timeisIm Jahre 1905 veröffentlichte Albert Einstein die SRT. Die Theorie befasst sich mit der Beschreibung relativ zueinander bewegter Bezugssysteme und mit der Relativität von Zeitdauern und Längen. Mit der Gravitation kam 1915 in der Allgemeinen Relativitätstheorie ein “weiterer” die Zeit beeinflussender Faktor hinzu.
Auch das subjektive Zeitempfinden ist sicherlich jedem bekannt. Mal kriecht die Zeit vor sich hin und mal rast sie an einem vorbei, so das sich der Doppler-Effekt bemerkbar macht. Ja, auch das ist physikalisch natürlich nicht korrekt…
Auch wenn ich meinem Kollegen hier mit der Überschrift widerspreche, im Kern folgt nun das selbe in Icinga grün, wie Thilo letzte Woche, das Problem der nicht synchron laufenden Zeit für Puppet-Umgebungen beschrieben hat.

Kommt beim Monitoring mit Icinga 2 ein Satelliten-System, Icinga Agenten oder auch die HA-Funktionalität zur Lastverteilung zum Einsatz, ist das selbe Bezugssystem oder gleich laufende Zeit erforderlich. Die Kommunikation zwischen unterschiedlichen Icinga Instanzen nimmt keine Korrektur der Zeitstempel von Ereignissen vor. Ein Beispiel: Ein Agent läuft in Bezug auf seinen Icinga Server 10min in der Zukunft, schon klappt z.B. kein “force reschedule”, da der Event für den Agenten in der Vergangenheit liegt. Ein Zeitserver muss her. Dieser gehört natürlich mittels check_ntp_peer überprüft. Zusätzlich muss auf jedem Host mit einer laufenden Icinga Instanz, mit check_ntp_time auf Unix- und check_time.vbs auf Windows-Systemen, die Zeitdifferenz der eigenen Zeit gegen die des eingetragenen Zeitservers überwacht werden.

Lennart Betz

Autor: Lennart Betz

Der diplomierte Mathematiker arbeitet bei NETWAYS im Bereich Consulting und bereichert seine Kunden mit seinem Wissen zu Icinga, Nagios und anderen Open Source Administrationstools. Im Büro erleuchtet Lennart seine Kollegen mit fundierten geschichtlichen Vorträgen die seinesgleichen suchen.