Im Gegensatz zum im letzten Post behandelten Kommando vmstat, dessen Schwerpunkte das Memory Monitoring ist, gibt iostat Auskunft über den CPU-Status und die Input/Output Statistiken der angeschlossen Blockdevices.
Ähnlich wie bei vmstat ist iostat durch einen optionalen Intervall und der gewünschten Wiederholungsanzahl zu parametrisieren. Auch die Tatsache, dass es sich bei der ersten Ausgabe um einen kumulierten Wert seit Systemstart und bei den Weiteren um die Werte innerhalb des angegebenen Intervalls, lässt eine gewisse Ähnlichkeit erkennen.

Wie der Screenshot erkennen lässt gibt iostat ausführliche Infos über die Auslastung der angeschlossenen Devices. Somit zum einen einseitig belastete Disks zu identifizieren, zum anderen gibt die Statistik Aufschluss über das grundsätzliche Read/Write verhalten des entsprechenden Servers. Ohne Angabe von Parametern erfolgt die Ausgabe der übertragenen Daten in Blöcken. Die Optionen (-m) oder (-k) geben die entsprechenden Informationen in Mega- und Kilobyte.
Wichtig ist die Unterscheidung von await und svctm. Während await (average wait) sowohl die IO-Zeit innerhalb der Queue und die Servicetime listet, gibt svctm nur die Servicetime aus. Ist de svctm (Millisekunden) auffällig hoch, könnte dies auf ein technisches Problem im Plattensubsystem oder andere Verbindungsschwierigkeiten hindeuten, während eine hohe Gesamtlaufzeit (bei schneller Servicetime auf einen IO-Overload des entsprechenden Devices hindeutet.
Den letzten Post zum Thema Linux Monitoring haben wir dem Unix/Linux Klassiker top gewidmet. Er liefert bereits eine Vielzahl an Informationen zur Speicherverwaltung von Prozessen und der allgemeinen Systemauslastung. Etwas detailliertere Auskunft über die Auslastung des virtuellen Speichers gibt vmstat.
Bei Ausführung ohne Parameter gibt vmstat die Durchschnittswerte seit dem letzten Systemstart aus. Um vernünftige Echtzeitwerte zu bekommen sollte vmstat mit einem Delay von mindestens 5 Sekunden gestartet (vmstat 5) werden. Die Ausgabe teilt sich in folgende Bereiche:
- procs
- memory
- swap
- io
- system
- cpu
Die Manpage von
vmstat gibt detailliert Auskunft über die Einzelwerte. Die wichtigsten Informationen sind in den Spalten r (running procs) sowie si und so (swapped in and out).

