docker

Docker ist uns allen als leichtgewichtige Lösung bekannt mit deren Hilfe man Anwendungen in Containern bereitstellen kann. Ist man etwas kreativ, kann man mit Docker aber viel mehr “verbrechen”. So kann man beispielsweise Docker sehr gut zum debuggen von Applikationen verwenden.

Jetzt fragt ihr euch sicher: “Was ist den bei dem kaputt? Zum debuggen brauch ich in 90 % aller Fälle eine Konsole”. Aber warum den nicht!? Es ist zwar gegen die Idee von Docker, aber man kann damit natürlich auch einen kleine Debugging-Container mit SSH betreiben.

 

 

Hier ein kurzes Beispiel in Form eines Dockerfiles:
FROM debian:8.4
MAINTAINER $your_name $your_email


# install needed packages
RUN apt-get update && apt-get install -y openssh-server rsync rsnapshot vim git sudo ntpdate ethtool screen dnsutils shorewall curl unzip telnet net-tools ntp ntpdate


# prepare root account and login
RUN mkdir /var/run/sshd

# SSH login fix. Otherwise user is kicked off after login
RUN sed 's@session\s*required\s*pam_loginuid.so@session optional pam_loginuid.so@g' -i /etc/pam.d/sshd
ENV NOTVISIBLE "in users profile"
RUN echo "export VISIBLE=now" >> /etc/profile


# prepare user
RUN groupadd -g 10000 $your_name
RUN useradd -g 10000 -u 10000 -s /bin/bash -m $your_name
RUN mkdir /home/$your_name/.ssh && chmod 750 /home/$your_name/.ssh && chown $your_name. /home/$your_name/.ssh
RUN echo "<$your_ssh_key>" > /home/$your_name/.ssh/authorized_keys && chmod 600 /home/$your_name/.ssh/authorized_keys && chown $your_name. /home/$your_name/.ssh/authorized_keys
RUN echo "$your_name ALL=NOPASSWD: ALL" > /etc/sudoers.d/$your_name && chmod 640 /etc/sudoers.d/$your_name


# map ssh port and run ssh
EXPOSE 22
CMD ["/usr/sbin/sshd", "-D"]

Wenn ihr jetzt alle $your_name durch euren Benutzernamen ersetzt (Variablen funktionieren bei Docker leider nicht in der RUN-Umgebung) erhaltet ihr ein aktuelles Debian 8.4 mit einem SSH Zugang. Dieses Dockerfile mit SSH kann man nun z. B. sehr einfach um Icinga2 Pakete erweitern. Etwas weiter gesponnen könnte man noch verschiedene Betriebssystemversionen oder die Auswahl Icinga2 Stable oder Snapshot mit einbauen.

Alles in allem erhält man einen sehr leichtgewichtigen Container der das Debuggen ermöglicht, der sehr schnell provisioniert ist und man mit der entsprechenden Storage Config sogar anwendungsspezifische Konfigurationen und Dateien mit schleppen kann.

Tobias Redel

Autor: Tobias Redel

Tobias hat nach seiner Ausbildung als Fachinformatiker bei der Deutschen Telekom bei T-Systems gearbeitet. Seit August 2008 ist er bei NETWAYS, wo er in der Consulting-Truppe unsere Kunden in Sachen Open Source, Monitoring und Systems Management unterstützt. Insgeheim führt er jedoch ein Doppelleben als Travel-Hacker, arbeitet an seiner dritten Millionen Euro (aus den ersten beiden ist nix geworden) und versucht die Weltherrschaft an sich zu reißen.