This entry is part 25 of 32 in the series Mitarbeitervorstellung

Name: Thomas Gelf

Alter: 30

Position bei NETWAYS: Senior Consultant

Was genau gehört zu Deinem Aufgabenbereich bei NETWAYS?

Als Senior Consultant liegt mein Schwerpunkt auf der Beratung und Unterstützung des Kunden vor Ort. Dabei ist meine Tätigkeit aber nicht auf die Beratung allein beschränkt, ich packe auch immer tatkräftig selbst mit an.

Nachdem ich selbst sehr gerne entwickle und mit meinem recht breiten wie tiefgehenden Know-how auch viel Erfahrung in der System- und Software-Architektur mitbringe, positioniere ich mich gerne als Schnittstelle zwischen den Anforderungen unserer Kunden und unseren Software-Entwicklern. Ich kann da ganz schön fordernd sein – versuche aber mich zu zügeln und meine vielen Ideen vorsichtig in kleinen Häppchen zu servieren.

Was macht Dir an Deiner Arbeit am meisten Spaß?

Das Spannende an meiner Arbeit ist die Tatsache, dass es fast jede Woche etwas Neues zu entdecken gibt. Jeder Kunde hat seine ganz eigene IT-Landschaft, hat andere Anforderungen und Problemstellungen. Am Morgen noch keine Ahnung von dem zu haben, was im Laufe des Tages so alles auf mich zukommt – das ist der Kick den ich brauche. Und am Abend ein Leuchten in den Augen des Kunden zu sehen ist die schönste Belohnung für meine Arbeit!

An welchen Projekten arbeitest Du momentan – wie ist da der Stand?

Ich arbeite stets an mehreren Projekten parallel, mein Schwerpunkt liegt aktuell auf einem recht umfangreichen Projekt bei einem Nachrichten-TV-Sender. Ich liege dort gut in der Zeit – und konnte in den Studios und hinter den Kulissen viel Neues entdecken. Hohe Anforderungen an möglichst zeitnahe Alarmierung und ein sehr breites Spektrum an unterschiedlichster Spezial-Hardware machen das Projekt besonders interessant.

Welche Technologie oder Entwicklung der letzten Jahre ist Deiner Meinung nach die wichtigste, bzw. herausragendste im Bereich Open Source?

Schwierige Frage, schließlich wird mit “Open Source” ein ziemlich breiter Bereich abgedeckt. Was mir z.B. am Linux-Kernel gefällt ist, dass er aus meiner Sicht so langsam wirklich “erwachsen” wird.

Unscheinbare Entwicklungen wie jene im Bereich der Performance-Counter im Kernel sind nur eines der vielen kleinen Features, die ein Linux-System reif für Enterprise-Umbebungen machen. Als Freund von schlanken Containern anstelle von komplett virtualisierten Betriebssystemen begrüße ich auch Entwicklungen wie LXC, die Linux Container.

Spannend finde ich auch das Gebiet der NoSQL-Datenbanken. Sie sind mit Vorsicht zu genießen, und sollten nicht blindlings überall eingesetzt werden. Aber wenn deren Architektur zu einer gestellten Aufgabe passt sind sie unschlagbar. Nicht zuletzt finde ich auch die Entwicklung im Bereich von BTRFS und ceph beeindruckend und kann es kaum erwarten, auch produktive Systeme auf diesen Dateisystemen aufzubauen.

Im Bereich der Programmiersprachen fasziniert mich zurzeit vor allem “serverseitiges” JavaScript, mit asynchronem I/O wie es z.B. NodeJS zur Verfügung stellt. In Zeiten des “Echtzeitweb” sind Entwickler gezwungen, umzudenken – alte Muster kommen an ihre Grenzen, noch ältere werden wieder ausgegraben. Es ist und bleibt spannend!

Du kannst gut schreiben – Wann erscheint dein nächster Artikel?

Danke für das Kompliment, aktuell habe ich aber nichts Konkretes geplant. Da ich ein kleiner Perfektionist bin, macht so ein Artikel richtig viel Arbeit. Mein letzter erschien im ADMIN-Magazin und drehte sich um das Konfigurationsmanagement mit Puppet. Werde mir in den nächsten Monaten aber sicher wieder mal einen Ruck geben und erneut was schreiben. Den fertigen Artikel dann in Papierform in der Hand zu halten ist nämlich ein richtig gutes Gefühl!

Wie hast du die diesjährige CeBIT erlebt?

Die CeBIT hat wie immer Spaß gemacht, war aber auch ganz schön anstrengend. Dafür gab es eine Menge viel versprechender neuer Kontakte und sehr interessante Gespräche. Das Interesse an Icinga war groß – und unsere neue EventDB als auch die Ingraph-Vorschau überzeugten.

Wenn Du mal nicht bei NETWAYS bist, was machst du?

Snowboarden! Ich liebe es, wenn der eisige Wind am frühen Morgen kleine Schneekörner ins Gesicht weht – das ist das beste Peeling das ich kenne! Und wenn beim ersten Aperitiv die Haare bereits eisgefroren zu Berge stehen, die Sonne bei strahlend blauem Himmel herunterlacht und die Haut trotzdem noch vor Kälte prickelt – dann ist der Tag perfekt.