Das Problem, bestimmte Netzdienste oder ganze IP-Bereiche nicht zu erreichen, ist für Journalisten bei der Olympiade zwar eine bittere Erfahrung, aber in der IT-Welt längst nichts Neues. In jeder größeren Firma verhindern die Firewalls Dienste wie Jabber, RDP, POP oder ähnliches. Dieses Problem lässt sich sehr einfach mit einem VPN-Tunnel auf den eigenen Server und dessen Nutzung für den Zugang in die weite Welt umgehen.

Bei den meisten kommerziellen VPN-Lösungen sind jedoch ebenfalls dedizierte Ports notwendig um eine solche Verbindung zu etablieren. Und damit können sie natürlich auch wieder gefiltert werden. Anders sieht das ganze bei OpenVPN aus. Ohne größere Mühen kann man den Server auf den Port 443 konfigurieren, der aufgrund des notwendigen SSL-Zugriffs meist auf den Firewalls geöffnet ist und somit eine Verbindung zum eigenen VPN-Server aufbauen. Somit ist dann auch die Nutzung entsprechender Dienste und vor allem eine sichere Übertragung möglich.

Neben diesen etwas unorthodoxen Möglichkeiten ist OpenVPN auch eine praktische Lösung, verschiedene Standorte sicher zu vernetzen oder Road Warriors mit Laptops an die Firmenzentrale anzubinden.

Bernd Erk

Autor: Bernd Erk

Bernd ist einer der Geschäftsführer der NETWAYS Gruppe und verantwortet das Tagesgeschäft. Da er in einem früheren Leben mit Java und Oracle Datenbanken gearbeitet hat, kümmert er sich immer noch gerne um das Thema Reporting - sowohl bei NETWAYS, als auch im Icinga Team. In seiner knappen Freizeit streitet er sich mit seinem Sohn, wer das iPad gerade benutzen darf und widmet sich der Weiterverbreitung der gehobenen fränkischen Schaschlik-Kultur.