Archive for September, 2007

Besser präsentieren

Ein großer Teil meiner Arbeit bei NETWAYS besteht darin uns, unsere Leistungen und auch die von uns verwendete Software, wie Nagios oder Request Tracker bei potentiellen Kunden vorzustellen und dann natürlich ein gemeinsames Projekt zu initiieren . Da auf meinem Rechner noch Windows läuft, verwende ich für die Präsentationen natürlich PowerPoint. Trotz der vielen Multimediafeatures versuche ich aber mehr durch den Inhalt und meinen Vortrag zu überzeugen und so sind meine Folien eher einfach und sachlich gehalten und ich habe das Gefühl das das in der Regel auch ganz gut ankommt.

Trotzdem ist richtiges Präsentieren eine Wissenschaft für sich, der man sich ernst, aber auch sehr humorvoll nähern kann. Ein sehenswertes Beispiel von Don McMillan habe ich hier gefunden:


Life After Death By PowerPoint

1. Runde der Ergebnisplattform für New York und Chicago Marathon

Nachdem nun die erste Runde der Entwicklung der Ergebnisplattform für den New York Marathon vorbei ist, firewalls, load balancer, database server und application server stehen und erste Lasttests und server tunings durchgeführt wurden, kann nun die zweite Runde, die Entwicklung der Plattform für den Chicago Marathon eingeläutet werden.

Hier ein paar screenshots der Plattform für den New York Marathon. Zu sehen sind der Public Tracker, welcher für die Öffentlichkeit bestimmt ist und der Media Tracker, welcher speziell für die Presse angefertigt wurde.

nycrr01.png nycrr02.png

Wer überwacht den Überwacher, oder Nagios hochverfügbar

An die Verlässlichkeit von Nagios gewöhnt man sich schnell und nach der Einführung von Nagios verliert man gerne das Bedürfnis sich aktiv die eigenen Systeme anzusehen. Stattdessen verlässt man sich auf die Alarme durch Nagios. Was passiert nun aber, wenn Nagios oder der Nagios Server selbst ein Problem hat? Wer überwacht den Überwacher? Oder wie stellt man sicher, dass Nagios Ausfälle erkannt werden?

Klar ist, dass das Monitoring von außen und nicht vom Nagios-Server selbst erfolgen muss, ansonsten wird man bei einem Ausfall des Nagios-Servers selbst nicht informiert. Um den Ausfall von Nagios zuverlässig zu erkennen reicht es auf von außen über nrpe oder ssh check_nagios auszuführen. Liefert es kein OK muss man sich um Nagios kümmern. Diese Lösung reicht für einfache Setups sicher aus. Anders ist dies jedoch, wenn die Überwachung Grundlage für das Reporting zu vereinbarten SLAs ist oder man wirklich alle Checkergebnisse möglichst lückenlos benötigt. Dann darf das Protokoll der ermittelten Messwerte, Verfügbarkeit oder die Ergebnisse der Tests keine Lücken aufweisen. So muss Nagios hochverfügbar werden.

Für die Hochverfügbarkeit kennt die Dokumentation von Nagios 2 einface Ansätze, nämlich Redundant Monitoring und Failover Monitoring . Beiden gleich ist, dass nur der primäre Nagios Server Notifications verschickt. Weil beim Failover Monitoring der Server im Standby Mode keine aktiven Servicechecks (jedoch Hostchecks!) ausgeführ, ist dieses Verfahren das bessere Setup. Mit der Ergänzugn von oscp/ohcp wird die Aufzeichnung lückenlose.

Failover Monitoring hat allerdings auch seinen Nachteil. Die Konfiguration und Installation muss synchron gehalten werden! Dieser Nachteil lässt sich natürlich mit einem SAN-System für beide System erschlagen. Stehen beide Nagiosserver nicht am gleichen Standort, so ist dies auch kein Problem. Mit DRBD steht ein “Netzerwerk-RAID1 System” zur Verfügung. Damit lassen sich beide System automatisch synchron halten.

