Archive for Dezember, 2007

Guten Rutsch

Wir wünschen allen Lesern unseres Blog einen guten Rutsch und bedanken uns an dieser Stelle bei allen Kunden, Lieferanten und Mitarbeitern für die tolle Zusammenarbeit in 2007. Wir freuen uns auf das neue Jahr gemeinsam mit Euch.

HP benutzt Nagios für das Cluster Monitoring

Von HP gibt es ein Linux basiertes Clustersystem namens HP XC. Nach der Beschreibung auf der Website verstehe ich das so, dass das System aus einem Linux Kernel, allerlei Open Source Komponenten und ein paar komerziellen AddOns besteht. Abgerundet mit entsprechenden Dienstleistungen. Im dazugehörigen Admin Guide widmet sich ein ganzes Kapitel, wie man Nagios für das Cluster Monitoring einsetzen kann.

Frohe Weihnachten

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Linux Support bei Microsoft kaufen?

Es ist schon ein paar Tage her, dass Microsoft das Linux Abkommen mit Novell geschlossen hat. Aber seitdem verkauft Microsoft Linux Support und hat anscheinend auch schon eine Menge Kunden dafür gefunden. Nach diesen Meldungen bei Heise und Golem haben inzwischen Credit Suisse, die Deutsche Bank und sogar BMW und Siemens zugegriffen. Und laut dieser Pressemitteilung sollen schon 44% der erworbenen Linux Gutscheine verteilt oder zumindest von Novell an Microsoft berechnet worden sein. Klingt also wie ein einträgliches Geschäft. Den Sinn dahinter kann ich allerdings nicht wirklich verstehen. Insbesondere warum die eine Supportleistung quasi bei der Konkurrenz einkaufen. Auf der anderen Seite: In den Zeiten, wo man beim Kaffeeröster einen DSL Anschluß, eine Golfreise und jetzt sogar ein Studium kaufen kann, gibts halt bei Microsoft auch Linux Support. Ich würde das trotzdem lieber direkt einkaufen.

Es lebe die NagiosCommunity!

Die NagiosCommunity ist außerordentlich lebendig. Es gibt zahlreiche gute Foren, Wikis, … Diese dezentrale Struktur hat leider auch ihre Nachteile. So fehlt es dem Nagios Einsteiger an Überblick, wo er wirklich brauchbare Informationen und Ansprechpartner findet. Die meisten befragen dann eine Suchmaschine.

Ethan Galstad hat nun diesen Mangel erkannt und versucht nun diesen Umstand etwas zu verändern. Mit der http://NagiosCommunity.org website hat er eine Plattform erstellt, die wundbar als Ausgangspunkt für weitere Recherchen dienen kann. Der Blog berichtet über interessante Neuigkeiten in der Community. Daneben sind auch die zur Zeit aktiven Wikis und Foren mit zahlreiche Links vertreten. Im eigenen Wiki finden Dokumentationen zu interessanten Themen rund um Nagios vorhanden.

Daher mein Aufruf: wer auch immer etwas weiß, was Nagios User interessieren könnte, möge das doch bitte auf NagiosCoummity.org veröffentlichen oder zumindest dort einen Link hinterlegen. Ich werde versuchen dort auch meine Inhalte abzulegen. Angefangen habe ich bereits mit 3 Artikeln:

Ich hoffe einige folgen meinem Aufruf.

Unsere Nagios Workshops

Nagios ist bei uns ja ein ganz großer Teil unser täglichen Arbeit und viele Projekte unserer Projekte sind Nagios Implementierungen in Kundennetzwerken. Normalerweise gestalten wir diese als Workshops und arbeiten eng mit den Mitarbeitern des Kunden zusammen. Das hat unterschiedliche Gründe und Vorteile:

Kenntnisse des Kundennetzwerks und der verwendeten Technologien.

Zwar kennen wir uns mit Nagios und auch allen möglichen Überwachungsmöglichkeiten sehr gut aus, aber wir kennen in der Regel das Netzwerk und die IT Infrastruktur unseres Kunden noch nicht. Deswegen brauchen wir mindestens einen Mitarbeiter der Kunden, der uns sagt welche Server überwacht werden sollen, welche wichtigen Programme darauf laufen oder wie bestimmte Dinge im Detail implementiert wurden. Da man zur Installation des Agenten sich ja auch auf dem Server einloggen muß, brauchen wir außerdem jede Menge an Zugangsdaten und Passwörtern. Da macht es Sinn das gleich zusammen zu machen.

