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Der Gnome Desktop ist prinzipiell eine sehr schöne Software, da durch seine Hilfe die Bedienung eines Linux Betriebssystems als Desktop deutlich einfacher wird. Ähnlich zu Windows Systemen können Einstellungen durch wenige Klicks mit der Maus getätigt werden.

Aber wie Automatisiert man diese Einstellungen? Und warum will man das? Für alle Teilnehmer unserer Schulungen stellen wir Notebooks zur Verfügung. Diese sind je nach Schulung (Icinga, Puppet, Ceph, usw.) unterschiedlich vorbereitet. Daher betanken wir alle Notebooks vor jeder Schulung mit unserem Foreman neu. Nach der frischen Grundinstallation müssen Einstellungen wie z. B. das Keyboard Layout dementsprechend neu konfiguriert werden.

Keyboard Layout ändern? Ja und? – Genau das dachte ich mir auch. Kann doch nicht so schwer sein…

Aber die Praxis belehrt eines besseren. Ändert man mit Puppet die /etc/default/keyboard ist dies bei unserem Debian 8.4 zwar theoretisch global gültig (z. B. für den Login-Screen), die einzelnen Benutzer-Accounts (mit Gnome) interessiert dies aber herzlich wenig. Wurde das Grundsystem in englischer Sprache installiert, ist das Tastaturlayout englisch und das völlig unabhängig von den Einträgen der /etc/default/keyboard.

Aber nichts leichter als das. Mit einem beherzten gsettings set org.gnome.desktop.input-sources sources "[('xkb', 'de')]" lassen sich solche Einstellungen schnell korrigieren. Pustekuchen! Das Kommando gsettings verlangt einen Execute über eine grafische Oberfläche, was Puppet und sein Manifest ziemlich uncool finden.

Rätsels Lösung ist in diesem Fall der für meine Begriffe etwas “dreckige” Workaround:
/usr/bin/sudo -u training dbus-launch --exit-with-session gsettings set org.gnome.desktop.input-sources sources "[('xkb', 'de')]"

Tja, wer hätte das gedacht. Es ist nicht sonderlich hübsch, funktioniert aber tadellos. In Zukunft kümmere ich mich lieber wieder um Serversysteme und behaupte nie wieder das die Umstellung des Keyboard Layouts nicht so schwer sein kann 😉

Tobias Redel

Autor: Tobias Redel

Tobias hat nach seiner Ausbildung als Fachinformatiker bei der Deutschen Telekom bei T-Systems gearbeitet. Seit August 2008 ist er bei NETWAYS, wo er in der Consulting-Truppe unsere Kunden in Sachen Open Source, Monitoring und Systems Management unterstützt. Insgeheim führt er jedoch ein Doppelleben als Travel-Hacker, arbeitet an seiner dritten Millionen Euro (aus den ersten beiden ist nix geworden) und versucht die Weltherrschaft an sich zu reißen.