Archive for the 'NETWAYS' Category

Linux Monitoring - iostat

Im Gegensatz zum im letzten Post behandelten Kommando vmstat, dessen Schwerpunkte das Memory Monitoring ist, gibt iostat Auskunft über den CPU-Status und die Input/Output Statistiken der angeschlossen Blockdevices.

Ähnlich wie bei vmstat ist iostat durch einen optionalen Intervall und der gewünschten Wiederholungsanzahl zu parametrisieren. Auch die Tatsache, dass es sich bei der ersten Ausgabe um einen kumulierten Wert seit Systemstart und bei den Weiteren um die Werte innerhalb des angegebenen Intervalls, lässt eine gewisse Ähnlichkeit erkennen.

Wie der Screenshot erkennen lässt gibt iostat ausführliche Infos über die Auslastung der angeschlossenen Devices. Somit zum einen einseitig belastete Disks zu identifizieren, zum anderen gibt die Statistik Aufschluss über das grundsätzliche Read/Write verhalten des entsprechenden Servers. Ohne Angabe von Parametern erfolgt die Ausgabe der übertragenen Daten in Blöcken. Die Optionen (-m) oder (-k) geben die entsprechenden Informationen in Mega- und Kilobyte.

Wichtig ist die Unterscheidung von await und svctm. Während await (average wait) sowohl die IO-Zeit innerhalb der Queue und die Servicetime listet, gibt svctm nur die Servicetime aus. Ist de svctm (Millisekunden) auffällig hoch, könnte dies auf ein technisches Problem im Plattensubsystem oder andere Verbindungsschwierigkeiten hindeuten, während eine hohe Gesamtlaufzeit (bei schneller Servicetime auf einen IO-Overload des entsprechenden Devices hindeutet.

Bosch: Nagios an der Linie

Auch bei der Robert Bosch GmbH im Bereich Automotive Electronics wird Nagios als Monitoring Lösung eingesetzt. Wir konnten dort unser KnowHow einbringen und helfen ein System aufzusetzen, welches Übersicht und Sicherheit gewährleistet.

Mit Hilfe der bekannten Nagios Add-Ons - Business Process View sowie NagVis ist dort eine, über das reine Monitoring hinaus gehende Lösung implementiert worden, die sowohl in der Lage ist den bird eyes view auf die verschiedenen Standorte als auch die direkt an der Linie relevanten Informationen übersichtlich darzustellen.

Zun Einsatz kommen natürlich verschiedene standard Hardwarechecks und der Klassiker NagiosGrapher. Es werden Performance Counter von Windows Applikationen abgefragt und Graphen daraus generiert. Besondere Beachtung verdient sicherlich auch der Einsatz des check_logfiles Plugins von Gerhard Laußer. Hier konnte die bereits vorhandene Überwachung von Logfiles auf Windows Systemen erneuert und auf eine zuverlässige Basis gestellt werden.

Abonnieren Sie unseren RSS Feed

Inzwischen existiert unser Blog ja schon mehr als ein Jahr und wir schaffen es inzwischen doch recht konstant mindestens einen Beitrag pro Tag zu posten. Und natürlich freuen wir uns immer noch über jeden neuen Kommentar oder jeden neuen Stammleser, der sich zu erkennen gibt. Viele Besucher lesen unser Blog über die Website, aber es gibt einen wesentlich einfacheren Weg in diesem und in vielen anderen Blog auf dem laufenden zu bleiben: den RSS Feed.

RSS funktioniert wie eine Nachrichtenticker und stellt Überschriften und Inhalte von Webseiten in einem standardisierten Format zur Verfügung. Diese Daten bezeichnet mal als RSS-Feed. Dieser Feed liefert, wenn man ihn in einem Feedreader abonniert hat, automatisch alle neuen Beiträge oder Blogposts ohne dass man die entsprechende Website besuchen muss.

