAYS Managed Services angefangen.

Zuvor habe ich meine Mittlere Reife (Wirtschaftsschule) in Ingolstadt absolviert, wo ich im schulischen Zeitraum als ein Technik begeisterter Computer-Bastler auch meine Klasse bei technischen Problemen unterstützt habe.

 

23378552713_8d1f150a9a_kDurch Interesse bin ich schlussendlich auf NETWAYS zugestoßen, wo ich gemeinsam mit den anderen Auszubildenden sympathisch in die Familie aufgenommen wurden. Da ich vorher nicht viel an der Linux Kommandozeile zutun hatte, war das alles für mich etwas neu, aber dank meinen Ausbilder und Kollegen wird das mir überraschend schnell beigebracht. Eine 3-tägige Puppet Fundamentals Schulung werde ich dann im kommenden Jahr auch im Betrieb, für die Auszubildenden und interessierten Kollegen halten. Aktuell beschäftige ich mich auch mit Docker, worin ich immer mehr Aufgaben von Blerim bekomme.

 

Das war’s dann auch schon von mir, bis jetzt bin ich sehr positiv über NETWAYS überrascht und freue mich auf die zukünftige Zusammenarbeit, denn so ein tolles Unternehmen kann man nur einmal im Leben haben.

Quelle

 

Ufuk Sentuerk

Autor: Ufuk Sentuerk

Ufuk ist seit 2015 bei NETWAYS. Er macht seit September eine Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration. Sein Interesse für Computer war schon im Grundschulalter groß. In seiner Freizeit spielt Ufuk außerdem gern Gitarre oder verbringt die ein oder andere Stunde beim Lauftraining.