Unser Post vom letzten Mittwoch zum Thema Mittarbeitersuche hat ganz schön Staub aufgewirbelt. Zuerst intern, denn es haben sich immer mehr Kollegen gemeldet, die besagte Mail der Recruitingfirma auch bekommen haben. Normalerweise juckt das niemanden, weil man inzwischen zu jedem Keyword, dass man in seinem XING Profil stehen hat, jeden Tag mehrere Jobangebote bekommt. Selbst mir wird hin und wieder ein toller neuer Job ins Aussicht gestellt.

Und dann haben die Zugriffe auf unser Blog, speziell aus F. in H., doch deutlich zugenommen. Aber die Kollegen dort haben es sportlich genommen. Statt einem Fax vom Anwalt hat Abends mein Handy geklingelt. Am Telefon der von uns veräppelte Senior Director Of Serious Solutions: Man habe in F. durchaus, wenn auch ein bisschen schmerzhaft, über unseren Post lachen können. Allerdings würde er unseren Ärger gerne aus der Welt schaffen und das Missverständnis erklären:

Die beauftragte Recruiting Firma habe vorschnell gehandelt. Statt Kandidaten aus der eigenen Kartei zu liefern – da waren wohl keine drin – hätte man dort versucht eben auf die Schnelle bei XING ein paar Profile zu generieren und eben alle Kandidaten mit den passenden Stichworten angemailt. Quasi nach der Spaghetti Methode: Erst einmal alles an die Wand werfen, wird schon irgendwas hängen bleiben. Und das dann an den Kunden weiter weiterverkaufen. Was für uns erst einmal nach einem gezielten Breitangriff aussah, war eben doch nur ein Dienstleister der gehörig über das Ziel hinausgeschossen ist.

Wie in der IT ja manchmal üblich, haben wir uns dann einfach auf einen nicht anwesenden Dritten – die Recruiting Firma – als Schuldigen geeinigt und spätestens nach dem Versprechen auf der CeBIT an einem Abend die Zeche zu übernehmen, war die Sache dann gegessen. Es zeigt sich mal wieder, dass es besser ist, solche Dinge auf dem kleinen Dienstweg zu lösen und nicht eskalieren zu lassen. Man kennt sich ja in der IT Szene.

Das “Angebot” aus dem ersten Post gilt trotzdem weiterhin. Wir unterstützen gerne andere – auch andere IT Unternehmen – dabei die passenden Leute für ein Projekt zu finden und haben schon oft mit unseren Leuten ausgeholfen, ohne dass man sich gleich um den Kunden geprügelt hat. Wir sind da für alle direkten Anfragen immer offen.

Julian Hein

Autor: Julian Hein

Julian ist Gründer und Eigentümer der NETWAYS Gruppe und kümmert sich um die strategische Ausrichtung des Unternehmens. Neben seinem technischen und betriebswirtschaftlichen Background ist Julian häufig auch kreativer Kopf und Namensgeber, beispielsweise auch für Icinga. Darüber hinaus ist er als CPO (Chief Plugin Officer) auch für die konzernweite Pluginstrategie verantwortlich und stösst regelmässig auf technische Herausforderungen, die sonst noch kein Mensch zuvor gesehen hat.