Einsparung von Konzeptionsaufwand

Klar kann man vor der Nagios Implementierung erstmal eine Spezifikation machen und danach ein Konzept schreiben. Darin müsste man aber so viele Details über Server, Dienste, Pfade, Zugangswege, usw. erfassen, dass sich der Aufwand kaum lohnen würde. Es geht in aller Regel schneller gleich mit der Implementierung des Monitorings zu startet. So hat man außerdem den Vorteil, dass man schneller ein Ergebnis sieht und gleich erkennt, wenn man irgendwo etwas falsch geplant hat. Im anderen Fall kann es passieren, dass man zwar ein perfektes Konzept erstellt hat, aber bei der Implementierung merkt, dass man doch alles anders machen muss, weil beispielsweise die Security Abteilung einen anderen Verschlüsselungsmechanismus vorschreibt und man deswegen andere Plugins verwenden muß. Das bedeutet natürlich nicht, dass man bestimmte Punkte nicht planen sollte, beispielsweise beim Sizing oder der Lastverteilung sollte man sich schon vorher Gedanken machen, aber das Konzept dazu kann man auch gemeinsam im Workshop erstellen. Etwas Projektmanagementaufwand sollte man natürlich einplanen, beispielsweise um die Anforderungen zu verfolgen, den Erfolg zu kontrollieren und eine Dokumentation zu erstellen. Je größer das Projekt wird, umso mehr ist davon natürlich doch wieder notwendig.

Wissenstransfer

Nagios und eigentlich jede andere Monitoringlösung auch ist ein höchst dynamisches System. In größeren Firmen treten jeden Tag in der IT irgendwelche Probleme und es werden neue Server installiert und alte außer Dienst gestellt. Das gleiche gilt für Warnschwellen. War es gestern noch ein Problem, wenn der Webserver mehr als 60% CPU Last hat, muß man es morgen vielleicht hinnehmen, weil gerade kein Budget für zusätzliche Hardware zur Verfügung steht. All diese Dinge finden im Monitoring ihre Entsprechung und erfordern Änderungen oder Erweiterungen des Systems. Für eine erfolgreiche Einführung ist es daher wichtig, dass die IT Mitarbeiter, die Nagios später betreiben dürfen, über fundiertes Nagios Wissen verfügen. Durch die gemeinsame Einführung und Implementierung im Workshop-Stil stellen wir sicher, dass genügend Wissen von unseren Consultants zu Ihren Mitarbeiter transferiert wird. Sie sind nicht nur von Anfang bis Ende an dem Projekt beteiligt, sondern führen es quasi fast selbst durch. Wir unterstützen nur an den Stellen, an denen Sie noch kein eigenes Know How haben.

Zeitersparnis

Quasi als Nebenprodukt der obigen Vorteile ergibt sich natürlich auch noch eine imense Zeit- und damit auch Kostenersparnis. Da keine vorgeschalteten Konzepte und Spezifikationen notwendig sind, fällt dafür auch keine extra Zeit an. Da alle Informationen im Workshop in Gestalt der Kundenmitarbeiter direkt vorliegen, gibt es keine oder nur wenige Verzögerungen durch fehlende Zugangsdaten oder andere wichtige Informationen und Details. Und da der Wissenstransfer praktisch im Vorbeigehen erfolgt werden auch keine separaten Schulungen benötigt. Dadurch können wir schneller starten und sind nach kürzerer Zeit mit der Implementierung fertig. Ihr Netzwerk ist schneller in die Überwachung eingebunden und die geringere Anzahl an notwendigen Consultingtagen belastet das IT Budget weniger.

Wir haben mit dieser Vorgehensweise bisher in mehr als 100 Nagios Projekten nur beste Erfahrungen gemacht. Sie hat sowohl in ganz kleinen Projekten mit 2 oder 3 Tagen, als auch in mittleren und großen Projekten grundsätzlich sehr gut funktioniert. Mit steigender Anzahl von Anforderungen und damit auch Manntagen, wird aber natürlich das Projektmanagement immer wichtiger und sollte dann auch einen entsprechenden Raum einnehmen.

10. deutscher Perl Workshop in Erlangen

Vom 13.2 bis 15.2.2008 findet an der Uni Erlangen der 10. deutsche Perl Workshop statt. Momentan läuft der Call for Papers und es werden noch Vorträge gesucht. Da wir, beispielsweise beim Request Tracker oder bei Nagios Plugins, auch viel mit Perl arbeiten, überlegen wir auch hinzugehen oder sogar einen Vortrag einzureichen. Bis jetzt haben wir aber noch nichts entschieden.

