Screenshot_20160229_141153

Wieso Manjaro?

Ubuntu Distributionen bereiten mir persönlich zu viele Probleme, die mich immer von meiner eigentlichen Arbeit abhalten. Mal funktioniert der Bootvorgang nicht, mal lässt sich der Computer nicht herunterfahren. Netzwerktreiber werden gerne auch mal mittels trusty-updates lahmgelegt. Auch die Benutzeroberflächen sind noch sehr unreif und fehleranfällig. Das alles nimmt mir die nerven, um in der Ruhe Arbeiten zu erledigen. Manjaro Linux, welches zwei Varianten in verschiedenen Benutzeroberflächen anbietet, ist mir durch seine Simplizität aufgefallen. KDE fiel bei mir sofort auf und bürgerte sich in mein doch so wählerisches Herz ein.

Und… die Vorteile?

Es bieten sich sehr viele Möglichkeiten an, seinen Desktop Out of the Box zu individualisieren, ohne sich zahlreiche Pakete bis zum System failure herunter oder hoch zu klopfen. Auch die Eingewöhnung ist ziemlich leicht. Zum Beispiel wird der Paketmanager durch den Befehl pacman aufgerufen, anstatt bei Ubuntu mit apt-get. Zum starten/stoppen von Services wird systemctl anstelle von service/systemd verwendet.

Multitasking ist auch ein Leichtes: Durch scrollen auf dem Bildschirm gelangt man auf seinen nächsten Multi Desktop, der natürlich auf eigenen Wunsch angepasst werden kann.

Es wurde auch viel Wert auf Kleinigkeiten gelegt: Die Multitasking View wird samt der geöffneten Fenster in klein in der Leiste angezeigt. Widgets bereiten dem User nach dem booten am frühen Morgen einen warmen Empfang.

Sehr viel Transparenz, Benutzerfreundlichkeit, Simple Bedienung und flüssiges Arbeiten wird angeboten, die wohle Gefühle erwecken.

Gibts’n Haken?

Naja, nicht wirklich. Software wie Google-Chrome muss durch Snapshots selbst gebaut werden, denn sie sind nicht von pacman -S aus im Repository verfügbar. Aber das erfordert nicht viel Arbeit.Nachdem man makepkg -s im entpackten Pfad ausführt, kann das gewünschte Paket dann mithilfe von pacman -U *pkg.tar.xz installiert werden.

Ein weiteres Problem war die Namensauflösung von einem Drucker, der beim Hinzufügen gelistet wird, aber dann doch nicht gefunden werden kann. Dazu wird in den Systemeinstellungen, nachdem der Drucker hinzufügt wurde, die Verbindung geändert. Ich änderte hier die Domain durch die Drucker IP lpd://x.x.x.x/.

Das ist aber auch alles, was mir an Fehlern aufgefallen ist, die ich durch ein wenig Suchen beheben konnte. Ansonsten läuft es problemlos im Alltag.

Backup nicht vergessen!

Ufuk Sentuerk

Autor: Ufuk Sentuerk

Ufuk ist seit 2015 bei NETWAYS. Er macht seit September eine Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration. Sein Interesse für Computer war schon im Grundschulalter groß. In seiner Freizeit spielt Ufuk außerdem gern Gitarre oder verbringt die ein oder andere Stunde damit, neue Skateboard Tricks zu üben. Bei seiner Anreise aus Ingolstadt hat er immer wieder mit Verspätungen der öffentlichen Verkehrsmittel zu kämpfen.