Die Zahl der running processes sollte die Zahl der verfügbaren Prozessoren nur kurzfristig übersteigen, da sich die stark CPU gebundenen Prozesse sonst stark verlangsamen. Gleiches gilt für überhöhte Swapping-Aktivität, welche das System innerhalb von Minuten zum erliegen bringen kann.Interessant ist auch die Option (-d) welche einem read/write/io Details für einzelne RAM und Blockdevices auflistet.
Quelle: Flickr “cogdogblog” unter CC Lizenz
Komische Sache: Ich bin seit einem Jahr Apple User und habe mich noch nie gefragt, was dieses komische Symbol auf der Command/Apple Taste eigentlich bedeutet. Aber jetzt habe ich zufällig im ApfelBlog dieses Bild gesehen, bin den Links ein bisschen gefolgt und in der Wikipedia wirds erklärt:
Ursprünglich hatte die Taste ein Apple Logo enthalten, aber Steve Jobs wollte nicht so viele Apple Logos an den unterschiedlichen Stellen verwenden. Da wohl eine Deadline bevorstand, hat die Tastaturdesignerin verschiedene Logobücher durchwälzt und dabei dieses Symbol gefunden. Es stammt aus Skandinavien und weist dort auf eine besondere touristische Attraktion hin. Da es den anderen Leuten im Team gefiehl, wurde es das Comman Logo auf dem 1984er Macintosh.
Mich erinnert es am ehesten noch an ein Autobahnkreuz.
In der MySQL-Performance-Serie haben wir uns ja bereits ausführlich mit den Möglichkeiten beschäftigt, einen MySQL-Server zu beschleunigen. Das grundlegende Speicherverhalten eines Linux-Systems ist jedoch für alle darauf laufenden Anwendung von größter Wichtigkeit. Die gängigen Distribution liefern nahezu alle notwendigen Werkzeuge mit, um einen Blick hinter die Kulissen zu werfen.
In den nächsten Wochen werden wir auf einige dieser Kommandos etwas näher eingehen und versuchen einen Überblick über Einsatz und Interpretation zu geben.
Als erstes Kommando, wollen wir in diesem Post top unter die Lupe nehmen. Wahrscheinlich gibt es keinen Linux Administrator, der dieses Kommando nicht kennt, jedoch wird es meist nur dafür verwendet, den CPU intensivsten Prozess schnellstmöglich ausfindig zu machen. Durch die interaktiven Konfigurationsmöglickeiten bietet Top aber vielmehr Möglichkeiten. Bei laufendem top kommt man über die Taste “h” zur Hilfe für die Interactive Commands. Dort besteht Konfigurationsmöglichkeit zur Sortierung, Anzeige und auch Beeinflussung bestimmter Prozesse durch Veränderung der Prozesspriorität (renice). Auch die Ergebnisfilterung auf Userbasis ist hier möglich und kann bei Bedarf auch gespeichert werden. Lediglich das dedizierte Monitoring einzelner Prozesse Bedarf den Neustart mit Angabe (-p) der zu überwachenden Prozesse. Übrigens gibt es auch einen Batchmode, welcher mit der Option (-b) aktiviert wird und eine leichte Protokollierung der Ausgabe ermöglicht.
Für längerfristigen Analysen ist jedoch sar die bessere Alternative auf die wir demnächst auch im Blog eingehen werden.
Nachdem von einigen Kollegen Interesse an LPIC Zertifizierungen bekundet wurde ist es nun soweit. Insgesamt 7 Kollegen sind aktuell bei GFN im Nürnberger Nordostpark zu Prüfungvorbereitungsworkshops und werden am 07.11. die ersten Zertifizierungen ablegen.
Bei den bisherigen Terminen hat sich herausgestellt
das alle Kollegen den Prüfungsfragen problemlos gewachsen sind, allerdings auf die Formulierungen der Fragen besonderes Augenmerk gerichtet werden muss.
Genau aus diesem Grund haben wir uns auch zu den Vorbereitungsworkshops entschlossen, hier können wir von den Erfahrungen des Trainers (vielen Dank an dieser Stelle an Winfried Klughardt) profitieren.
Auch wenn der Microsoft Internet Explorer sich gerade eher auf dem absteigenden Ast befindet und auf immer mehr Rechnern durch Firefox oder vielleicht bald durch Google Chrome ersetzt wird, ist er natürlich trotzdem immer noch sehr weit verbreitet. Aus diesem Grund ist es für jeden Webentwickler wichtig seine Webanwendungen auch unter IE zu testen. Aber wie, wenn man selbst Linux oder Mac OS X auf dem Rechner hat? Eine Möglichkeit wäre eine Virtualisierungslösung wie XEN, VmWare oder VirtualBox einzusetzen. Das bedeutet aber, dass man gleich wieder ein komplettes Windows installieren und auch administrieren muss. Und natürlich braucht man auch eine entsprechende Windows Lizenz dazu.
Eine einfachere Alternative ist es, denn Internet Explorer mittels WINE direkt unter OS X oder Linux zu installieren. Das klingt komplizierter als es ist, denn es gibt für beides fertige Pakete: ies4osx für dem Mac und ies4Linux. Gegenüber der Virtualisierungslösung haben die beiden Projekte sogar noch zwei weitere Vorteile: Die beiden liefern gleich mehrere Versionen des IE in einem Paket, so dass man seine Applikationen gleich in mehreren Browserversionen testen kann. Und im Gegensatz zu Windows kann man den IE auch ganz einfach wieder deinstallieren.
Selbst der erfahrene Unix System Administrator muss hin und wieder mal was nachsehen. Normalerweise bieten sich da die entsprechenden Man Pages oder Google an. Aber was macht man, wenn man gar nicht weiss nach welchem Kommando man eigentlich suchen soll? Die Unix Toolbox ist eine sehr umfangreiche Referenz, die alle wichtigen Kommandos auflistet. Ohne lange Erklärungen, denn die Optionen jeden Befehls kann man ja dann später in den Man Pages nachlesen. Ein interessantes Konzept verfolgt Rosetta Stone for Unix. Auf dieser Website kann man sich die Befehle für verschiedene Unix Varianten “übersetzten” lassen. Zur Auswahl stehen: AIX, A/UX, DG/UX, FreeBSD, HP-UX, IRIX, Linux, Mac OS X, NCR Unix, NetBSD, OpenBSD, Reliant, SCO OpenServer, Solaris, SunOS 4, Tru64, Ultrix und UNICOS. Das könnte helfen, wenn man sich mal auf einer weniger verbreiteten Plattform bewegen muss.
Launchy ist ein Startprogramm für Applikationen. Es funktioniert ein bisschen so wie Spotlight oder Quicksilver unter Mac OS X, indem man die ersten Anfangsbuchstaben des Programmnamens eingibt, dann eine Vorschlagsliste bekommt und mit Return einen der Treffer auswählen kann. Das ganze geht einfach schneller als sich durch ein langes Menü zu klicken. Natürlich nur, wenn man auch den Namen des gewünschten Programms kennt. Die Windows Version habe ich hier im Blog schon mal vorgestellt, aber jetzt ist Launchy auch in einer Version für Linux erschienen, die man hier direkt bei SourceForge herunterladen kann. Das ganze gibt es als Debian Paket oder als tar.gz zum selberkompilieren.
Vor einiger Zeit hatte ich hier zwei Tools vorgestellt, mit denen sich der Inhalt einer lokalen Festplatte visuell darstellen lässt. Das ganze macht das Aufräumen und Leeren der Platte einfacher: Auch viele kleine Dateien, wie beispielsweise die Fotosammlung, die aber zusammen sehr viel Platz wegnehmen, lassen sich sich dadurch einfacher aufspüren. Leider waren die beiden vorgestellten Tools nur für Windows und Mac OS X. Inzwischen habe ich noch das entsprechende Pendant für Linux gefunden: KDirStat macht genau das gleiche, nicht nur unter KDE, sondern auch allen anderen X11 Desktops. Angeblich ist auch KDirStat das Original und WinDirStat der Clone.

Heute am 16. August feiert unser aller Lieblingsdistribution Debian GNU/Linux ihren 15. Geburtstag. Denn genau an diesem Tag im Jahr 1993 hat Ian Murdock seine Distribution auf der Mailing Liste comp.os.linux.development zum ersten mal angekündigt. Den kompletten Post kann man bei Google Groups sogar noch nachlesen:
Fellow Linuxers,
This is just to announce the imminent completion of a brand-new Linux release,
which I’m calling the Debian Linux Release. (weiter)
Also, Herzlichen Glückwunsch liebes Debian. Auf weitere 15 Jahre.
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