Die Feedreader Funktion gibt es als standalone Software, als online Dienst oder als Zusatzfunktion in anderen Programmen, die Sie vielleicht schon einsetzen. Beispiele für Feedreeder sind:

  • Google Reader (sehr guter online Reader von Google)
  • Microsoft Outlook (ab Version 2007) oder Internet Explorer (ab Version 7)
  • Mozilla Thunderbird (eMail Client mit integriertem Feedreader) oder Firefox
  • Apple Safari (Browser ab Version 8 mit integriertem Feedreader)

Um unser Blog in einem dieser Reader zu abonnieren, müssen Sie nur auf diesen Link zum RSS Feed klicken oder die URL in Ihren Feedreader kopieren:

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Am besten Sie probieren es gleich aus, denn es wird Ihnen viel Zeit beim Bloglesen einsparen.

Wie das ganze funktioniert, wird hier auch in einem kurzen Video erklärt:
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NETWAYS stellt sich vor - Bernd Löhlein

Name: Bernd Löhlein

Alter: 25

Ausbildung: Fachinformatiker Anwendungsentwicklung

Position bei NETWAYS: Systems Engineer

Was genau gehört zu Deinem Aufgabenbereich bei NETWAYS?

Mein Aufgabenbereich umfasst die Betreuung der internen Infrastruktur, Kundensysteme im Bereich Managed Services sowie die Umsetzung neuer Kundenprojekte.

Welche großen Projekte und besonderen Herausforderungen hast Du hier bereits bewältigt?

Das größte Projekt in meiner Zeit bei NETWAYS war die Migration der gesamten Infrastruktur auf eine virtualisierte Umgebung, die ohne Beeinträchtigung des täglichen Betriebes stattfinden sollte. Das größte Kundenprojekt bestand aus der Erweiterung des Tradoria-Hostings, bei dem das bisherige Setup ebenfalls virtualisiert und erweitert werden sollte.

An welchen Projekten arbeitest Du momentan - wie ist da der Stand?

Aktuell dreht sich bei mir viel um die Weiterbildung. So absolviere ich mit vielen Kollegen die LPIC-Zertifizierungen und stehe außerdem kurz vor der Prüfung zum IHK-Ausbilder. Ansonsten geht es hauptsächlich um die kontinuierliche Optimierung unserer Infrastruktur in Bezug auf Leistungsfähigkeit und Ausfallsicherheit.

Welche größeren oder besonders interessanten Projekte stehen zukünftig an?

Das interessanteste „Projekt“ für mich wird die Betreuung unseres Auszubildenden nächstes Jahr sein, da ich mich hierbei in eine völlig neue Welt begebe. Vor 2 Jahren war ich ja selbst noch Auszubildender, und jetzt darf ich nach so kurzer Zeit die Ausbildung noch einmal aus der anderen Perspektive durchlaufen.

Was macht Dir an Deiner Arbeit am meisten Spaß?

Die Umsetzung aktueller Entwicklungen im Hard- und Software-Bereich bereitet mir oft Freude und manchmal auch Kopfzerbrechen ;-) Dies verhindert wirksam, dass Langeweile im Arbeitsalltag entsteht, da die Entwicklung nie stillsteht und so ständig neue Konzepte und Möglichkeiten zur Verfügung stehen und ausprobiert werden wollen.

Du unterstützt doch bei den Nagios Trainings, wie hat Dir die erste Schulung gefallen?

Bei der kürzlich stattgefundenen Schulung „Nagios - Availability Monitoring“ konnte ich zum ersten Mal in die Rolle des Ausbilders schlüpfen. Die Aufgabe Wissen zu vermitteln anstatt es umzusetzen war für mich eine neue Erfahrung, und es hat auch sehr viel Spaß gemacht.

Welche Technologie oder Entwicklung der letzten Jahre ist Deiner Meinung nach die wichtigste, bzw. herausragendste im Bereich Open Source?

Als größte Entwicklung der letzten Jahre hat sich für mich die Virtualisierung herausgestellt. Es ist einfach faszinierend zu sehen, wie sehr die vorhandenen Ressourcen immer optimaler genutzt werden können.

Was machst Du, wenn Du mal nicht bei NETWAYS bist?