Meiner Ansicht nach ist allerdings eine Lösung mit einem Storage-System nur etwas für wirklich erfahrene Linux Administratoren. Im Echtbetrieb tritt leicht mal eine Splitbrain Situation ein, bei der keiner der beiden Nagios Nodes weiß ob der andere noch lebt. Beide Systeme überwachen, schicken Notifications und schreiben Ihre Logfiles auf Platte. Mit der von SAN/DRBD Lösung erfordert ein Wiederzusammenführen dieser getrennten Systeme allerdings den manuellen Eingriff eines Administrators. Anders ist dies mit der Nagios Failover Lösung aus der Dokumentation. Nachdem Splitbrain schaltet der zweite automatisch wieder zurück. Den Nachteil der Synchronisation der Installation muss man da allerdings in Kauf nehmen. Wobei man meist nach der ersten vollständig Installation den ersten einfach klonen kann. Damit erschlägt man die ersten Probleme. Spätere Änderungen (neue Plugins, neue Software, …) muss man allerdings leider von Hand nachziehen. Rsync kann man verwenden, dass beide mit der gleichen Konfiguration arbeiten.

Mein Fazit

Ich empfehle den meisten die einfache Nagios Failover Methode. Der große Vorteil, dass Nagios nach der Splitbrain Situation wieder normal weiter macht wiegt meiner Ansicht nach den Synchronisationsaufwand auf.

Wie immer freue ich mich auf Feedback :-)

Die letzten 20 Plätze

Zwar haben wir nach dem Erfolg im letzten Jahr mit großem Interesse an der diesjährige Konferenz gerechnet, aber auch das hat uns überrascht: es sind nun - noch fast einen Monat vor der Konferenz - alle geplanten 200 Plätze ausgebucht.

Aber keine Sorge, wenn Sie es bisher noch nicht geschafft haben sich Ihren Platz zu sichern, haben Sie jetzt noch einmal die Gelegenheit dazu. Wir haben uns entschieden, das Kontingent letztmalig um 20 Plätze aufzustocken. Nach Ablauf dieses Kontingents können wir leider keine weiteren Anmeldungen annehmen.

Im vergangenen Jahr lag die geplante Teilnehmerzahl bei 120 Personen und wurde kurz vor der Konferenz noch auf 140 erweitert. Daher freut es uns natürlich sehr, dass dieser Trend nun auch bei der diesjährigen Konferenz anhällt und die Konferenz um 60% wächst.

StayFriends vor XING und Sevenload

Die Marktforscher von der Firma ComScore, nach Angabe verschiedener Blogs wohl die bekannteste Firma für Trafficauswertungen, haben sich mit den Besuchszahlen von Social Networking Sites in Deutschland befasst. In einer gerade veröffentlichten Studie haben sie ausgewählte Plattformen nach ihren Besucherzahlen verglichen. Insgesamt nutzen 45% aller deutschen Internetuser, also 14,8 Millionen Leute entsprechende Angebote.

Auch wenn die Ergebnissliste etwas komisch zusammengestellt anmutet, beinhaltet sie für uns doch eine schöne Überraschung. Unser Kunde StayFriends liegt nach Besuchszahlen noch vor Sevenload oder XING:

  1. MYSPACE.COM (3.650.000)
  2. StudiVZ Sites (3.113.000)
  3. JUX.DE (2.614.000)
  4. PICZO.COM (2.004.000)
  5. STAYFRIENDS.DE (1.335.000)
  6. NETLOG.COM (1.251.000)
  7. SEVENLOAD.COM (1.143.000)
  8. Xing (685.000)
  9. Skyrock Network (507.000)
  10. MSN Groups (440.00)

Zwar hat die absolute Platzierung wenig Aussagekraft, denn es ist nur eine subjektive Auswahl an Sites in die Bewertung eingeflossen. Beispielsweise sind die Lokalisten gar nicht dabei oder müsste man, wenn man Sevenload aufnimmt, konsequenterweise auch YouTube einbeziehen. Trotzdem ist die relative Position im Vergleich zu den anderen natürlich schon interessant.

