Kurz nach dem release von NETWAYSPortal Version 3.0.0 geht’s lustig weiter mit lustigen und notwendigen Spielereien für die Welt der professionellen Nagios Admins.
Was uns eindeutig noch gefehlt hat, war eine Hostgroup-Summary View, die für jede Hostgruppe die Anzahl und Stati der zugehörigen Hosts und Services darstellt.
Ebefalls kommt jetzt nahezu jede IT-Randgruppe auf ihre Kosten:
- RSS für Feed-Fanatiker
- CSV-Export für Spreadsheet-Hungrige und arme Opfer der manuellen Datenauswertung
- PDF-Export für Freunde portabler Dokumente, die so gerne ihre Kollegen mit genanntem Dokumentenformaten spammen
Eine page history zeigt bereits besuchte Views während einer Session an und vereinfacht bei komplexeren Umgebungen die erneute Anwahl dieser Seiten. Da die vergangene Zeit seit Besuch dieser Ansichten mit angezeigt wird, kann auch immer schön damit geprotzt werden, wieviel man seit Anmeldung schon erledigt hat.
Sprachliche Ausgrenzung hat durch eine neue drop-down box im frontend nun ebenfalls ein Ende. Übrigens: Falls es da draußen Leute gibt, die uns ein language file in anderen Sprache zur Verfügung stellen möchten bitte melden! Schön wäre allerdings, wenn die Gönner der Sprache Ihrer Wahl auch mächtig sind.
So… jetzt natürlich noch die obligatorische ‘wie immer zu haben’-Zeile:
NETWAYSPortal gibt’s wie immer auf nagiosforge.org zum sofortigen download.
Viel Spaß!
Vom 29.-30. April 2009 veranstalten wir die Open Source Data Center Conference zum Thema Einsatz von Open Source Software in Rechenzentren und großen IT Umgebungen. Das spannende Thema stößt auf breites Interesse und wir konnten schon im Vorfeld viele Anmeldungen verzeichnen.
Da unsere gut angenomme Frühbucheraktion zum 31. Januar ausläuft, besteht heute und morgen noch die letzte Chance, sich die Teilnahme an der OSDC 2009 zu vergünstigten Konditionen zu sichern. Am Besten also gleich auf der Anmeldeseite vorbeisurfen und Geld sparen!
Wir freuen uns über das rege Interesse und auf spannende und informative Tage hier in Nürnberg.
Auch wenn die OSMB eigentlich schon vorbei ist, haben wir immer noch Material etwas zu berichten. Am letzten Tag der Konferenz, während um uns herum schon alles abgebaut wurde, haben wir uns mit Frank Bergmann von Project Open (PO) getroffen. Die webbasierte Software ist eine ERP Lösung für IT Anbieter auf Open Source Basis und bietet Unterstützung in den Bereichen Projektplanung und -controlling, Finance, HR, usw. und verfügt inzwischen auch über viele Funktionen aus dem Bereich IT Service Management, die uns natürlich ganz besonders interessieren. In der aktuellen Beta Version, die er uns vorgeführt hat, kann man schon eine Inventarverwaltung, Tickets und eine Nagios Anbindung erkennen.
Den ersten Kontakt hatten wir auf der OSMB im letzten Jahr und wir haben in der Zwischenzeit immer mitverfolgt, wie sich PO weiter entwickelt. Auf der letzten Nagios Konferenz hat Malte Süssdorf, ein Kollege von Frank auch einen Vortrag zur Nagios Integration in PO gehalten. Inzwischen hat sich die Software rasant weiterentwickelt und auch das ehemals etwas altbackene Interface ist sehr viel ansprechender geworden.
Leider hat uns das Messepersonal dann auch den Stehtisch abgebaut, so dass Frank seine Demo abbrechen musste.Wir werden PO aber natürlich weiter im Auge behalten und vermutlich auch in Projekten verwenden, wenn es darum geht aus Störungen, die von Nagios im Netz erkannt wurden, auch einen Financial Impact zu berechnen.