In meiner Freizeit bin ich viel beim Roten Kreuz in Nürnberg vertreten. Gerade als Ausgleich für einen Bürojob eignet sich so eine ehrenamtliche Tätigkeit bei der man viel unterwegs ist. Zur Entspannung ziehe ich mich manchmal in die heiligen Hallen des Snooker-Clubs zurück und fröne dieser traditionellen englischen Sportart. Und, wenn trotz allem noch Zeit bleibt, widme ich mich gerne meinem Fernseher und Sofa, wobei mich meine inzwischen recht umfangreiche Filmsammlung tatkräftig unterstützt.

Wie geht es in Zukunft bei Dir weiter?

Aktuell geht es in die heiße Phase der Familienplanung, nachdem in ca. 2 Wochen unsere Tochter das Licht der Welt erblickt. Das wird mein bisheriges Leben wahrscheinlich gewaltig umwerfen, aber Angst hab ich davor trotzdem nicht *g* Sonst dreht sich in Zukunft auch noch viel um das Studium, da ich nebenbei Wirtschaftsinformatik an der Fern-Universität studiere. Die größte  Herausforderung wird demnach sein, das alles irgendwie unter einen Hut zu bringen, ohne dass ein Teilbereich leidet…

Linux Monitoring - vmstat

Den letzten Post zum Thema Linux Monitoring haben wir dem Unix/Linux Klassiker top gewidmet. Er liefert bereits eine Vielzahl an Informationen zur Speicherverwaltung von Prozessen und der allgemeinen Systemauslastung. Etwas detailliertere Auskunft über die Auslastung des virtuellen Speichers gibt vmstat.

Bei Ausführung ohne Parameter gibt vmstat die Durchschnittswerte seit dem letzten Systemstart aus. Um vernünftige Echtzeitwerte zu bekommen sollte vmstat mit einem Delay von mindestens 5 Sekunden gestartet (vmstat 5) werden. Die Ausgabe teilt sich in folgende Bereiche:

  • procs
  • memory
  • swap
  • io
  • system
  • cpu
Die Manpage von vmstat gibt detailliert Auskunft über die Einzelwerte. Die wichtigsten Informationen sind in den Spalten r (running procs) sowie si und so  (swapped in and out). 

Die Zahl der running processes sollte die Zahl der verfügbaren Prozessoren nur kurzfristig übersteigen, da sich die stark CPU gebundenen Prozesse sonst stark verlangsamen. Gleiches gilt für überhöhte Swapping-Aktivität, welche das System innerhalb von Minuten zum erliegen bringen kann.Interessant ist auch die Option (-d) welche einem read/write/io Details für einzelne RAM und Blockdevices auflistet.

Linux Monitoring - top

In der MySQL-Performance-Serie haben wir uns ja bereits ausführlich mit den Möglichkeiten beschäftigt, einen MySQL-Server zu beschleunigen. Das grundlegende Speicherverhalten eines Linux-Systems ist jedoch für alle darauf laufenden Anwendung von größter Wichtigkeit. Die gängigen Distribution liefern nahezu alle notwendigen Werkzeuge mit, um einen Blick hinter die Kulissen zu werfen.

In den nächsten Wochen werden wir auf einige dieser Kommandos etwas näher eingehen und versuchen einen Überblick über Einsatz und Interpretation zu geben.

Als erstes Kommando, wollen wir in diesem Post top unter die Lupe nehmen. Wahrscheinlich gibt es keinen Linux Administrator, der dieses Kommando nicht kennt, jedoch wird es meist nur dafür verwendet, den CPU intensivsten Prozess schnellstmöglich ausfindig zu machen. Durch die interaktiven Konfigurationsmöglickeiten bietet Top aber vielmehr Möglichkeiten. Bei laufendem top kommt man über die Taste “h” zur Hilfe für die Interactive Commands. Dort besteht Konfigurationsmöglichkeit zur Sortierung, Anzeige und auch Beeinflussung bestimmter Prozesse durch Veränderung der Prozesspriorität (renice). Auch die Ergebnisfilterung auf Userbasis ist hier möglich und kann bei Bedarf auch gespeichert werden. Lediglich das dedizierte Monitoring einzelner Prozesse Bedarf den Neustart mit Angabe (-p) der zu überwachenden Prozesse. Übrigens gibt es auch einen Batchmode, welcher mit der Option (-b) aktiviert wird und eine leichte Protokollierung der Ausgabe ermöglicht.