Der Erfolg gebührt natürlich StayFriends, aber wir freuen uns zumindest ein bisschen dazu beigetragen zu haben, indem wir für die Verfügbarkeit der Plattform sorgen und eine Infrastruktur aufgebaut haben, die solche Besucherzahlen auch stemmen kann. Deswegen in diesem Rahmen auch mal vielen Dank an Stefan und Martin, die die Plattform schon seit längerem so hervorragend managen.

Gefunden via Basic Thinking und Deutsche Startups.

Tarife zum SMS Versand

Gestern habe ich ja das neue SMS Modem vorgestellt. Damit das funktioniert, braucht man aber ja auch eine SIM Karte mit dem entsprechenden Tarif beim Mobilfunknetz Ihres Vertrauens. Den richtigen Tarif zu finden gestaltet sich dabei aber meistens komplizierter als die Einrichtung eines ganzen Nagios Clusters. Jeder Netzanbieter hat meistens 20 verschiedene Tarife, die dann von 5 verschiedenen Resellern frei umgestaltet werden und mit weiteren 20 Optionen jeweils erweitert werden können, so dass Sie am Ende 6.400 Tarife miteinander vergleichen und auch noch auf Ihre monatliches SMS Volumen umrechnen müssen. Das macht natürlich kein Mensch, aber ich bin der Meinung, dass sich die folgenden zwei Tarife, einmal für wenige und einmal für sehr viele SMS einen Blick wert sind:

Im Bereich zwischen einer und 250 SMS pro Monat dürfte eine Prepaid Karte das einfachste und günstigste sein. Innerhalb der Gültigkeitsperiode können Sie einfach das Guthaben auf der Karte ab-sms-en. Bei Vodafone kostet im Tarif CallYa Compact eine einzelne SMS in das Vodafone Netz 0,05 EUR und in alle anderen Netze 0,15 EUR. Wenn man sich monatlich auf ein Paket von 35, 125 oder 250 SMS commited, dann kann man diesen Preis bis auf rechnerische 0,09 EUR drücken: 250 SMS kosten 22,50 EUR pro Monat. Praktisch bei Vodafone ist, dass man dafür ein Abo abschliessen kann. So erhält man jeden Monat dieses Paket automatisch aufgebucht und kann aber trotzdem innerhalb von 14 Tagen kündigen.

Bei einem sehr hohen SMS Volumen kann sich wiederum eine Flatrate rentieren. Von Congstar, der Discountmarke von T-Mobile, kann man für jedes Netz eine eigene SMS Flatrate zum Preis von jeweils 9,90 EUR monatlich buchen. Wenn Ihre Mitarbeiter alle beim selben Provider sind, haben Sie mit monatlich 9,90 EUR ausgesorgt. Im Vergleich zum obigen Angebot ist das ab 110 SMS pro Monat günstiger. Wenn Sie in alle vier Netze versenden müssen, vervierfacht sich natürlich auch der Preis, und der Break Even liegt dann bei 440 SMS pro Monat. Das klingt zwar viel, aber sind gerade mal 15 SMS am Tag.

SMS einfach per IP versenden

Wenn das Monitoring System SMS zur Alarmierung versenden soll, war das bisher immer etwas unbefriedigend. Zwar gibt es mit dem Falcom Samba eine sehr günstige Möglichkeit, aber ein paar Schwächen hat das Falcom leider. Hauptproblem ist, dass man es lokal per USB an einen Rechner anschließen muss. Da man im RZ aber oft keinen Empfang hat, muß man den USB Anschluß verlängern, da es leider keinen externen Antennenschluß hat. Aus dem gleichen Grund braucht man für jeden Nagios Server ein eigenes SMS Modem und dann aber auch jedesmal eine eigene SIM Karte. Außerdem braucht man einen Treiber um das Modem lokal anzusprechen. In den neueren Linux Kerneln ist der zwar dabei, aber möglicherweise muss man zumindest das Modul neu kompilieren.