Überwachung von Webapplikationen

Nagios bietet von Haus aus mit dem check_http Plugin eine sehr mächtiges Werkzeug zur Überwachung von Webservern und Appliakationen. Neben SSL Zertifikaten, Logins, den Content von Websiten, kann das Plugin auch Post und Get Aufrufe an den Server senden und die Antwort verarbeiten. Trotz dieser Features gibt es im real life oft weitergehende Anforderungen: Eine Bank könnte beispielsweise eine komplette online Kontoeröffnung, ein Autohersteller den Car Configurator komplett durchtesten wollen. Dies erfordert einen wesentlich komplexeren, mehrstufigen Prozess. Dazu muß mehrfach hintereinander ein Formular mit Testdaten ausgefüllt, wieder abgesendet und die Rückgabewerte verarbeitet werden. Der Test macht ja keinen Sinn, wenn man zwar das Formular absenden kann, aber die Rückgabe einen Datenbankfehler generiert. Da ist das check_http Plugin schlich überfordert.

Unserer Meinung nach scheint es am sinnvollsten zu sein, die Tests direkt mit einem Browser durchzuführen. Um Firefox zu scripten gibt es unterschiedliche Ansätze. Eine sehr komfortable Möglichkeit ist CoScripter. Über ein Firebox Plugin kann man sehr einfach Mausbewegungen und Aktionen aufzeichnen und später einfach wieder abspielen. Das Ergebniss eines solchen Tests sollte sich leicht in Nagios einbauen lassen. Leider hat CoScripter einige Schwachstellen. So kann es nicht mit mehreren Fenstern umgehen oder AJAX basierte Webapplikationen bedienen. Dafür würde GreaseMonkey in Frage kommen. Das ist wesentlich mächtiger, aber leider nicht so komfortabel. Noch weitergehende Möglichkeiten evaluieren wir gerade.

LBCN wird OSBF

Auf der Mitgliederversammlung am letzten Freitag hat der Linux Business Campus Nürnberg (LBCN) beschlossen, sich in Open Source Business Foundation (OSBF) umzubenennen.

Zwei Dinge haben am alten Namen nicht mehr gepasst: Linux und Nürnberg. Das Wort Linux war zu eng gefasst, denn es ging von Anfang an eigentlich mehr um “Open Source” als nur um Linux. Zum anderen hat das Nürnberg im Namen des Vereins die Erweiterung behindert. Da es in Deutschland bisher keine bedeutende Organisation gibt, die sich die Förderung und Verbreitung von Open Source unter wirtschaftliche Gesichtspunkte auf die Fahnen geschrieben hat, haben sich immer mehr Firmen aus anderen Regionen für den Verein interessiert und sind teilweise sogar Mitglied geworden. Im November waren mehr als 70% aller Mitglieder nicht aus der Metropolregion Nürnberg. So lag der Schritt nahe das Nürnberg aus dem Namen zu streichen.

Der neue Name “Open Source Business Foundation e.V.” stellt den eigentlichen Zweck des Vereins nun um einiges besser dar. Die neue Website, mit dem entsprechenden Logo ist auch schon online gegangen.

Request Tracker Schulungen

Seit Jahren setzen wir den Request Tracker schon bei uns selber und bei Kunden ein. Als Trouble-Ticket-System (auch mit Anbindung an Nagios) oder allgemeines Email-Response Tool. Es ist wirklich praktisch, wenn es darum geht Aufgaben weiterzureichen oder komplette Kommunikationsvorgänge zu archivieren, ohne dass etwas verloren geht.

Inzwischen haben wir schon eine ganze Menge an eigenen Entwicklungen in die Software integriert, die nach unserer Meinung die Arbeit wesentlich erleichtern. Zusätzliche Übersichten, Shortcuts zur Arbeitsbeschleunigung, und so weiter.

Neben Customizing, Hosting und Installation bieten wir bei Bedarf auch Schulungen an, wenn das System zwar vorhanden, aber der Umgang damit unklar ist. Die Schulungen sind bisher individuell beim Kunden durchgeführt worden, jedoch planen wir für die Zukunft auch Schulungen “von der Stange” bei uns im Hause.

Das wird wahrscheinlich erst nächstes Jahr wirklich ein Thema. Wir sind sehr gespannt, ob es genügend Interessenten gibt, um unser Angebot dahingehend zu erweitern.

Also falls jemand Interesse hat, einfach mal melden ;)