Für längerfristigen Analysen ist jedoch sar die bessere Alternative auf die wir demnächst auch im Blog eingehen werden.

Daiichy Sankyo setzt auf Nagios

Die laut eigener Aussage wahrscheinlich weltweit einzigen im Pharma Bereich die eine Open-Source Lösung in einer pharma-validierten Umgebung für die Systemüberwachung implementiert haben ist die Firma Daiichi-Sankyo Europe GmbH aus München.

Eingesetzt wird Nagios 3.0 und PNP4Nagios für die Visualisierung der Messergebnisse, zusätzich werden verschiedene Serverräume mittles MessPC überwacht.

Wir freuen uns bei dieser möglicherweise einzigartigen Nagios Installation beteiligt sein zu dürfen und hoffen weitergehend das OpenSource im medizinischem Bereich noch weiter Fuß fassen kann.

MySQL Performance Serie - Zusammenfassung

Wie im letzten Post dieser Serie bereits versprochen, haben wir alle Themen der MySQL Performance Serie nochmals zusammengefasst um einen Überblick über alle erläuterten Themen zu geben.

Durch Feedback und Fragen unserer Leser ist die Serie dann doch etwas größer ausgefallen als erwartet, aber das kann eigentlich ja nur gut sein ;-)

Nochmals vielen Dank an alle für das zahlreiche Feedback und das Interesse an dieser Serie.

Nagios at Tyrolit

Recently I visited one of our Austrian customers in the city of Schwaz. Tyrolit, part of the Swarovski Group and one of the world’s leading suppliers of abrasives, are based there.

In common with most large companies their IT department needs to respond 24×7 to any serious problems, and they have a weekly on-call rota for the system administrators.

As always with Nagios, there is more than one way to solve this - one of the most popular being to send all alerts to a single email address and/or ‘phone number which is passed to whomever has the rota. It’s a simple and fairly easy way to manage the problem, especially if you use one of the managed group-call-number services available on the market (e.g. Vodafone CorporateVPN). One of the biggest disadvantages however is that you can no longer find out who received the alert. Plus you are adding another point-of-failure into the notification chain.

For some customers I would recommend handing all notifications to an external handler (e.g. NoMa), which offers a simple configuration GUI; but it wasn’t suitable in this case - so we decided to send the alerts to a Nagios contact group and built a small webpage to manage this group and create Nagios configuration files. With a couple of mouse clicks the Admin-on-Call can be changed.

This is one of the strengths of Nagios. The ability to easily expand the functionality with a script if need be. Which reminds me: I must upload it to www.NagiosExchange.org

MySQL Performance Serie - Teil 10: Überblick behalten

In vielen Teilen der Blog-Serie sind wir auf Möglichkeiten eingegangen, Probleme zu identifizieren und deren Ursache zu analysieren und zu eliminieren. Im täglichen Betrieb fehlt es jedoch meist an der Zeit Statusvariablen zu filtern, Ausführungspläne einzelner Statements zu durchforsten oder aktuelle Datenbankverbindungen zu tracen.

Eine große Erleichterung bieten hier Werkzeuge wie MyTop und InnoTop. Beide geben in einem topähnlichen Stil den aktuellen Status der Datenbank wieder und bieten Aufschluss über die aktuell laufenden Prozesse. InnoTop, der Name verrät es bereits, ist stärker auf die Parameter der InnoDB-Engine spezialisiert, welche sich in der Konsole auch mit dem Befehl “show engine innodb status” auswerten lassen.

Besonderes Merkmal von InnoTop ist die Möglichkeit sich auf mehrere Server gleichzeitig zu verbinden und diese zu Gruppen zusammenzufassen. So kann man auch in einer geclusterten Umgebung gut den Überblick behalten.

Vorerst ist dies der letzten Teil unserer Performance-Serie rund um MySQL, aber weitere Serien werden folgen. In den nächsten Tage wird es noch eine Zusammenfassung der einzelnen Artikel zum Abschluss geben.