Archive for Juli, 2002

Netscape ist Geschichte

AOL Time Warner hat alle Entwickler, die am einst so erfolgreichen Netscape Browser gearbeitet haben, entlassen. Der Browser lebt jetzt nur noch als Open Source Projekt Mozilla weiter.

Servicepack 3 für Exchange Server 2000

Für den Exchange 2000 Server Standard und Enterprise ist ein neues Service Pack erschienen. Das SP3 bringt Kompazibilität zu den .NET Server, beseitigt über 100 Fehler und bringt Updates im Rahmen der “Trustworthy Computing” Initiative von Microsoft.

Microsoft kündigt Windows NT Server und Workstation ab

Nachdem Microsoft vor einiger Zeit einen Lifecycle für seine Produkte eingeführt hat, also ein Zeitplan, nach welcher Lebensdauer Produkte Schritt für Schritt aus dem Verkehr gezogen werden. In den Volumenlizenzprogrammen für Firmenkunden, gibt es schon seit dem 01. Oktober 2001 keine NT Lizenzen mehr nun steht auch für die Paketprodukte das aus unmittelbar bevor. Seit dem 01. Juli 2002 kommen keine neuen Pakete in den Handel. Lediglich System Builder Versionen – ohne jeglichen Support – wird es noch ca. ein Jahr geben.

Auch im Support durch Microsoft stehen drastische Änderungen bevor. Bereits ab dem Jahr 2003 wird es keine kostenlosen QFE (Quick Fix Engineering) mehr geben und spätestens ein Jahr danach ist auch mit den anderen kostenpflichtigen Supportoptionen entgültig Schluss.

610 neue Sicherheitslücken brachte der Juni

Oh wie haben wir sie lieb gewonnen – die wöchentlich Meldungen über die unzähligen neuen Viren, Würmer und Sicherheitslücken, die in der Computer-Welt ihr Unwesen treiben. Insbesondere der Juni hatte es in sich – beweist der Monatsreport der Sicherheitsexperten des Internet Security Systems.

610 neue Hacker-Hintertüren wurden allein in den vier Juni-Wochen entdeckt: Rekord für dieses Jahr! Ob der Apache-Webserver, Microsofts SQL-Server oder Probleme beim FTP-Service: Die X-Force, sozusagen der Geheimdienst des ISS, musste eine Überstunde nach der anderen abfeiern. Spannend auch die Anzahl der verschiedenen Würmer, die sich am liebsten durch das Microsoft Outlook-Adressbuch fraßen: 134 neue sind hinzugekommen – wir gratulieren!

Quelle: AME Newsletter

Aktueller PC-Markt: Ende der Durststrecke nicht in Sicht

Wenig hoffnungserweckend sieht es zurzeit in dem europäischen PC-Markt aus. Für den gesamten EMEA-Raum machen die Analysten von Gartner für das zweite Quartal 2002 zwar nur ein Minus von 0,3 Prozent aus, das zweite übrigens nach dem verheerenden dritten Quartal 2001, jedoch drücke die weiterhin schwache Nachfrage im Unternehmenssegment die Ergebnisse in Westeuropa noch einmal deutlich nach unten. Mit einer Erholung sei erst frühestens in der zweiten Hälfte des kommenden Jahres zu rechnen.

Ins gleiche Horn blasen auch die Marktforschungskollegen von IDC. So gehen sie besonders im Notebook-Einstiegssegment von weiteren Preisrutschen aus. Und auch bei Desktops und Servern, die dank des Wechsels auf Pentium-4-Prozessoren seit Mitte 2001 wieder etwas höhere Preise erzielten, gehe die Nachfrage und Umsatzerwartung deutlich nach unten. Hinzu kämen die jüngsten Preisoffensiven bei Direktanbieter Dell, welche die Konkurrenz auch nicht wort- und tatenlos hinnimmt.

IT-Marktentwicklung: Vorsichtiger Optimismus

Nach einer aktuellen Befragung von Entscheidern durch das Marktforschungsinstitut IDC wollen 43 Prozent der Unternehmen mehr in Informationstechnik investieren als vor einem Jahr. Interviewt wurden Entscheidungstraeger aus groesseren Unternehmen (52 Prozent > 1.000 Mitarbeiter) in Europa. 82 Prozent der Teilnehmer gaben an, sie hielten ihre IT-Ausgaben auf gleichem Niveau wie im Vorjahr oder hoeher. Als Motive dafuer werden am haeufigsten die Steigerung der Effizienz sowie die Optimierung von Prozessen angefuehrt. 41 Prozent der Befragten gaben allerdings an, dass ein schneller ROI (Return on Investment) ausschlaggebend sei. Laenderspezifisch ist der Umfrage zufolge Deutschland am meisten von der Konjunkturflaute betroffen. 47 Prozent der hiesigen Unternehmen gaben an, der Rueckgang habe sich auf ihre Organisation ausgewirkt.

Hinsichtlich der erwarteten Wiederbelebung zeigen die Deutschen dafuer den groessten Optimismus: 66 Prozent erwarten, dass sich die Lage im Laufe der naechsten zwoelf Monate bessert.