ownCloud oder Nextcloud: Wo liegen die Unterschiede?

Als wir vor Kurzem vor der Entscheidung standen, ob wir ownCloud oder doch lieber Nextcloud für unsere neue Software as a Service Platform NWS (Netways Web Services) als Produkt aufnehmen sollten, kamen wir recht schnell zu einem Ergebnis. Nachdem klar war, dass wir unseren Ceph S3 Object Store als Primary Storage für das Produkt nutzen möchten, stellten wir fest, dass dies aktuell nur in Nextcloud ab der Version 11 oder aber mit der Enterprise Edition von ownCloud möglich ist. Bei dieser Enterprise Edition handelt es sich um eine kostenpflichtige Version von ownCloud, die neben der Möglichkeit Support Subscription Modelle hinzu buchen zu können auch zusätzliche Features enthält.

Warum haben wir uns für Nextcloud entschieden?

Was die Installation und Einrichtung betrifft, so nehmen sich die beiden nicht viel, da Nextcloud als Fork von ownCloud auf diesem aufbaut. Dem entsprechend ähneln sich auch Design und Aufbau der Weboberfläche der beiden Cloud Versionen. Es ist allerdings so, dass viele der Features, die bei ownCloud nur in der Enterprise Edition verfügbar sind, bei Nextcloud bereits kostenlos dabei sind oder sich durch wenige Klicks über den Nextcloud App Store aktivieren lassen. Eine Gegenüberstellung der Features der Community Edition und der Enterprise Edition von ownCloud kann man übrigens hier finden. Ich habe ein paar der Features, die laut dieser Seite nur in der ownClouds Enterprise Version verfügbar sind herausgepickt und geprüft, ob diese in Nextcloud enthalten sind.

Nextcloud Webinterface

Nextcloud Webinterface

Das Feature “File Drop” ermöglicht es Gästen Dateien in einen Ordner der ownCloud hochzuladen, wobei der Gast aber nicht den Inhalt des Ordners angezeigt bekommt. In Nextcloud geht das auch – dazu müssen beim Teilen eines Links die Optionen “Hochladen und Bearbeiten erlauben” und “Dateien ablegen (nur Hochladen)” gesetzt sein. Die von ownCloud beschriebene “Datei-Firewall” lässt sich im Nextcloud App Store unter “File access control” aktivieren. Zusammen mit dem Workflow-Modul, das sich ebenfalls in den Nextcloud Administrator Einstellungen konfigurieren lässt, können bestimmte Regeln definiert und damit der Zugriff auf Dateien und Ordner eingeschränkt werden. Des Weiteren sind auch die bei ownCloud in der kostenpflichtigen Version erhältlichen Module für Auditing/Logging und SSO/SAML Authentifizierung bei Nextcloud über den App Store freischaltbar.

Und wie sieht es mit der Performance von Nextcloud aus?

Was die Performance angeht, so möchte ich hier auf andere Tests verweisen. Dort zeigt sich allerdings, dass Nextcloud minimal schneller ist. Dieser Vorsprung könnte sich in der aktuellen Nextcloud Version 11 durch eine geringere Anzahl an Datenbank-Abfragen noch etwas ausgebaut haben. Auch im Bezug auf Sicherheit hat sich bei Nextcloud vor Kurzem etwas getan. Und wer sich an der Integration der Online-Office Anwendung Collabroa-Online versucht, der dürfte mit Nextcloud durch umfangreichere Dokumentation zur Einrichtung und der im App Store verfügbaren Collabora Online App wohl schneller zum Ziel finden als mit ownCloud.

Alles in Allem sind die Unterschiede eher marginal. Eingesessene ownCloud Nutzer werden es sich wahrscheinlich zwei mal überlegen, ob sich der Umstieg auf Nextcloud für sie lohnt. Für diejenigen, die neu auf dem Gebiet sind und vor der Entscheidung zwischen ownCloud und Nextcloud stehen, könnte das ein oder andere Feature das bei ownCloud nur in der Enterprise Edition enthalten ist aber dennoch interessant sein.

