Heute möchte ich euch GitKraken vorstellen, ein Git-GUI-Client welcher sich nun seit fast 3 Jahren bei mir im täglichen Einsatz findet und mir die Arbeit mit Git an einigen Tagen sehr vereinfacht.

Wieso ein GUI-Client, wenn man CLI haben kann?
Ich habe schon einige Male von Kollegen gesagt bekommen, dass ich GitKraken doch nur nutze, weil ich mit der CLI nicht zurecht komme. Der wahre Grund ist für mich einfach die viel bessere Übersicht über Changes, History und anderen Branches, schnelleres Auschecken und Resetten von Braches und auch manchmal, die Undo- und Redofunktionen.

Einfacheres Aufteilen in Commits
Jeder der oft viel schreibt und erst nach Stunden anfängt seine Arbeit in einzelne Commits aufzuteilen, weiß wie aufwendig es ist mit git add-p zu arbeiten. Diese Arbeit wird einem von GitKraken sehr vereinfacht und geht dadurch um einiges schneller. Hier können direkt einzelne Zeilen oder Hunks zum Stagen ausgewählt werden.

Was kostet der Spaß?
GitKraken kostet je nach Projekt zwischen 0€ und 99€/Jahr. Dies hängt von der Art des Projekts ab, an dem man mit GitKraken arbeitet. Möchte man mit dem Projekt Geld verdienen und es ist nicht Open-Source, dann muss man dafür mindestens 49€ im Jahr blechen. Wer jedoch ausschließlich an privaten und/oder Open-Source-Projekten arbeitet, kann GitKraken komplett kostenlos nutzen.

Nur nahezu perfekt
Auch wenn GitKraken einwandfrei funktioniert und sehr viele gut implementierte Funktionen bieten, hat es auch so einige kleine Macken. Um GitKraken nutzen zu können benötig man einen Account, GitKraken ist Closed-Source und kostet sogar Geld, wenn man es kommerziell nutzen möchte. Diese Aspekte treffen in der Open-Source-Community oft auf wenig Unterstützung.

Download
GitKraken ist für Windows, MacOS und Ubuntu/Debian erhältlich und kann hier heruntergeladen werden.

Noah Hilverling

Autor: Noah Hilverling

Nachdem Noah bei einer vierjährigen Exkursion nach Belgien seine Liebe zum Programmieren entdeckte, holte der gebürtige Euskirchener innerhalb kürzester Zeit gleich zwei Schulabschlüsse nach. Danach verließ Noah sogar den schönen Chiemsee, um sich ab September 2016 im Rahmen der Ausbildung zum Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung bei NETWAYS voll und ganz dem Programmieren hinzugeben und viele unterschiedliche Erfahrungen zu sammeln. Wenn er mal nicht am Programmieren und Zocken ist, brettert er mit seinem Snowboard die Pisten runter, oder schwingt sich auf sein Mountainbike.