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Vala ist eine objektorienterte Programmiersprache, die auf dem Objekt-Modell von GNOME basiert. Daher ist es besonders leicht, mit ihr z.B. GTK-Programme zu schreiben.

Syntaktisch erinnert Vala sehr an C# und bietet ähnlich starke Features wie sein großes Vorbild: Klassen, Generics, Signale (analog zu Events bei C#), Eigenschaften mit Getter-/Setter-Funktionalität, Reflection und einiges mehr.

Folgendes Beispiel (von der Wikipedia-Seite zu Vala) zeigt, wie ein GUI-basiertes “Hello World”-Programm in Vala aussieht:

using Gtk;

int main (string[] args) {
Gtk.init(ref args);

var window = new Window();
window.title = "Hello, World!";
window.border_width = 10;
window.window_position = WindowPosition.CENTER;
window.set_default_size(350, 70);
window.destroy.connect(Gtk.main_quit);

var label = new Label("Hello, World!");

window.add(label);
window.show_all();

Gtk.main();
return 0;
}

Kompilieren lässt es sich mit folgendem Befehl (Tipp: Unter Ubuntu muss evtl. das “libgtk2.0-dev”-Paket installiert werden):

valac --pkg=gtk+2.0 -o HelloWorld HelloWorld.vala

Der Vala-Compiler generiert dabei zunächst intern C-Code, der danach mit GCC kompiliert wird. Das Ergebnis ist ein Binary, das – abgesehen von im Programm verwendeten Libraries – neben Glib und GObject keine zusätzlichen Abhängigkeiten hat.

Weitere Vala-Beispielprogramme gibt es z.B. in der offiziellen Dokumentation.

39.thumbnail Programmieren mit Vala

Autor: Gunnar Beutner

Vor seinem Eintritt bei NETWAYS arbeitete Gunnar bei einem großen deutschen Hostingprovider, wo er bereits viel Erfahrung in der Softwareentwicklung für das Servermanagement sammeln konnte. Bei uns kümmert er sich vor allem um verschiedene Kundenprojekte, aber auch eigene Tools wie inGraph oder in Zukunft um Icinga2.