Langsam neigt sich die OSMB dem Ende zu. Zwar ist es für ein Fazit oder abschließende Worte noch zu früh, jedoch lassen sich auch in diesem Jahr wieder einige Brennpunkte identifizieren. Neben individuellen Lösungen und dem professionellen Einsatz von Open Source Software im Unternehmen standen natürlich auch neue Geschäftsideen im Vordergrund.
In unseren Bereichen Open Source Systems Management und Datacenter Solutions ist das Thema Virtualisierung, aber vor allem auch die automatisierte Verwaltung immer größerer Umgebungen ein Hauptthema. Hier liegen wir mit Lösungen wie Puppet und XEN voll im Trend und können bereits auf langjährige Erfahrung in Umfeld Configuration Management zurückblicken.
Auch an unserer bevorstehenden OSDC besteht großes Interesse und wir konnten noch einige interessante Referenten für Vorträge und Workshops gewinnen. Zum Ende der Early-Bird-Phase ziehen auch die Anmeldung an und obwohl noch ein wenig Zeit ins Land geht, beginnt für uns bald die “Heiße Phase”. Ich denke, dass wir so manchen OSMB-Teilnehmer auch auf der OSDC begrüßen können.
Ich komme gerade aus dem Vortrag “OS-Backup-Lösung Bacula im Unternehmenseinsatz” von Daniel Wedewardt seineszeichens IT-Manager bei Native Instruments GmbH.
Bei dem Vortrag wurde die grundlegende Architektur von Bacula dargestellt. Zusätzlich wurde aufgezeigt wo die Pro – und Cons von Bacula im Vergleich zur kommerziellen Konkurrenz liegen und das die Akzeptanz sowohl bei technischen Mitarbeitern als auch im Management zur OpenSource Backuplösung Bacula sehr hoch ist.
Bacula wird von uns auch seit mehr als 5 Jahren für das Backup sowohl unserer Systeme als auch im Managed Service Segment eingesetzt, die Kernaussage des Vortrags können wir nur voll unterstreichen. Vielen Dank für den interessanten Vortrag.
Ein interessanter Vortrag von Oliver Schindelbauer, der vorstellte, wie bei Immobilienscout ein kompletter Architekturwechsel auf eine virtuelle Umgebung unter XEN stattfand. Einer der Hauptgründe war der vorher extreme Ressourcenbedarf, der eines der Rechenzentren ans Limit brachte. Da die Hardware zum großen Teil schon am Ende des Lebenszyklus war, wurde der Zeitpunkt genutzt auf eine Blade infrastruktur mit virtuellen RedHat-Instanzen umzustellen. Dahinter liegt noch eine Oracle-Datenbank und ein zentrales EMC-Storage.
Das ganze Projekt mit einer Laufzeit von 4 Monaten hat sich innerhalb eines halben Jahres bereits amortisiert, was sich hauptsächlich auf die Einsparungen bei Management und Strom zurückführen lässt.
Die Entwicklungsumgebung ist übrigens schon seit längerem virtualisiert, allerdings mit VMWare.
Tom Podchul (Leiter Unix, Netzwerke und Datenbanken) bei der Baader Wertpapierhandelsbank AG hat gerade seinen sehr interessanten Vortrag über “Konfigurationsmanagement bei der Baader Bank” gehalten. Dabei hat er es meiner Meinung nach geschafft die richtige Balance zwischen technischen und kalkulatorischen Inhalten zu finden.
Für das Konfigurationsmanagement der Systeme wird cfengine in der Version 2 eingesetzt, die Vorteile wie Änderungsverfolgung, Transparenz und ein genau definierter Zustand aller Systeme gegenüber einer manuellen Systempflege wurden dargestellt und mit Beispielen unterlegt.
Vielen Dank für diesen interessanten Vortrag.