Und wenn Sie Nextcloud testen und natürlich auch produktiv einsetzen wollen, empfehlen wir die Nutzung von Nextcloud von den NETWAYS Web Services.

Gabriel Hartmann

Autor: Gabriel Hartmann

Gabriel freut sich nun in seiner Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration bei NETWAYS endlich sein im Informatikstudium gesammeltes Wissen artgerecht anwenden zu können. Wenn er nicht gerade an Servern, PC’s und sonstigem bastelt, vertreibt sich der gebürtige Oberfranke seine Freizeit mit Radfahren, Fotografie und Snowboarden. Vor allem reizen ihn interessante Projekte und das Arbeiten an Open Source basierten Linux-Systemen.

NETWAYS stellt sich vor – Gabriel Hartmann

This entry is part 30 of 31 in the series Mitarbeitervorstellung

Name: Gabriel Hartmann

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Alter: 28

Position bei NETWAYS: Junior Systems Engineer

Bei NETWAYS seit: September 2016

Was genau gehört zu Deinem Aufgabenbereich bei NETWAYS?

Als Junior Systems Engineer bin ich als Azubi im Architecture-Team tätig, das sich unter anderem damit beschäftigt, neue Lösungen und Produkte für den Bereich Managed Hosting zu erarbeiten. Ich werde allerdings im Laufe meiner Ausbildung bei NETWAYS auch im Support- und dem Infrastuktur-Team der Managed Services arbeiten.

An welchen Projekten arbeitest Du gerade?

Da ich meine Ausbildung erst vor kurzem bei NETWAYS begonnen habe, bin ich im Moment noch dabei mich mit sämtlichen Tools und internen Abläufen vertraut zu machen. Außerdem wurden die anderen neuen Azubis und ich in einer zweitägigen Linux-Schulung mit der Bash und einigen relevanten Befehlen vertraut gemacht.

Welche größeren oder besonders interessanten Projekte stehen zukünftig an?

Ich habe bereits eine kleine Einführung in das aktuelle SaaS-Projekt des Architecture-Teams bekommen. Um später dann aktiv daran mitarbeiten zu können, werde ich mich erst einmal mit der Programmiersprache Ruby und den Ruby-Frameworks Rails und Sinatra vertraut machen.

Was macht Dir an Deiner Arbeit am meisten Spaß?

Ich bin schon sehr gespannt auf die Arbeit am SaaS-Projekt und finde es super, dass ich als Azubi schon aktiv an solchen Projekten mitwirken darf.

Welche Technologie oder Entwicklung der letzten Jahre ist Deiner Meinung nach die wichtigste, bzw. herausragendste im Bereich Open Source?

Da mit Technologien wie z.B. Cloud Computing der Einsatz von Virtuellen Maschinen immer populärer wird, denke ich, dass sich vor allem im Bereich Virtualisierung einiges getan hat.

Was machst Du, wenn Du mal nicht bei NETWAYS bist?

Ich bastel zuhause gerne an meinen “Hackintosh”-Rechnern und zocke ab und zu mal Spiele wie DayZ oder Heroes and Generals. Außerdem koche ich gerne zusammen mit meiner Freundin und gehe oft mit ihr Fahrradfahren oder spazieren. Ein weiteres Hobby von mir ist Filmen und Videobearbeitung. So halte ich gerne Erinnerungen von Urlauben und Ausflügen fest.

Wie geht es in Zukunft bei Dir weiter?

Mein Ziel ist es erst einmal die Ausbildung zum Fachinformatiker erfolgreich abzuschließen. Danach würde ich gerne bei NETWAYS weitermachen, da es mir hier jetzt schon gut gefällt.

Gabriel Hartmann

Autor: Gabriel Hartmann

Gabriel freut sich nun in seiner Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration bei NETWAYS endlich sein im Informatikstudium gesammeltes Wissen artgerecht anwenden zu können. Wenn er nicht gerade an Servern, PC’s und sonstigem bastelt, vertreibt sich der gebürtige Oberfranke seine Freizeit mit Radfahren, Fotografie und Snowboarden. Vor allem reizen ihn interessante Projekte und das Arbeiten an Open Source basierten Linux-Systemen.