This entry is part 5 of 6 in the series High Performance Websites

Dieser vorerst finale Teil befasst sich mit den restlichen Serverseitigen Themen Redirects und Keep-Alive. Zusätzlich wird auf DNS und das DNS Cacheverhalten des Browsers eingegangen.

Für die Performance von Webseiten hat DNS ausschließlich beim erstmaligen Aufruf Einfluss. Hier ist zu beachten das der DNS Server ihres ISP typischerweise 10-200 Millisekunden braucht um eine Namensauflösung durchzuführen. Nach der Erstanfrage wird der DNS Eintrag sowohl im Betriebssystem als auch im Browser gecached um erneute Anfragen zu vermeiden. Wie lange der bereits erfragte Eintrag zwischengespeichert wird gibt in erster Linie die TTL (Time-To-Live) in der DNS Zone an, desweiteren ist in den Browsern hinterlegt wie lange der DNS Cache zusätzlich zur TTL Einträge speichern soll. Dies kann bedeuten das trotz bereits abgelaufener TTL ein DNS Eintrag im Browser noch durch den Cache vorgehalten wird.

In Summe kann festgehalten werden das es sinnvoll ist die Verwendung unterschiedlicher Hostnamen auf ein minimum zu reduzieren um die durch DNS Anfragen entstehende Latenz beim erstmaligen Laden der Seite zu reduzieren.

In den vorherigen Kapiteln wurde vieles unternommen um die Ladezeit für den Benutzer so gering wie möglich zu halten. Genau das Gegenteil verursachen leider verwendete Redirects, wird bei der ersten HTTP Anfrage ein Redirect vom Server erwidert folgt daraus ein erneuter (also zusätzlicher) HTTP Request. Dieses Verhalten verzögert das Laden der eigentlichen Seite und sollte vermieden werden.

Ziel ist also Redirects wenn möglich zu verhindern oder sehr eingeschränkt zu verwenden.

Zur weiteren Optimierung sollte Keep-Alive serverseitig aktiviert werden, hier werden vom Browser bereits offene TCP Verbindungen für einen definierten Zeitraum wiederverwendet. Dieser Mechanismus spart zusätzlich Zeit für den eigentlichen TCP Verbindungsaufbau. Der Server und Browser signalisieren beim initiieren der Verbindung im “Connection” Header ob Keep-Alive Verbindungen erlaubt sind. Zusätzlich zu Keep-Alive wird unter HTTP/1.1 Pipelining zur Verfügung gestellt um die Verbindungsgeschwindigkeit zu erhöhen. Hier werden mehrere Anfragen über einen Socket übermittelt ohne vorher auf eine Antwort des Servers warten zu müssen.

In Apache wird Keep-Alive durch die folgenden Direktiven aktiviert.

Keep-Alive on