Gerade mal eine Stunde nach dem Vortrag zu OSS im Data Center hat Bernd gerade noch einen weiteren Vortrag mit dem Thema “Xen-Virtualisierung in hochverfügbaren Umgebungen” gehalten. Am Anfang stand eine Bestandsaufnahme einiger aktueller Probleme im Rechenzentrum, wie beispielsweise schlechte Kapazitätsauslastungen und daraus resultierende Kosten oder zeitintensive Arbeiten bei Upgrades, Tests und Rollouts, die natürlich in einer schlechten Time to Market resultieren. Danach kommt eine kurze Grundvorstellung von XEN, inklusive der wichtigsten Grundkonzepte und Features.
Vorteile für den Anwender ergeben sich vor allem duch den wesentlichen flexibleren Einsatz der Ressourcen, also bei der Konsolidierung von Servern oder die dynamische Umverteilung in Hoch- und Tieflastzeiten. Auch bei Wachstum oder Erneuerung einer Plattform bietet XEN viele Vorteile, denn es erlaubt einfachere Upgrades und auch ein Wachstum über verschiedene Hardwarehersteller oder Technologien hinweg.
Neben diesen allgemeinen Vorteilen entfaltet XEN aber gerade in HA Umgebungen besondere Vorteile: Der übliche Mehraufwand an Hardware in aktiv/passiv Clustern kann umgangen werden, manuelle Konfigurationsfehler lassen sich durch das Klonen von VMs wirksam verhindern und im Fehlerfall können virtuelle Maschinen viel leichter auf einer Ersatzhardware in Betrieb genommen werden. So lassen sich Downtimes reduzieren oder sogar komplett vermeiden und die Entkopplung von Betriebssystem und Hardware erlauben eine wesentlich einfachere Skalierung bestehender Umgebungen.
Ein weiterer Vorteil ergibt sich im Bereich Testing und Rollout, den Abnahmetests können durch die VM Technologie unter den echten Produktivbedingungen vorgenommen werden. Durch Snapshots kann immer wieder zu einem vorherigen Stand zurückgekehrt werden.
Im Fazit spricht er die Managementsorge an, dass duch die Virtualisierungsmöglichkeiten mit der Zeit ein Wildwuchs an VMs entsteht. Der lässt sich aber durch entsprechende Managementtools, gute Strukturierung der Anwendungslandschaft und einen hohen Automatisierungsgrad verhindern.
Update: Bild nachgereicht
Jesus Villar-Rodriguez hat gerade in seinem Vortrag “OVirt als Management-Tool für Xen” über den aktuellen Entwicklungsstand bezüglich oVirt, einem Managementinterface für virtualisierte Umgebungen aufgeklärt. Hierbei zeigte sich das oVirt für den produktiven Einsatz als Managementtool für libvirt basierende Virtualisierungslösungen (XEN,KVM,qEMU, …) leider noch keinen stabilen Status erreicht hat.
Der Ansatz eine Alternative zu den kommerziellen Lösungen, hier im speziellem VMWare zu schaffen ist aber trotz einiger Haken beim Betrieb und der Installation gelungen und sollte weiterverfolgt werden.
Vielen Dank an die Firma ProVirt und Herrn Villar-Rodriguez für den Interessanten Vortrag.
Herr Fendt von Siemens mit dem vielversprechenden Titel “Head of the corporate competence center embedded Linux” hat über die Integration von Open Source Software in kommerzielle Produkte berichtet. Unter http://gpl-violations.org/ gibt es auch Beispiele, wie man mit der Einbindung von Open Source Software auf die Nase fallen kann, wenn man die rechtlichen Fasllstricke nicht beachtet. So kann es schon reichen, wenn bei der Verteilung der Produkte vergessen wird die postalische Anschrift für den Bezug der Software anzugeben.
Insgesamt muss man im Unternehmen die Integration von OSS in Produkte sehr sorgfältig abwägen und in den Entwicklungs- und Prüfungsprozess der Requirements einbinden um hier böse Überaschungen zu vermeiden.
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