modem_front.jpg

Mit dem Multitech Modem gibt es endlich ein GSM Modem, dass sich per Ethernet ansteuern lässt. Das kann man auf dem Dach der Firma installieren und aus dem RZ remote bedienen. SMS werden einfach per Telnet abgesendet und selbst hochverfügbar lässt es sich einrichten, indem mehrere Nagios Server ihre SMS über 2 Modems verschicken. Treiber oder Kernelmodul ist auch keines notwendig.

modem_back.jpg

Zwar ist das Gerät ein bisschen teuerer als die USB Version von Falcom, aber das lohnt sich unserer Meinung nach, dass die Netzwerkschnittstelle und das Telnet Interface wesentlich mehr Flexibilität und gleichzeitig weniger Probleme bedeuten. Natürlich haben wir das Teil sofort in unser Portfolio aufgenommen. Im Shop und auf der Website ist leider noch noch nicht online, aber wir haben die ersten Geräte schon ausgeliefert.

SCO ist endlich pleite

Endlich mal eine schlechte Nachricht, bei der man ohne schlechtes Gewissen Schadenfreude haben kann: SCO hat Konkurs angemeldet, weil ihnen das Geld ausgeht. SCO hatte 2003 mit Klagen gegen IBM, Novell und andere Linux Firmen wegen der Zahlung von Lizenzgebühren Schlagzeilen gemacht. Angeblich habe IBM Quellcode in den Linux Kernel eingebracht, der auf Unix basiere wofür SCO behauptete das Urheberrecht zu haben. Vor kurzem hat ein US Gericht dieses Urheberrecht aber Novell zugesprochen und die Verlangen jetzt natürlich ihrerseits Lizenzgebühren von SCO. Vermutlich haben diese Forderungen nun auch zur Insolvenz geführt. Leider bedeutet der Gläubigerschutz nicht das entgültige Aus, sondern soll eher die Möglichkeit eines Turnarounds bieten. Trotzdem stehen die Chancen aber nicht schlecht das die Angelegenheit damit mal endlich vom Tisch kommt.

Wer sich die ganze Geschichte nochmal zu Gemüte führen will, der findet bei Heise alle Meldungen im Artikel “SCO vs. Linux: Die unendliche Geschichte

Software Freedom Day

Nach dem Tag des Maikäfers oder dem Weltnichtrauchertag, gibt es inzwischen auch immer mehr Gedenktage zu IT Themen. Da haben wir neulich erst alle zusammen den System Administrator Appreciation Day gefeiert, treffen wir uns heute schon wieder beim Software Freedom Day (SFD). Worum gehts genau?

Software Freedom Day (SFD) is a worldwide celebration of Free and Open Source Software (FOSS). Our goal in this celebration is to educate the worldwide public about of the benefits of using high quality FOSS in education, in government, at home, and in business — in short, everywhere! The non-profit company Software Freedom International coordinates SFD at a global level, providing support, giveaways and a point of collaboration, but volunteer teams around the world organize the local SFD events to impact their own communities.

Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich von der Aktion heute zum ersten Mal gehört habe. Es ist aber eine wirklich gute Idee auch mal ausserhalb der Open Source Community für Aufmerksamkeit zu sorgen.

Apple Feeling für Vista

Manche Sachen kann Apple ja wirklich gut. Haltbare Hardware gehört zwar meiner Meinung nach nicht dazu, aber gute Benutzeroberflächen schon. Eine sehr schöne Sache von OS X ist das Dock. Quasi die Apple Alternative für Startmenü und Taskleiste bei Windows. Mit dem ObjectDock kann man das jetzt auch bei Vista oder XP nachrüsten.